Kaltwalzen

Zu den einzelnen Arbeitsschritten in der Prozesskette haben wir nützliche Informationen in unterschiedlichen Kategorien – Projektbeispiele, beste verfügbare Technik und Videos – für Sie gesammelt. Fahren Sie mit der Maus über einzelne Elemente und erfahren Sie, wie sich Ihre Prozesse optimieren lassen.

Prozesskette Kalltwalzen

Materialbeschaffung / Lagerung

Beste verfügbare Technik

Optimierte Lagerung und Umschlag

  • Auffangen von verschütteten und ausgetretenen Stoffen durch geeignete Maßnahmen, z.B. Sicherheitswannen oder Dränagen
  • Abscheiden des Öls vom verunreinigten Wasser und Wiederverwendung des zurückgewonnenen Öls
  • Behandlung des abgeschiedenen Wassers in der Abwasserbehandlungsanlage

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 224

Verbesserung der Oberflächenqualität des Einsatzmaterials (gegossene Halbzeuge)

Maßnahmen zur Verbesserung der Oberflächenqualität des Einsatzmaterials finden Sie in der Prozesskette "Gießereitechnik"  

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 255

Videos

Perfekter Materialstrom im Schwarzwald

Beizen (oder Beizen und Glühen)

Projekte

Mikrowellenspaltung von Emulsionen

Prozesseigenschaften:
  • Entwicklung eines neues Verfahren zur kontinuierlichen chemikalienfreien Emulsionsspaltung mittels Mikrowellen

  • Destabilisierung der Emulsion durch die Behandlung im Mikrowellenfeld

  • Betriebsversuche im Bypass zu einer betrieblichen Emulsionsspaltanlage: Kohlwasserstoff-Gehalt in der erzeugten Wasserphase konnte auf unter 0,1 Gew.-% gesenkt werden; Ölphasen mit Wassergehalten unter 10 Gew.-% wurden erzeugt, so dass die prinzipielle Möglichkeit einer thermischen oder stofflichen Verwertung besteht

Zur kompletten Projektbeschreibung

NOx-Abbau – Energieeffiziente Entstickung der Stahlbeizen

Prozesseigenschaften:
  • Entwicklung eines innovativen neuartigen Anlagenverbunds, in der die NOx-haltige Abluft der Beize den Brennern im Glühofen als Brennluft zur Verfügung steht
  • in neuen Spezialbrennern werden die Stickoxide reduziert; dadurch entfällt die energieintensive Aufwärmung des Abgasstromes zur Entstickung in der SCR (selectiv catalytic reduction) Anlage, was zur Verringerung des Brennstoffeinsatzes und zur Reduzierung der CO2-Emissionen führt
Zur kompletten Projektbeschreibung

Beste verfügbare Technik

Beizanlage gekoppelt mit einem Tandemwalzwerk

Die Verbindung einer bestehenden Beizlinie mit einem bestehenden Tandemgerüst ist nur von Vorteil, wenn die Kapazitäten der beiden Anlagen miteinander harmonieren.
 Vorteile:

  • reduzierter Schrottanfall (Fehlerminimierung)
  • reduzierte Produktionszeit, erhöhte Ausbeute

Anwendungsbereich:

  • Neuanlagen und bei wesentlichen Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 187

Verminderung des Säureverbrauchs und des Altsäureanfalls

Um die Umwelteinflüsse durch das Beizen zu reduzieren,  sollten Maßnahmen zur Verminderung des Säureverbrauchs und des Altsäureanfalls angewendet werden und am besten bereits in der Designphase berücksichtigt werden:

  • Vermeidung der Stahlkorrosion durch geeignete Lagerung, Transport, Kühlung usw.
  • mechanisches Vorentzundern, um das Beizerfordernis im Säurebeizbad zu reduzieren (geschlossene Entzunderungskammer, die mit Absaugung und Gewebefilter ausgestattet ist)
  • Einsatz des elektrolytischen Vorbeizens
  • Einsatz moderner, optimierter Beizeinrichtungen (Spitzbeizen oder Beizen mit intensiver Badbewegung anstelle von Tauchbeizen)
  • Filtration und Recycling der Beizlösungen zur Verlängerung der Nutzungsdauer
  • Einsatz von Ionenaustauschverfahren oder Elektrodialyse (für Mischsäure) oder eine andere Methode zur Rückgewinnung von freier Säure zur Regenerierung des Beizbades im Teilstrom

