Bauwerke umweltschonend im Boden verankern

Kategorie(n): Bauen und Gebäude | Lebenswegphase(n): Herstellung

Neue Bauwerke sacken im Laufe der Zeit immer ein wenig in den Boden ab. Die zu erwartende Tiefe ist abhängig von der Beschaffenheit des jeweiligen Untergrunds – also wie sandig, lehmig, locker oder feucht dieser ist. Um ein Absacken von mehr als 3 Zentimetern zu verhindern, muss der Untergrund des Bauwerkes häufig aufwendig vorbereitet und schlimmstenfalls nach Abtragung des ursprünglichen Bodens mit Beton ausgeschalt werden. Derartige Maßnahmen haben negative Auswirkungen auf die Umwelt, sind wenig effizient und sehr kostenintensiv.
Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig haben ein neues Verfahren entwickelt, das die Böden schont und umweltverträglich ist. Für den Bau großer Gebäude kann so ein tragfähiger Boden ressourcenschonend und mit einem deutlich geringeren Aufwand hergestellt werden. Dazu stellen die Mitglieder der so genannten G2 Gruppe Geotechnik Säulen aus gesiebtem Sand des Baugeländes mit Wasser und Bindemittelher, die senkrecht in den Boden eingebracht werden. Diese Säulen erhöhen die Tragfähigkeit der Böden im vergleichbaren Ausmaß, wie es herkömmliche Bodenvorbereitungsmaßnahmen leisten. Bei Laborversuchen und in einem Großversuch im Freiland konnten die genauen Parameter und Bedingungen erforscht werden, die bei dem Einsatz von unterschiedlichen Böden zu beachten sind, so dass dieses Verfahren nun gemeinsam mit Unternehmen zur Marktreife gebracht werden kann. Zukünftiges Ziel der Forschergruppe ist es, dieses Verfahren noch nachhaltiger zu gestalten, indem für die Herstellung der Säulen z. B. auch recyceltes Material verwendet wird.


Quelle(n):

EINBLICKE. Das Forschungsmagazin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, S. 40-43

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