Sauerstoff reinigt Industrieabluft

Kategorie(n): Luftreinhaltung | Lebenswegphase(n): Werkstoffherstellung, Recycling

Das Einschmelzen von metallischem Schrott dient der Ressourcenschonung und wird zur Gewinnung von Sekundärmetallen eingesetzt. Verfügbares Ausgangsmaterial ist jedoch häufig mit Verunreinigungen belastet. Chargen mit lackierten Metallteilen und anderen Fremdanhaftungen wie Kunststoffbeschichtungen sind hinsichtlich der beim Einschmelzen entstehenden Abgase als bedenklich einzustufen. Neben Geruchsbelastungen kommt es beim Verarbeiten dieser Metalle zur Emission von giftigen Stoffen. Die entstehenden Rauchgase enthalten häufig aromatische Verbindungen. Eine erweiterte kostenintensive Abluftbehandlung ist bei dem Betrieb von Ofenanlagen in diesem Falle unumgänglich.

Ein Ennepetaler Unternehmen hat bereits im Jahre 2002 im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Vorhabens einen innovativen Weg bei der Reinigung belasteter Abgase beschritten. Das Unternehmen ist spezialisiert auf das Wiederaufbereiten von Aluminium. Um auch auf verunreinigte Ausgangsmaterialien zurückgreifen zu können ohne kostenintensive Nachverbrennungsanlagen oder ähnliches zu implementieren, wurden Untersuchungen zu möglichen technologischen Lösungen durchgeführt. Eine den Randbedingungen entsprechende Lösung stellt in diesem Zusammenhang die Kombination einer Ionisationsanlage in Verbindung mit einer Aktivkohlefilter-Einheit dar.

Das Reinigungsprinzip beruht hierbei auf der Reaktivität von Sauerstoffionen. Diese werden in einer speziellen Anlagenkomponente durch elektrische Ladungsfelder erzeugt. Hierzu wird Frischluft angesaugt, ionisiert und dem Abgasstrom zugefügt. Die reaktionsfreudigen Ionen reagieren oxydativ mit den im Abgasstrom enthaltenen Schadstoffen und verringern die Geruchsbelastung im Umfeld der Produktionsstätte ebenso wie die Schadstoffkonzentration. Zusätzlich integrierte Aktivkohlefilter ergänzen den Reinigungsprozess und dienen als Sicherung gegen ein ungewolltes Entweichen schädlicher Gase. Diese Technik kam erstmals in dem beschriebenen Anwendungsgebiet zum Einsatz und zeigte Ergebnisse, die eine Nutzung der Methodik in weiteren Fällen nahelegt.


Quelle(n):

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit - Kurzbeschreibung www.bmu.de/foerderprogramme/doc/2368.php
Cleaner Production, UBA, Abschlussbericht, September 2002

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