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 230

Vorwalzen (bzw. Kaltwalzen)

Projekte

Performanceverbesserung beim Kaltwalzen durch innovative Schmierstoff- und Arbeitswalzenkonzepte

Prozesseigenschaften:
  • Entwicklung, Erprobung und Einsatz neuartiger Schmiermittel- u. Walzenbeschichtungskonzepte

  • erste Versuche haben die grundsätzliche Funktionalität und Eignung der ölfreien Produkte gezeigt

Zur kompletten Projektbeschreibung

Beste verfügbare Technik

Kontinuierliches Walzen

Kontinuierliches Walzen anstelle von konventionellem diskontinuierlichem Walzen von niedriglegierten Stählen und Kohlenstoffstahl.
Gekoppeltes oder vollkontinuierliches Walzen kann gegenüber dem diskontinuierlichen Walzen viele Vorteile haben:

  • reduzierter Ölverbrauch
  • reduzierter Stromverbrauch
  • verbesserte Materialausbringung aufgrund einer besseren Kontrolle der Abmessungen am Ende der Coils
  • Verbesserung der erzielten Qualität
  • reduzierte Frequenz der Rollenwechsel

 

  • anwendbar für Anlagen mit großer Produktionskapazität und gleichartigen Produkten und Neuanlagen und bei wesentlichen Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 187

Minimalmengenschmierung

Die zum Auftrag der Schmierstoffe bei Walzprozessen in der Praxis vielfach oft angewendete Form des Auftrags über Filzstreifen, Lappen oder z. B. Tropfenbeöler bringt in der Regel eine viel zu große Schmierstoffmenge auf. Trotz der zumindest bei der Überflutschmierung üblichen Kreislaufführung sind damit erhebliche Kosten und auch Umweltprobleme verbunden.
Als Auftragssysteme zur Minimalmengenschmierung bei Umformprozessen haben sich insb. 4 Techniken entwickelt, die je nach Einsatzbereich systemspezifische Vor- u. Nachteile aufweisen. Eines haben jedoch alle der nachfolgend kurz beschriebenen Systeme gemeinsam: Im Vergleich zur konventionellen Schmierung können Sie den Schmierstoffverbrauch um bis zu 90 % reduzieren.


Filzwalzenbeöler
Über zwei oder, bei einseitiger Beölung, eine Walze aus Filz wird ein Schmierstofffilm auf das, meist bandförmige, Material aufgetragen. Durch die gute Saugwirkung der festen Wollfilzrollen kann die Schmierstoffversorgung von innen über eine Hohlachse erfolgen. Anwendungsbereich sind insb. Bänder o. Bleche, die gewalzt, gebogen oder gestanzt werden sollen. Die Geräte sind für unterschiedlichste Anforderungen verfügbar: Von einfachen Systemen (< 100 Euro) bis zu Sektorengeräten, mit denen bei großen Bandbreiten (bis zu 3m) auch verschiedene Sektoren beölt werden können. Eine definierte und reproduzierbare Ölmenge kann mit diesen Geräten jedoch nicht eingestellt werden.

Aufquetschbeöler
Über ein Walzenpaar aus Verteiler- u. Quetschwalze kann ein breites Spektrum an Schmierstoffen in sehr dünnen Schichten auf blechförmige Produkte aufgetragen werden.
Funktionsprinzip: Über bewegliche Verteilerwalzen wird der Schmierstoff auf die Quetschwalze übertragen. Über den Anpressdruck der Quetschwalzen wird die Schichtstärke des Ölfilms eingestellt. Dabei hat die Menge der Ölzufuhr keinen Einfluss auf die aufgetragenen Schichtdicke. Es lassen sich Ölmengen ab ca. 1 g/m² realisieren.
Aufquetschbeöler weisen eine große Flexibilität bezüglich der einsetzbaren Schmierstoffe (einzige Voraussetzung Fließfähigkeit) und eine gute Reproduzierbarkeit der aufgetragenen Schmierstoffmenge auf. Mit einer Anlage können ohne Walzenwechsel unterschiedliche Bandbreiten sowie auch Blechabschnitte beölt werden. Im Vergleich zu Filzwalzen sind die Standzeiten der Walzen erheblich höher.

