Reichweite und Rohstoffe für Zukunftstechnologien

Die Reichweite nichterneuerbarer Rohstoffe ist begrenzt. Dies betrifft Energierohstoffe, wie Erdöl, Erdgas, Uran, Stein- oder Braunkohle. Während Stein- und Braunkohle noch lange Zeit verfügbar sein werden, sind die Reserven einiger Metalle bereits heute sehr gering. Beispielsweise liegen die Reserven von Blei, Zink und Zinn bei etwa 20 Jahren, bei Chrom 26 und bei Kupfer 32 Jahre [Behrendt (2007)].

Reichweite nichterneuerbarer Rohstoffe (Grafik: Behrendt 2007, Faulstich 2009)

Zukunftstechnologien erfordern eine große Vielfalt an teilweise seltenen Rohstoffen. Die schnelle Technologieentwicklung bedingt ein ebenso schnelles flexibles Reagieren der Rohstoffbereitstellung, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die Anzahl von in der Halbleiterindustrie eingesetzten Materialien ist von 8 Elementen in den 1990er Jahren auf etwa 50 Elemente seit 2005 angestiegen [Theis (2005)]. Die Verfügbarkeit erneuerbarer Rohstoffe ist ebenfalls beschränkt. Grenzen bestehen beispielsweise in der verfügbaren Fläche zum Anbau von Biomasse.

Preisentwicklung am Rohstoffmarkt

Für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes sind aber nicht abstrakte Reichweiten von Rohstoffen von Interesse, sondern vielmehr die aktuellen Marktpreise für Materialien, Halbzeuge und Vorprodukte. Preisschwankungen sind äußerst kurzfristig und können ein Mehrfaches des Ausgangspreises aufweisen.

Preisentwicklung von Kupfer und Zinn (Quelle: London Metal Exchange, www.lme.com (2011)

Kostenstruktur im verarbeitenden Gewerbe

Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass etwa 45 Prozent der Kosten im verarbeitenden Gewerbe durch den Einkauf von Material entstehen [Staba (2010)]. Da die Materialkosten nicht nur Material, sondern auch Halbzeuge, Bauelemente und Baugruppen umfassen, sind neben reinen Rohstoffkosten auch Kosten für Energie und Personal enthalten.

Diagramm Kostenstruktur im verarbeitenden Gewerbe (Grafik: Statistisches Bundesamt, 2010)

Dennoch lohnt es sich für Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, Möglichkeiten zur Verringerung der Materialkosten zu erarbeiten und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Denn: Eine Verminderung der Materialkosten bei gleichem Produktionsergebnis führt direkt zu einer Steigerung des Gewinns.

Nutzen im Unternehmen

Direkte und indirekte Nutzen durch Steigerung der Ressourceneffizienz:

  • geringere Herstellkosten
  • verminderte Abhängigkeit vom Rohstoffmarkt (Preisschwankungen und Verfügbarkeit)
  • geringere Nutzungskosten als Marktvorteil
  • besseres Unternehmensimage als Marktvorteil

 

 

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