Klimafreundliche Kühlung

Kategorie(n): Luftreinhaltung, Kunststoffe, Produktionsinfrastruktur | Lebenswegphase(n): Herstellung

Das Krefelder Familienunternehmen Laufenberg GmbH hat in seinem Technikum ein Kühlsystem installiert, welches sowohl kostengünstig als auch klimafreundlich ist.
Das Unternehmen verarbeitet Kunststoffe, bei deren Produktion hohe Temperaturen auftreten. Zu hohe Temperaturen können dauerhafte Materialschäden hervorrufen und zur Schädigung von elektronischen Komponenten der Maschinen führen. Zudem entstehen bei der Kunststoffverarbeitung unangenehme Gerüche, die das Wohlbefinden der Angestellten am Arbeitsplatz einschränken. Um das optimale Kühlkonzept zu finden, mussten verschiedene Faktoren in die Planung einbezogen werden. Neben der Frage nach der besten Temperatur und Luftfeuchtigkeit wurden die Arbeitsweisen der einzelnen Maschinen in Simulationen betrachtet. So wurde berechnet, wie viel Luft abgeführt werden muss, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.
Die Laufenberg GmbH entschied sich für ein sogenanntes adiabatisches Kühlsystem, welches auf dem Prinzip der Verdunstung beruht. Die Installation der Anlage ist im Vergleich zu alternativen Systemen kostengünstig. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anlage mit bereits bestehenden Systemen kombiniert und somit die Kosten einer Neuinstallation eingespart werden können.
Auch der Betrieb des adiabatischen Kühlsystems ist bis zu 85 % günstiger als eine herkömmliche Kühlmethode. Kombiniert mit einer Wärmerückgewinnung kann das System ganzjährig zur Außenluftzufuhr eingesetzt werden. Selbst bei Außentemperaturen von über 30 °C kann die Zuluft um 10 °C gekühlt werden. Dabei wird der Produktionshalle ausschließlich frische Außenluft zugeführt.
In großen Produktionshallen wird oft eine Schichtlüftung eingesetzt, die gut mit der adiabatischen Kühlung kombiniert werden kann. Dies sorgt dafür, dass während der Produktion freigesetzte Emissionen mit der Luft nach oben aufsteigen, während frische Luft in die Aufenthaltsbereiche der Mitarbeitenden nachströmt.
Das Krefelder Unternehmen konnte durch die Installation des effizienten neuen Kühlsystems sowohl die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessern als auch den Verschleiß der Maschinenteile mit einer kostengünstigen Lösung minimieren.


Quelle(n):

Deutsches Ingenieurblatt 10-2019, S. 58 f.

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