Sprühsysteme
Die Anordnung der Sprühdüsen kann gut an die Beölungsaufgabe und die Geometrie des Werkstückes angepasst werden. Großflächige Anwendungen, wie z. B. bei breiten Bändern werden durch in Reihe angeordnete Düsen beölt. Dabei lassen sich Ölmengen im Bereich von ca. 1 bis 5 g/m² reproduzierbar realisieren. Die am Markt angebotenen Geräte weisen deutliche Unterschiede bezüglich der Einstellmöglichkeiten und der Sprühdüsen auf. Bei offenen Systemen sollten die nicht ganz vermeidbaren Ölnebel (Overspray) abgesaugt werden.

Spucksysteme
Bei Spucksystemen wird ein kleiner Öltropfen auf eine definierte Stelle des umzuformenden Werkstücks oder das Werkzeug dosiert. Flächige Anwendungen lassen sich mit diesem System nicht realisieren. Die Einsatzbereiche liegen bevorzugt bei Anwendungen bei denen kleine Schmierstoffmengen (bis unter 0,01 ml/Impuls) an hoch beanspruchte Stellen eines Umformwerkzeugs oder des Bauteils kontaktlos aufgebracht werden sollen. Dabei sind sehr kurze Taktzeiten realisierbar. Spucksysteme arbeiten punktuell, quasi verlustfrei, berührungslos und erzeugen keine Sprühnebel, d.h. keine Emissionen.

Quelle(n):

  • Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz [IBU] (2015b): Minimalmengen-Schmierung bei Kaltwalzprozessen [online]. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, verfügbar unter: Link

Optimierte Auswahl von Walzöl und Emulsionssystem

Die richtige Wahl des Walzöls für das Tandemwalzwerk ist aus Qualitätsgründen (gute Destillationseigenschaften, einfache Entfernung in Entfettungslinien) wichtig. Darüber hinaus muss ein Walzöl, um den Ölverbrauch in Grenzen zu halten, eine Reihe von Leistungskriterien erfüllen:

  • gute Schmiereigenschaften, um den Ölverbrauch zu reduzieren
  • leichte Abtrennung im Falle von Leckagen des Hydrauliksystems oder der Morgöl-Lager. Falls eine vollständige oder teilweise Abtrennung nicht möglich ist, muss sonst die gesamte Emulsion ausgewechselt werden.
  • tatsächliche Prozessparameter (Kaltreduktion, Abmessung, Walzkraft, Geschwindigkeit, Unebenheit) und die vorhandene Emulsionspräparation bestimmen die Erfordernisse an die Stabilität der Emulsion und an die Verteilung des Öls in der Emulsion
  • Die Qualität des Öls darf durch längere Produktionsstillstände nicht beeinflusst werden (Stabilität der Emulsion, Bakterienwachstum), da die Emulsion sonst vorzeitig verworfen werden muss.

Vorteile:

  • reduzierter Ölverbrauch
  • Reduktion zu entsorgender Altemulsion

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 188

Vermeidung von Verunreinigungen / Bandsauberkeit

  •  Regelmäßige Kontrolle der Dichtungen und Leitungen hilft, Leckagen zu vermeiden und so eine Verunreinigung des Walzöls mit Hydraulik- oder Morgöl zu verhindern.
  • Maßnahmen zur Kontrolle und Minimierung (beim Kaltwalzen) von partikelförmigen Eisenabrieb und von Ölrückständen

 

Vorteile:

  • reduzierter Ölverbrauch
  • reduzierte Abwasserbehandlung und –einleitung
  • erhöhte Qualität (insb. bei hochwertigen Oberflächentopografien)

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 189

Aufwärmen (und Beizen)

