Eisenbahnbrücke aus ultrahochfestem Beton

Kategorie(n): Baustoffe und Bauprodukte, Werkstoffe | Lebenswegphase(n): Herstellung, Nutzung

Für ultrahochfesten Beton existiert in Deutschland kein eingeführtes Regelwerk, weswegen er selten eingesetzt wird. Eine praktische Anwendung ist eine neue Eisenbahnbrücke auf der Strecke der Tegernsee-Bahn über den Dürnbach bei Gmund. Hier sollte der Abstand zwischen Bach und Brückenunterkante bei einem Hochwasser so groß wie möglich sein, was nur durch eine kompakte Brückenkonstruktion und flachere Bahnschwellen möglich ist. Im Vergleich zur Vorgängerbrücke konnten 25 cm Bauhöhe eingespart werden.

Möglich ist das durch die Eigenschaften des ultrahochfesten Betons, der besonders dicht ist und kaum Hohlräume besitzt. Er hält im Vergleich zu konventionellem Beton dem vier- bis fünffachen Druck stand. Seine Festigkeit entsteht durch ein genau abgestimmtes Verhältnis von Zementpartikeln, Additiven und abgestuften Gesteinskörnungen - und durch spezielle Mikrostahlfasern, die für Zugfestigkeit sorgen. Die 6,50 m lange Brücke konnte auf den vorhandenen Unterbau ihres Vorgängers aufgesetzt werden. Das Vorhaben wird durch den Lehrstuhl Massivbau der TU München wissenschaftlich begleitet.


Quelle(n):

Bauingenieur, Band 94, März 2019, S. A11

Worauf warten Sie noch?

Sie haben bereits Ressourceneffizienz umgesetzt? Melden Sie sich bei uns mit aktuellen Projekten und Ideen. Oder möchten Sie detaillierte Informationen aus unserem Angebot?

Schreiben Sie uns!
Fehler beim Senden Fehler beim Senden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Vielen Dank Ihre Nachricht wurde erfolgreich gesendet. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.