Dieses Kapitel vermittelt das Verständnis der Ökodesign-Prinzipien. Die Prinzipien dienen als Leitregeln für die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen, um Umweltauswirkungen zu minimieren – beispielsweise durch einen reduzierten Energieverbrauch, die Vermeidung von Schadstoffen und die effizientere Nutzung von Ressourcen. Sie umfassen:
Diese Prinzipien bieten Orientierung für umweltfreundlichere Entscheidungen im Designprozess, unabhängig von komplexen Analysen und Bewertungen. Nachfolgend werden die Prinzipien detailliert vorgestellt.* Umweltbundesamt (2024e): Ökodesign-Prinzipien (online) (abgerufen am: 06.06.2024).
Es kann durchaus vorkommen, dass die vorgestellten Prinzipien in bestimmten Anwendungsfällen miteinander oder auch in sich selbst Konflikte hervorrufen. In diesem Fall sind diese Zielkonflikte auszuverhandeln.
Für die Langlebigkeit lassen sich beispielsweise folgende Zielkonflikte formulieren:
Die Strategie der Ressourceneffizienz kann als Teilmenge des Ecodesigns verstanden werden. Dabei bildet diese Teilmenge nicht nur das Ecodesign-Prinzip „Ressourceneffizienz“ selbst ab, sprich den verringerten Einsatz von beispielsweise Primärrohstoffen, Energie und Wasser im Produktsystem. Alle Prinzipien des Ecodesigns beeinflussen entweder direkt oder indirekt die Ressourceneffizienz. Eine Adressierung der anderen Ecodesign-Prinzipien kann demzufolge mit zur Senkung des Ressourceneinsatzes in den einzelnen Lebenswegphasen beitragen.