Glossar

Abbau

Der Abbau ist die planmäßige Förderung und Gewinnung von Rohstoffen wie Erzen und Mineralien im Tief- oder Tagebau“ bzw. unter oder über Tage (Quelle: Kupferspuren, Link).

Abfall

Abfälle sind im Sinne der deutschen Kreislaufwirtschaft Gegenstände, Stoffe, Rückstände oder Reste, „derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss“ und die entweder einer Vorbereitung zur Wiederverwendung, einer stofflichen oder energetischen Verwertung oder einer Beseitigung unterliegen (Quelle: Kreislaufwirtschaftsgesetz, Link).

Abfallhierarchie

Die Abfallhierarchie wird im § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) geregelt, verläuft fünfstufig und legt die grundsätzliche Rangfolge für einen nachhaltigen Umgang mit Abfällen fest. Hierbei bildet die Vermeidung von Abfällen die beste Variante, da erst gar keine Abfälle anfallen, und die Beseitigung die schlechteste, da kein weiterer energetischer oder stofflicher Nutzen aus dem Abfall gewonnen werden kann.

1. Vermeidung,
2. Vorbereitung zur Wiederverwendung,
3. Recycling,
4. sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung,
5. Beseitigung.

Diese zuvor genannten Maßnahmen sind in § 3 Abs. 20, 24, 25, 23 und § 26 KrWG legal definiert. In der Abfallhierarchie selbst werden keine Definitionen der einzelnen Maßnahmen vorgenommen (Quelle: BMU, Link).

Abiotische Rohstoffe

Abiotische Rohstoffe sind nicht nachwachsende, in der Natur vorkommende endliche Stoffe, die mechanisch oder chemisch abgebaut bzw. gewonnen werden können.“ Dazu zählen z. B. Erze, Salze und fossile Rohstoffe (Quelle: UBA, Linkhttps://www.umweltbundesamt.de/publikationen/glossar-ressourcenschutz).

Abwärmenutzung

Abwärmenutzung ist die Verwertung thermischer Energie, die bei industriellen Prozessen als Nebenprodukt anfällt (Quelle: Fraunhofer ISI, Link).

Additive Fertigung

Die DIN EN ISO 52900 beschreibt die Additive Fertigung (auch bekannt unter 3D-Druck) als den „Allgemeinbegriff für jene Technologien, mit denen, basierend auf einer geometrischen Darstellung, Gegenstände durch die sukzessive Zugabe von Material erzeugt werden“. Im Gegensatz zu klassischen spanenden Fertigungsverfahren, bei denen Material abgetragen wird, wird bei der additiven Fertigung schichtweise die nahezu beliebige Gestalt generiert. Je nach Anwendung der generierten Produkte wird unterschieden zwischen

  • Rapid Prototyping (Herstellung von Konzept-, Design-, Geometrie- oder Funktionsmodellen, die hinsichtlich des Materials und der Oberflächenqualität nicht einem Endprodukt entsprechen),
  • Rapid Tooling (Herstellung von Vorrichtungen, Werkzeugen und Formen),
  • Rapid Manufacturing (Herstellung von kundenspezifischen Endprodukten in Einzel- oder Kleinstserie),
  • Additive Manufacturing (Herstellung von Serienprodukten).“
    (Quelle: DIN EN ISO 52900; Fritz, A. Herbert; Schulze, Günter (Hrsg.) (2015): Fertigungstechnik, Springer, S. 113 f.)

Aktoren

Aktoren sind Bauelemente aus der Elektrotechnik, die es ermöglichen, elektrische Energie in nichtelektrische Energie umzuwandeln (Quelle: ITWissen, Link). 

Allgemein anerkannte Regeln der Technik

Als allgemein anerkannte Regeln der Technik zählen „schriftlich fixierte oder mündlich überlieferte technische Festlegungen für Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen, die nach aktueller Auffassung der beteiligten Kreise (Fachleute, Anwender, Verbraucherinnen und Verbraucher und öffentliche Hand) geeignet sind, das gesetzlich vorgegebene Ziel zu erreichen und die sich in der Praxis allgemein bewährt haben oder deren Bewährung nach aktueller Auffassung in absehbarer Zeit bevorsteht“ (Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Handbuch der Rechtsförmlichkeit, S. 85, Link).

Anthropogenes Lager

Ein anthropogenes Lager ist ein durch menschliche Tätigkeiten entstandenes Stofflager, wie beispielsweise ein Bürogebäude, ein Wohngebäude oder eine Abraumhalde. Das Recycling und die Wiedergewinnung von Rohstoffen aus einem anthropogenen Lager nennt man Urban Mining (Quelle: BMU, Link).  

Automatisierung/Automation

Unter Automatisierung versteht man das Ausrüsten einer Einrichtung, sodass sie ganz oder teilweise ohne Mitwirkung des Menschen bestimmungsgemäß arbeitet.
Ferner beschreibt die automatisierte Fertigung die maschinelle bzw. elektronische Umsetzung sämtlicher Komponenten „wie Bearbeitung, Steuerung, Handhabung von Werkzeugen und Werkstücken und Überwachung der Qualität“ (Quelle: Hagedorn, Jürgen; Sell-Le-Blanc, Florian; Fleischer, Jürgen (2016): Handbuch der Wickeltechnik für hocheffiziente Spulen und Motoren, Springer, S. 250).

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