Industrie 4.0 beim Litzenschweißen

Kategorie(n): Fertigungstechnik, Digitalisierung | Lebenswegphase(n): Herstellung

Aufgrund der hohen Kosteneffizienz und guten Zuverlässigkeit hat sich Litzenschweißen mit Ultraschall als ein verbreitetes Fertigungsverfahren in vielen Branchen etabliert, mit dem elektrische Verbindungen erzeugt werden können. Das Unternehmen Telsonic hat eine Steuerungs- und Bediensoftware entwickelt, mit der die Litzenschweißanlage direkt an ein Fertigungsmanagement¬system und somit an ein MES (Manufacturing Execution System) angeschlossen werden kann.
Durch Einbinden der Ultraschall-Litzenschweißanlage in das Netzwerk können alle technischen Parameter automatisch übermittelt und somit für die Optimierung der Produktionssteuerung genutzt werden. Aufgrund der Kompatibilität der Software mit verschiedenen Etikettendruckern können nach den einzelnen Produktionsschritten Etiketten mit den jeweils relevanten Informationen der Fertigung gedruckt werden.
Über einen Server, der als intelligentes Bindeglied zwischen MES und Schweißanlagen fungiert, kann die kundenspezifische Kabelsatzkonfektion vereinfacht sowie das Lastmanagement und die Prozess¬optimierung übernommen werden. Große Aufträge können somit auf mehrere Schweißanlagen aufgeteilt werden. Auch kann auf eine gleichmäßige Lastverteilung zwischen den Maschinen geachtet werden.
Das Qualitätsmanagement erfolgt über ein Qualitätskontrollzentrum, welches etwaige Fehler frühzeitig bemerkt und die Produktion stoppt, sobald es ein fehlerhaftes Produkt erkennt. Diese Informationen werden gespeichert und können jederzeit abgerufen werden. Zusätzlich werden Daten über den Materialtyp und das Alter des Materials gesammelt, sodass diese gemeinsam mit den Daten des MES für jede Litze verfügbar sind.
Die Produktionssicherheit wird durch verschiedene Maßnahmen erhöht, wie beispielsweise die Überwachung der Pneumatik der Schweißanlagen mit automatischer Unterbrechung der Produktion bei Störungen oder die Litzeneinlegehilfe, welche verhindert, dass Litzen nicht richtig eingelegt und somit nicht korrekt verschweißt werden.


Quelle(n):

IT&Produktion 9/2019, S. 30 f.

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