Güterzüge sparen Strom

Kategorie(n): Fahrzeuge und Verkehr | Lebenswegphase(n): Nutzung

Die Deutsche Bahn AG hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Kohlendioxid-Emissionen von 2006 bis 2030 zu halbieren und bis 2050 vollständig emissionsneutral zu fahren. Um das zu erreichen, werden seit dem Jahr 2016 in E-Loks für Güterzüge Anzeigen des Systems „Leader" (Locomotive Engineer Assist Display and Event Recorder) eingebaut, die den Lokführern Geschwindigkeitempfehlungen geben. Diese liegen unterhalb der erlaubten Maximalgeschwindigkeit und berücksichtigen Steigungen und Gefälle für die nächsten Streckenkilometer. Wegen der im Vergleich zur Personenzügen wesentlich höheren Transportgewichte kann eine besonders stromsparende Fahrweise erreicht werden.

Das Projekt startete mit 300 ausgerüsteten Lokomotiven, 2018 waren es 500 Loks, bis Ende 2019 soll mit 650 Maschinen die Hälfte der Flotte von DB Cargo mit Leader ausgerüstet sein. Bereits heute wird im Güterverkehr auf der Schiene nur ein Viertel des Kohlendioxids erzeugt, das ein typischer Lastwagen beim Transport der gleichen Tonnage über die gleiche Strecke produziert. Diese Menge kann durch die optimierte Fahrweise mit vorgegebener Geschwindigkeitskurve weiter reduziert werden. In der Zukunft soll Leader mit Echtzeitdaten arbeiten, die die Situation vor und hinter dem Zug berücksichtigen. Dann werden Halt zeigende Signale bereits viele Kilometer im voraus angezeigt, so dass ein Lokführer durch das antriebslose Ausrollen des Zuges starkes Bremsen und energieintensives Anfahren aus dem Stillstand häufig vermeiden kann. Das Echtzeit-System muss aber hinter einem Güterzug schneller fahrende Personenzüge berücksichtigen, damit diese nicht unnötig ausgebremst werden.


Quelle(n):

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 294, 18.12.2018, Seite T2

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