Rückgewinnung von Rohstoffen aus Bergbau- und Hüttenhalden

Kategorie(n): Metall | Lebenswegphase(n): Recycling, Beseitigung

Die auf Halden angesammelten Rückstände des Bergbaus und der Hüttenproduktion sind bisher nicht genutzte anthropogene Lagerstätten, die die Versorgungssicherheit Deutschlands mit wirtschaftsstrategischen Rohstoffen wie Indium, Wolfram, Zinn und Zink erhöhen können. Um das Potential von den über tausend deutschen Halden abschätzen zu können, haben drei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekte im Rahmen der Fördermaßnahme r³ ein Haldenkataster angelegt, Fernerkundungsmethoden entwickelt sowie mögliche Aufbereitungsprozesse erforscht.

Über Probebohrungen und geophysikalische Methoden wurden 3D-Modelle von ausgewählten Haldenkörpern erstellt, um Bereiche mit einem hohen Potential zum „Re-Mining“ zu visualisieren. Diese und weitere Informationen, beispielsweise über Materialien und deren Herkunft sowie Lage und Eigentumsverhältnisse, werden in einem deutschlandweiten Haldenkataster zusammengefügt um künftigen Generationen die heute nur begrenzt wirtschaftliche Rohstoffrückgewinnung von Eisen, Buntmetallen, Stahlveredlern und Hightech-Metallen zu ermöglichen. Darüber hinaus ermöglicht die entwickelte Fernerkundungsmethodik mittels Satellitendaten auf Basis unterschiedlicher Reflexionseigenschaften wertstoffhaltige Bereiche in Halden ausfindig zu machen. Dank eines neuartigen biologischen Laugungsverfahrens, können bereits jetzt rund 80 % der verbliebenen Blei-, Zink-, Kupfer- und Indium-Gehalte aus sulfidischem Haldenmaterial extrahiert werden. Neben der Gewinnung von Wertstoffen bietet der Rückbau alter Haldenkörper zudem die Chance, das Gefährdungspotential von Wasser und Böden durch Schadstoffe wie Schwermetalle zu senken.


Quelle(n):

BMBF-Fördermaßnahme r³; Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

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