Beste verfügbare Technik

Haubenglühen unter 100 % Wasserstoff

  • Beim Haubenglühen kann anstelle eines Wasserstoff/Stickstoff-Gemisches 100 % Wasserstoff eingesetzt werden.
  • Vorteil: Reduktion des spezifischen Energieverbrauches (von 700 MJ/t beim Glühen unter H2/N2 auf 422 MJ/t unter 100 % Wasserstoffatmosphäre)

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 198

Nachwalzen oder Dressierwalzen

Projekte

Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Einstellung der mechanischen und topographischen Eigenschaften von Bandmaterial innerhalb eines Prozessschrittes

Prozesseigenschaften:
  • Ziel des Forschungsvorhabens: Entwicklung eines Streckbiege-Dressier–Verfahrens, das beide Prozessstufen „Dressieren“ und „Streckbiegerichten“ in einer Prozessstufe vereint; damit könnte die eigenständige kapital- u. energieintensive Prozessstufe Dressieren aus dem Gesamtprozess eliminiert und die Endbearbeitung von Metallbändern vereinfacht werden
  • das neue Verfahren bietet wegen der größeren Vielfalt vorhandener Stellglieder die Möglichkeit, die Rauheitsübertragung und den Dressiergrad unabhängig voneinander einzustellen
Zur kompletten Projektbeschreibung

Minimierung der Ertragsverluste durch Kantenabfall, Breitung und Formfehlern durch integrierte Regelung auf Basis von Software Sensoren und innovativer Aktuatorik in Kaltwalzwerken

Prozesseigenschaften:
  • Ziel des Projektes: Kantenabfall und Breitung beim Herstellungsprozess von Flachprodukten untersuchen m.H. von Messungen und Modellen

  • Implemtierung eines Software Sensors und Entwicklung eines optischen Messverfahrens 

  • erfolgreiche Erfassung qualitätsrelevanter Daten im Kaltwalzwerk

Zur kompletten Projektbeschreibung

Beste verfügbare Technik

Optimierung des Emulsionssystems

Optimierung des Emulsionssystems beim Anlassen durch:

  • Einsatz von Niedrigdruck-Sprühvorrichtungen für die Emulsion

Die Atomisierung der Dressieremulsion sollte durch die Wahl geeigneter Sprühdüsen und Drücke minimiert werden.

  • Anpassung der Sprühdüsen an die Bandbreite

Da Dressieremulsion nicht im Kreislauf gefahren wird, reduziert die Optimierung des Einölvorgangs den Emulsionsverbrauch.

Vorteile:

  • reduzierte Ölemissionen
  • reduzierter Ölverbrauch

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 201

Fertigbearbeiten

Beste verfügbare Technik

Erfassen und Abscheiden der Ölnebel beim Einölen

Ölemissionen, die beim Einölen/Sprühen zum Schutz des Bandes entstehen, können durch Absaughauben, gefolgt von Nebelabscheidern und Elektrofiltern reduziert werden. Das abgeschiedene Öl kann in den Einölprozess zurückgeführt werden.
Vorteile:

  • Reduktion der diffusen Ölnebelemissionen
  • reduzierter Ölverbrauch

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 203

Optimierte Endbearbeitung

  • reduzierter Schrottanfall duch eine optimierte Endbearbeitung

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 205

Reduktion und Recycling von Schrott

  • Reduktion und Recycling von Schrott durch Möglichkeiten zum internen Recycling von Schrott (aus Besäumen und Endbearbeitung usw.)
  • Hinsichtlich der metallischen Nebenprodukte ist die Erfassung des beim Schneiden anfallenden Schrotts sowie der Bandanfänge u. -enden und deren Rückführung in den metallurgischen Prozess sinnvoll.
  • Eine gute Prozesskontrolle hilft Materialverluste zu reduzieren.

