Glossar

Rebound-Effekt

Aufgrund von beispielsweise technologischen Fortschritten realisierte Einsparungen führen häufig nicht zu weniger Ressourceneinsatz, da diese potentiellen Einsparungen durch vermehrte Nutzung aufgehoben werden;

Die Ressourceneinsparungen führen zu niedrigeren Nutzungskosten, sodass:

  • die Nutzung ausgeweitet werden kann (direkter Rebound-Effekt) und/oder
  • das eingesparte Geld für zusätzlichen Konsum zur Verfügung steht (indirekter Rebound-Effekt);

Beispiel: die Effizienz von Automotoren hat innerhalb der letzten 30 Jahre erheblich zugenommen. Allerdings spiegelt sich diese Effizienzsteigerung zumeist nicht durch einen geringeren Spritverbrauch wieder, da im gleichen Zeitraum das durchschnittliche Gewicht eines Autos um 300 kg zugenommen hat, sodass die leistungsstärkeren Motoren vielmehr die Gewichtszunahme ausgleichen, und nicht zu einer Reduktion des Spritverbrauchs geführt haben;

Recycling

Wiederverwendung und Verwertung von Abfällen, Nebenprodukten oder Endprodukten aus einem Produktionsprozess für die Herstellung neuer Produkte. Alternativ: Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen, ihre Rückführung in den Wirtschaftskreislauf und die Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung);

Ressource

Hilfsmittel/Ausgangsstoff um bestimmtes Ziel (Produkt, Ergebnis) zu erreichen, wird teilweise auch synonym zu Rohstoff verwendet;

Ressource kann sein

  • Rohstoff (mineralisch oder nachwachsend; kann nicht hergestellt sondern nur abgebaut/ gewonnen werden),
  • Material (=bereits verarbeitete Rohstoffe)/Betriebsmittel,
  • Geldmittel,
  • Arbeitskraft,
  • Energie,
  • (Zeit).

Das VDI ZRE konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Ressourcen Rohstoffe und Material;

Ressourceneffizienz

i.e. Sinne Verhältnis von Output zu Ressourceninput, also möglichst geringer Einsatz von Ressourcen bei gleichbleibendem Produktionsergebnis;

i.w. Sinne: Ressourcenschutz durch Ressourceneffizienz in der Produktgestaltung und in Prozessen, Substitution, Kaskaden- und Koppelnutzung, effiziente Produktnutzung und Recycling;

Die Steigerung der Ressourceneffizienz verfolgt also folgende Ziele

1. Verringerung des Ressourceneinsatzes (Input)

2. Verringerung stofflicher Emissionen (Output)

3. Steigerung des Nutzens, der Nutzenproduktivität eingesetzter Ressourcen;

Rohstoffe

Substanzen, die – optional bis auf die Lösung aus ihrer natürlichen Quelle – noch keine Bearbeitung erfahren haben. Sie werden aus der Natur gewonnen und entweder direkt verwendet oder als Ausgangsstoff zur weiteren Verarbeitung verwertet;

Der «Wert» eines Rohstoffes drückt sich in erster Linie durch den Preis aus, der seinerseits vom Markt abhängig ist und an Rohstoffmärkten gehandelt wird. Faktoren, die den Wert eines Rohstoffs entscheidend beeinflussen sind: die globale Verteilung des Rohstoffs, mengenmäßige Einschränkungen (natürlich und künstlich), die Art der Verwendung (Verbrauchsentwicklung, Konsumverhalten, Recycling, mögliche Substitution) sowie politische Aspekte (sogenannte strategische Rohstoffe);

Als mineralische Rohstoffe werden Materialien bezeichnet, die sich im Laufe der Erdgeschichte durch geologische Prozesse bildeten (Anreicherung bestimmter Stoffe) und sich in geologischen Zeiträumen (Jahrmillionen) erneuern – im weiteren Sinne werden sie oft auch als Bodenschätze bezeichnet;

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