Neben dem ökologischen Handeln zur Erreichung der Klimaziele wird auch die Digitalisierung als einer der gegenwärtigen Megatrends betrachtet. Die fortschreitende Miniaturisierung im Hardwarebereich sowie die rasante Entwicklung des Softwarebereichs führen zu einer stetigen Ausweitung der Digitalisierung in den verschiedensten Bereichen. Dadurch können sowohl neue innovative Geschäftsideen als auch einzelnen Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen entwickelt werden.* Zukunftsinstitut GmbH (2024): Megatrends (online) – Dossier. Zukunfts-institut GmbH (abgerufen am: 08.11.2024).
Durch die Erfassung von Daten können z.B. Fehler im Produktionsbetrieb erkannt, Verbesserungspotenziale identifiziert und Vorhersagen über zukünftige Ereignisse getroffen werden. Auf dieser Basis können gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Ressourceneffizienz entwickelt werden, die insbesondere im verarbeitenden Gewerbe zu erheblichen Material- und Energieeinsparungen führen können, was wiederrum signifikante Wettbewerbsvorteile für Unternehmen bedeuten kann.
Trotz der zahlreichen Vorteile, welcher der Einsatz von digitalen Technologien bietet, können auch Herausforderungen für Unternehmen auftreten.
Die Fähigkeit zur Lokalisation von Handlungsfeldern, die Beschreibung der Zielsetzung, die Identifikation notwendiger bzw. bestehender Datenquellen und die Formulierung eines Anwendungsszenarios ist für die Unternehmen häufig Herausforderung aber auch Chance.
Die Umstellung auf digitale Technologien erfordert erhebliche Investitionen in neue Hardware, Software und Schulungen. Dies kann insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen eine große Herausforderung darstellen.* Mathias Diwo (2023): Digitalisierung im Unternehmen: Von der Vision zur Realität (online) (abgerufen am: 26.09.2024).
Mit der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und Systemen steigt auch das Risiko von Cyberangriffen. Um ihre Daten und Systeme zu schützen, müssen Unternehmen daher in robuste Sicherheitsmaßnahmen investieren.* Mathias Diwo (2024): Digitalisierung im Unternehmen: Den Wandel gestalten (online) (abgerufen am: 26.09.2024).
Bestehende Systeme und Maschinen, verfügen oft nicht über die notwendige Sensortechnik und Kommunikationstechnologie. Die Integration dieser Altsysteme in eine moderne, vernetzte Produktionsumgebung kann komplex und kostspielig sein.* Cassini: Digitalisierung im Mittelstand (online) (abgerufen am: 26.09.2024).
Die frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden in den Veränderungsprozess ist von entscheidender Bedeutung, um Widerstände abzubauen und Akzeptanz für die neuen digitalen Technologien zu schaffen. Die erfolgreiche Einführung dieser Technologien ist maßgeblich davon abhängig, dass die Belegschaft die Veränderungen unterstützt und mitträgt.
Die Einführung digitaler Technologien bedingt die Aneignung spezifischer Kompetenzen, insbesondere im Kontext der Interaktion von Elektrotechnik, Informationstechnologie und Ressourceneffizienz.
Die korrekte Einschätzung der benötigten Datenmenge und -qualität stellt für Unternehmen eine signifikante Herausforderung dar. Obwohl häufig eine Vielzahl an Daten erhoben wird, sind diese nicht immer für die Erfassung von Ressourcenverbräuchen geeignet. Es empfiehlt sich, frühzeitig auf die Expertise von Fachleuten aus dem Bereich Data Mining zurückzugreifen, beispielsweise in Form von Beratungsleistungen oder durch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Eine robuste IT-Infrastruktur ist eine grundlegende Voraussetzung für den Erfolg digitaler Initiativen. An vielen Produktionsstandorten kann eine unzureichende Qualität der Internetverbindung, z.B. aufgrund unzureichender WLAN-Ausleuchtung, den Fortschritt von Projekten und Arbeitsabläufen behindern. In solchen Fällen sollten kabelgebundene Lösungen in Betracht gezogen werden, um eine stabile und zuverlässige Verbindung für vernetzte Systeme zu gewährleisten.
Um dieser Herausforderung adäquat zu begegnen, ist es für Unternehmen unerlässlich, zunächst zu definieren, in welchem Bilanzraum der Ressourcenaufwand ermittelt werden soll. Dies kann beispielsweise auf Unternehmensebene, auf Abteilungsebene, auf Anlagenebene oder auf Prozessebene erfolgen. Es wird empfohlen, zunächst die Gesamtströme auf Unternehmensebene zu erfassen und diese dann auf die entsprechenden Abteilungen oder Bereiche zu verteilen. Auf diese Weise können in einem ersten Schritt besonders hohe Material- oder Energieverbräuche identifiziert werden. Nach der Erhebung der erforderlichen Daten in einer den Anforderungen entsprechenden Qualität und Quantität ist eine anschließende Analyse möglich, auf deren Basis Maßnahmen zur Optimierung der Ressourceneffizienz entwickelt werden können.