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 205, S. 234

Prozessperipherie und übergeordnete Maßnahmen

Projekte

Einsatz von Trockenschmierstoffen (sog. „Hot Melts“) in der Blechumformung

Prozesseigenschaften:
  • Durch den Einsatz von Trockenschmierstoffen (sog. „Hot Melts“) kann die Wirtschaftlichkeit in den Prozessketten der blechumformenden Industrie gesteigert werden.
  • durch den Einsatz von Hot Melts konnten im Rahmen eines Verbundprojektes anhand seriennaher Versuche folgende Ergebnisse erzielt werden: 
    • Schmierstoffreduktion von bis zu 80%
    • der Wegfall von Nebentätigkeiten wie Ölen oder Säubern führt zu einer Produktivitätssteigerung beim Tiefziehen von ca. 30 %; Einsparungen in den nachfolgenden Prozessschirrten (insbesondere bei der Entfettung)
    • exzellente Biegeeigenschaften, riefen- und kratzerlose Oberfläche sowie ein sauberer Arbeitsplatz
    • Senkung der Ausschussquote
Zur kompletten Projektbeschreibung

Einsparung an Rohstoffen und Reduzierung der Umweltbelastung durch Verbesserung des Ausbringens bei der Erzeugung von Stahlbändern

Prozesseigenschaften:
  • ellipsometrisches on-line Verfahren zur Messung von Restverschmutzungen und Ölauflagen an schnell laufenden Stahlbändern

  • optimierte Reinigungsprozesse durch den Einsatz des Messsystems in Reinigungs- bzw. in Entfettungslinien

  • daraus resultiert eine erhöhte Produktqualität bei gleichzeitiger Umweltentlastung

Zur kompletten Projektbeschreibung

Untersuchungen zu Verschleiß und Bandsauberkeit beim Kaltwalzen

Prozesseigenschaften:
  • Analysen für ein vertieftes physikalisches Verständnis zur Entstehung der Rückstände (Bewertungen von Produktionsergebnissen, Ergebnisse unterschiedlicher Pilotanlagen zur Simulation des Kaltwaltprozesses, Online-Messsysteme zur Bewertung der Bandsauberkeit bzw. Analyse der Walzemulsion, experimentelle Modelluntersuchungen)
  • als wesentliche Einflussgröße wurden der Walzenwerkstoff (Verchromung) sowie die Oberflächentopografie von Walze und Band identifiziert
Zur kompletten Projektbeschreibung

Verbessertes Qualitätsmanagement in Kaltwalz- und Bandbehandlungsanlagen durch Kombination von FMEA mit datenbasierten Methoden

Prozesseigenschaften:
  • Projekt, das  „Fehlermöglichkeit und Einfluss Analyse“ (FMEA) und datenbasierten Modellverfahren verbindet

  • maßgebenden Ursachen für mehrere konkrete Qualitätsprobleme wurden gefunden; nach deren Beseitigung konnte das Auftreten der Qualitätsfehler signifikant, zum Teil sogar um einen zweistelligen Prozentwert reduziert werden

Zur kompletten Projektbeschreibung

Zukunftsweisende Steuerung und Optimierung des Kaltwalzprozesses für Reversiergerüste

Prozesseigenschaften:
  • empirische Regeln und Vorgehensweisen sollen durch die intelligente und konsequente Nutzung aller verfügbaren Informationen und durch die Neuentwicklung von Berechnungsmodellen ersetzt werden:

  1. Berücksichtigung einer vorausberechneten Bandplanheit sowie einer vorausberechneten Wahrscheinlichkeit über das Auftreten von Oberflächen- o. Formfehlern bei der Stichplanberechnung

  2. Entwicklung eines Programms zur Optimierung der Walzengeometrie

  3. Erweiterung der Stellmöglichkeiten bei bestehenden 20-Rollen-Gerüsten

Zur kompletten Projektbeschreibung

Beste verfügbare Technik

Kontinuierliche Überwachung der Emulsionsqualität

Die Qualität der Emulsion kann durch verschiedene schwer zu überwachende Zwischenfälle reduziert werden: Verschleppung von Säure aus der Beizlinie, Verunreinigung durch Emulsionskühlwasser, Verunreinigung mit Hydraulik- oder Morgöl, Zerstörung der Eigenschaften durch Bakterien oder Aufkonzentrierung von feinen Eisenteilchen. Solche Zwischenfälle führen oft zu einem partiellen oder vollständigen Austausch der Tandememulsion.
Eine regelmäßige oder, wenn möglich, kontinuierliche Kontrolle der wesentlichen Emulsionseigenschaften (Ölkonzentration, pH-Wert, Verseifungsfaktor, Säuregehalt, Konzentration möglicher Verunreinigungen, Konzentration feiner Eisenteilchen usw.) bietet die Möglichkeit, Störungen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Vorteile:

