#Earthday 2022: Die Natur zum Vorbild - Mit Bionik zu mehr Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft stehen mit Blick auf den zukünftigen Umgang mit globalen Umweltkrisen mehr denn je im Fokus gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Erwägungen. Diese Entwicklung trifft auch seitens Wissenschaft und Forschung auf Zustimmung. Nicht zuletzt, weil sich Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft in ihren Prinzipien auch an der Natur selbst orientieren – und so für eine nachhaltigere Produktionsweise unter Rückgriff auf innovative Technologien stehen.

Sich die Natur zum Vorbild zu nehmen ist im industriellen Kontext kein gänzlich neuer Ansatz. Vielmehr liegt hierin bereits die interdisziplinäre Leitidee der Bionik verankert: Phänomene der Natur in die Technik übertragen. So geht es in der Bionik grundlegend um die Identifikation von Bauweisen und Funktionsprinzipien biologischer Vorbilder, um auf dieser Basis neue technische Lösungen und Innovationen zu entwickeln. Ressourceneffizienz ist allerdings nur in wenigen Fällen ein prioritäres Ziel von Unternehmen, wenn sie auf Bionik in ihren Entwicklungsprozessen setzen.

Wenn Bionik auf Leichtbau trifft

Dabei bietet eine ressourceneffiziente Fertigung unter Einbezug von bionischen Methoden in Produktions- und Innovationsprozesse gerade für kleine und mittlere Unternehmen erhebliche Einsparpotenziale – auch und vor allem im Zusammenspiel mit Leichtbautechnologien. Die Schnittmengen beider Prinzipien lassen sich dabei leicht identifizieren: Beide Konzepte umfassen mehr als die bloße Gestaltoptimierung von Produkten, beide setzen bereits bei der Produktentwicklung an und sowohl Bionik als auch Leichtbau können zur Energie- und Materialeffizienz beitragen. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass bionisch optimierte Leichtbaustrukturen aus der heutigen industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken sind.

Um u. a. die vielfältigen Ressourceneffizienzpotenziale von Bionik in der Fertigung weiter in den Fokus von KMU zu rücken, greifen sowohl die Kurzanalyse Nr. 19 „Ressourceneffizienz durch Bionik“ als auch der Technologiefilm „Bionische Wölbstrukturen – Die Natur als Vorbild für Ressourceneffizienz“ des VDI Zentrums Ressourceneffizienz das Thema umfassend und informativ auf.

Im Zuge des Films werden dabei u. a. die Besonderheiten hexagonaler Wölbstrukturen, wie sie in der Natur u. a. bei Schildkrötenpanzern oder Bienenwaben zu finden sind, für die Industrie herausgestellt. Die daraus resultierende Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten für wölbstrukturierte Materialien und Produkte ist dabei ebenso vielfältig wie die Einsparpotenziale, die sich für Betriebe mit Blick auf den Ressourceneinsatz ergeben. Eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Umwelt.

Weiterführende Informationen des VDI ZRE:

Zum Leitfaden Ressourceneffizienz
Zu den Kurzanalysen des VDI ZRE
Zu den (Technologie-)Filmen des VDI ZRE auf YouTube

Kontakt

Das Foto zeigt Lydia Strutzberg, Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit, im VDI Zentrum Ressourceneffizienz im Portrait. Das Foto zeigt Lydia Strutzberg, Referentin Presse und Öffentlichkeitsarbeit, im VDI Zentrum Ressourceneffizienz im Portrait.

Weitere aktuelle Meldungen

  • Pressemitteilung
© PantherMedia / gmg9130; Christopher Boswell; portosabbia, VDI ZRE (v.r.n.l.v.o.n.u.)

Materialdatenbank zu Sekundärrohstoffen erweitert

28.11.2022

Immer knappere Ressourcen und unsichere Lieferketten machen Alternativen zu Primärrohstoffen zunehmend relevant. Die Suche nach Nebenprodukten und Sekundärrohstoffen erleichtert die nun auf 6 Kategorien erweiterte Materialdatenbank des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE).

mehr
  • Gute-Praxis-Beispiele
Plakette im VDI ZRE-Blau, die die Auszeichnung als Gute-Praxis-Beispiel symbolisiert© VDI ZRE

Gute-Praxis-Beispiel: Mithilfe von Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement in eine ressourceneffiziente Druckindustrie

23.11.2022

Die Nachfrage nach umweltschonend hergestellten Druckerzeugnissen steigt stetig, und das vor dem Hintergrund von insgesamt sinkenden Produktionsvolumen und Umsätzen in der deutschen Druckindustrie. Die Herausforderung hierbei: die in der Branche traditionell hohen Rohstoff- und Energieverbräuche.

mehr