Lehmbaustoffe

Das Bild zeigt einen mit Schiebewänden aus Glas und Holz geteilten Büroraum.© www.archlab.de

Lehm ist weltweit verfügbar, emissionsarm in der Herstellung und mit geringem Energieaufwand vollständig wiederverwertbar. Das Material kann vielfältig eingesetzt werden und findet z. B. Anwendungen als Putz, Platten, Steine oder Farben. Aufgrund der Wasserlöslichkeit, die sich positiv auf die Wiederverwertung auswirkt, müssen Lehmbaustoffe vor Witterung und hoher Feuchtigkeit geschützt werden* Schreckenbach, H. (2014): lehmbau info - Verbraucherinformation. 2, Auflage. Dachverband Lehm e.V., (abgerufen am: 10.03.2022). . Grundsätzlich sollte beim Einsatz von Lehm auf einen nachhaltigen Rohstoffabbau geachtet werden.

Materialdatenbank

Der Einsatz von Sekundärrohstoffen trägt zu einem umweltschonenden Umgang mit Ressourcen bei. Unternehmen übernehmen damit nicht nur ökologische Verantwortung, sondern sparen durch den verringerten Primärrohstoffeinsatz Kosten. Außerdem können Stoffe, die in der Produktion und am Ende des Produktlebenszyklus anfallen, in den Kreislauf zurückgeführt werden. Die Materialdatenbank des VDI Zentrums Ressourceneffizienz gibt eine Übersicht über die Verwertung, den Ankauf und die Veräußerung von Materielien aus den Gruppen Metall, Kunststoffe, Bau, Glas, Papier und Textil.

Gute Praxis Beispiele

Lemix 2.0: Lehmplatten mit natureplus-Zertifikat

Die Firma Hart Keramik AG stellt Lehmbauplatten mit rückseitigem Jutegewebe für den Innenausbau her. Die Lehmplatte ist DIN-konform und bietet eine ressourcenschonende Alternative zu Gipskartonplatten. Unter den bekannten Vorteilen von Lehm ist insbesondere auch der Vorteil der Wärme- und Feuchteregulierung hervorzuheben. Dadurch werden biotische Materialien vor Schimmelbildung geschützt.

Literatur:

Hart Keramik AG (2020): Der älteste Baustoff der Welt in seiner modernsten Form [online]. Hart Keramik AG [abgerufen am: 10.03.2022], verfügbar unter: lemix.eu/produkt/LemixLehmplatte