  • reduzierter Öl-/Emulsionsverbrauch
  • Reduktion der Altemulsionsmenge, die behandelt und entsorgt werden muss

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 188

Optimierter Emulsions-/Ölgebrauch

Die auf dem das Walzgerüst verlassendem Band verbleibende Ölmenge, die einen wesentlichen Teil des Ölverbrauchs ausmacht, ist abhängig von der Ölkonzentration im letzten Walzgerüst. Daher sollte die Ölkonzentration im letzten Gerüst auf das für die Schmierung erforderliche Minimum beschränkt werden. Außerdem sollte die Verschleppung von Emulsion aus vorhergehenden Walzstichen, in denen die Konzentration höher ist, geringer als die minimale Arbeitskonzentration sein. Die möglichen Maßnahmen (Trennung der Emulsionswannen, Abschirmung der einzelnen Walzgerüste) sind spezifisch für jede einzelne Anlage.

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 189

Trockenschmierstoffe als Alternative

Als Alternative zur Schmierung im Produktionsprozess werden von einigen Halbzeugherstellern bereits mit Schmierstoffen beschichtete Stahlbänder angeboten. Zur Beschichtung werden vorwiegend Trockenschmierstoffe eingesetzt. Neben Systemen auf Molybdänsulfid-Basis (MoS2) werden dazu auch s.g. „Hotmelts“ verwendet. Das sind Wachse auf Mineralölbasis mit Additiven, die das Umformverhalten bei Stählen verbessern. Der Hotmelt-Auftrag erfolgt durch Aufsprühen im heißen Zustand, teilweise bereits im Halbzeugwerk. Nach dem Abkühlen bildet sich ein sehr dünner, grifffester Film auf der Bandoberfläche, der auch beim Lagern und Handling stabil ist. Beim weiterverarbeitenden Betrieb entfällt damit das gesamte Schmierstoffhandling. Die Anwendungsbereiche sind derzeit überwiegend in der Automobilindustrie und in der Großserienfertigung.

Quelle(n):

  • Informationszentrum für betrieblichen Umweltschutz [IBU] (2015b): Minimalmengen-Schmierung bei Kaltwalzprozessen [online]. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, verfügbar unter: Link

Vorwärmen des Einsatzgutes

Vorwärmung des Einsatzmaterials kontinuierlicher Glühlinien durch Abgas:
Die Vorwärmung kann entweder direkt durch den Kontakt der Abgase mit dem Material oder indirekt über ein Schutzgas, das in einem Wärmetauscher durch das Abgas erwärmt wurde, erfolgen. Der direkte Kontakt ist nur unter bestimmten, kontrollierten Bedingungen (Temperatur des Gases und des Bandes, Oxidationspotential des Gases, Feuchtegehalt, Verunreinigung des Gases mit Feststoffen) möglich. Das Resultat ist eine Reduktion des Energieverbrauchs.

Quelle(n):

  • Umweltbundesamt (2001): Beste verfügbare Techniken in der Stahlverarbeitung. Umweltbundesamt, Dessau S. 200

Videos

Rundgang LED-Technik in Unternehmen

Weniger Strom im Büro

LED-Leuchten sparen Energie

Schnell, genau und effizient mit Daten-Monitoring

Legende

* Kaltwalzen von hochlegierten Stählen


Worauf warten Sie noch?

Sie haben bereits Ressourceneffizienz umgesetzt? Melden Sie sich bei uns mit aktuellen Projekten und Ideen. Oder möchten Sie detaillierte Informationen aus unserem Angebot?

Schreiben Sie uns!
Fehler beim Senden Fehler beim Senden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Vielen Dank Ihre Nachricht wurde erfolgreich gesendet. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.