Energieeffiziente Gebäudeautomatisation
Die Gebäudeautomation bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, ein Gebäude intelligent zu steuern. Allerdings werden hierfür zahlreiche Sensoren und Steuergeräte benötigt, welche viel Energie erfordern. Um den Energieeinsatz zu reduzieren, können verschiedene Ansätze verfolgt werden. Zunächst sollte geklärt werden, welche Bereiche die Gebäudeautomation umfassen soll und ob die bisherige Struktur herstellerunabhängig erweitert oder angepasst werden kann. Können die Module unabhängig vom herstellenden Unternehmen gewählt werden, so kann bereits bei der Auswahl der Module auf die Energieeffizienz geachtet werden. Besteht eine Abhängigkeit zu einer Herstellerfirma, da dieser beispielsweise das einzige Anbieterunternehmen der Technologie ist, so ist zu prüfen, ob das System zumindest so erweitert werden kann, dass die damit verbundenen Module herstellerunabhängig ausgewählt werden können.
Ein anderer Ansatz besteht darin, die Gebäudeautomation so zu steuern, dass nur die Module mit Energie versorgt werden, welche auch aktiv benötigt werden. Im einfachsten Fall geschieht dies über eine Zeitschaltuhr. Ein ressourceneffizienter Ansatz kann allerdings auch beinhalten, dass die Sensoren hierarchisch angeordnet werden. So kann eine Lichtschranke am Eingang das Signal geben, um die Stromversorgung der Beleuchtungsanlagen zu starten. Hierdurch kann erreicht werden, dass nur der Anteil der Module tatsächlich mit Strom versorgt wird, der akut genutzt wird. Im Idealfall wird eine Kombination von beiden Ansätzen gewählt – also ein Gebäudemanagementsystem aus herstellerunabhängigen Modulen, welche nur mit Strom versorgt werden, wenn diese genutzt werden. Dieses intelligente System ermöglicht es, eine erhebliche Menge an elektrischer und thermischer Energie einzusparen, und trägt so zu einer Schonung der Umwelt bei.
Literatur:
Dehli, M. (2020): Energieeffizienz in Industrie, Dienstleistung und Gewerbe – Energietechnische Optimierungskonzepte für Unternehmen, Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, ISBN 978-3-658-23204-7.
Einschätzung für die Anwendenden
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Materialeinsparunggering
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Energieeinsparunghoch
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THG-Einsparunghoch
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Investitionskostenmittel
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Umsetzungsaufwandmittel
Die Angaben zu Material-, Energie- und THG-Einsparungen, Investitionskosten sowie Umsetzungsaufwände sind qualitative Abschätzungen auf vergleichender Basis.
Entwicklungsstadium
- Labor
- Technikum / Demonstrator
- Industrielle Praxis
Labor: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird im Labormaßstab entwickelt.
Technikum / Demonstrator: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in einer Technikums- oder Demonstrator-Anlage umgesetzt.
Industrielle Praxis: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in der Produktion oder anderen Anwendungsbereichen eines Industrieunternehmen eingesetzt.
Beispiele aus der Forschung und Entwicklung
ERANET-MANUNET MANUbuilding Energieeffiziente Gebäude für industrielle Umgebungen
EnOB: KINERGY – Ganzheitliche intelligente Heizungsanlagenüberwachung und Optimierung durch künstliche Intelligenz
Weitere Technologien
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