Wissen teilen und Wandel gestalten: Palästinensische Delegation im VDI ZRE

Am 6. Juli 2026 begrüßten wir, koordiniert von der GIZ Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, eine palästinensische Delegation im VDI ZRE. Die Teilnehmenden kamen u.a. aus palästinensischen Industrie- und Wirtschaftsverbänden der Sektoren „Bau“, „Kunststoffe“, „Lebensmittel“ sowie „Steine und Marmor“, aus Handels- und Industriekammern sowie dem Wirtschaftsministerium. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung im deutschen Industriesektor – insbesondere für KMU – funktionieren und welche Lehren sich daraus ziehen lassen.

Eine Personengruppe aus Frauen und Männern, die vor einem großen Wandbild steht, auf dem zu lesen ist "Wir gestalten Zukunft".© GIZVertreterinnen und Vertreter palästinensischer Industrie- und Wirtschaftsverbände der Sektoren „Bau“, „Kunststoffe“, „Lebensmittel“ sowie „Steine und Marmor“, aus Handels- und Industriekammern sowie dem Wirtschaftsministerium kamen am 6. Juli 2026 im VDI ZRE in Berlin zusammen, um sich zu den Themen Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung im deutschen Industriesektor mit Fachleuten vor Ort auszutauschen. Koordiniert wurde das Treffen von der GIZ Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.


Regulierung & Standardisierung
Normen und gesetzliche Rahmenbedingungen sind zentrale Hebel, um Kreislaufwirtschaft sektoral zu verankern. Besonders in materialintensiven Branchen wie dem Bauwesen oder der Kunststoffverarbeitung schaffen verbindliche Standards Planungssicherheit und treiben letztlich auch Innovation an.

Kooperation & Stakeholder-Dialoge
Kreislaufwirtschaft gelingt nicht im Alleingang. Entlang von Wertschöpfungsketten, doch besonders im Zusammenspiel zwischen Unternehmen und öffentlichen Akteuren, sind daher strukturierte Dialoge entscheidend, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln und Vertrauen aufzubauen.

Politische Instrumente zur Unternehmensunterstützung
Von Förderprogrammen über Informationsangebote bis hin zu regulatorischen Anreizen: Diskutiert wurde, welche Instrumente KMU dabei helfen (können), den Einstieg in die Welt der Kreislaufwirtschaft so praxisnah und einfach wie möglich zu gestalten.

Sekundärrohstoffe & Recycling
Ein weiteres zentrales Thema war zudem der Ausbau hochwertigen Recyclings, um Sekundärrohstoffe in ausreichender Menge und Qualität bereitzustellen und so die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern.

Digitalisierung als Enabler
Entlang des gesamten Austauschs zeigte sich: Digitale Werkzeuge machen Kreislaufwirtschaft mess- und steuerbar, etwa mithilfe von Materialverfolgung oder Stoffstrommanagement. Dabei stellte sich auch die Frage, wie notwendiger Datenaustausch mit dem Schutz von Betriebsgeheimnissen in Einklang gebracht werden kann.

 

Wir danken allen Teilnehmenden für die lebhafte und bereichernde Diskussion sowie die spannenden Erkenntnisse! 

 

Über das VDI ZRE
Das VDI ZRE ist als das Kompetenzzentrum für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz zentrale Anlaufstelle für betriebliche Ressourceneffizienz und Kreislaufführung in Deutschland. Es bereitet Wissen zu Umwelttechnologien sowie zu material- und energieeffizienten Prozessen allgemeinverständlich auf. Das Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups bei der Umsetzung einer zirkulären Wirtschaftsweise und Maßnahmen zur Ressourceneffizienzsteigerung zu unterstützen. Die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) entwickelten Instrumente zur Bewertung und Darstellung von Ressourceneffizienzpotenzialen und zur Unterstützung von zirkulärem Wirtschaften sind auf www.ressource-deutschland.de kostenlos verfügbar.

 

 

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