Mit Zucker gegen Rost: Bis zu 80 Prozent weniger Biokorrosion

Kategorie(n): Oberflächentechnik, Metall, Abfall- und Abwassertechnik | Lebenswegphase(n): Nutzung

In Wassertransportleitungen oder Kühlkreisläufen bilden sich an Oberflächen regelmäßig Biofilme. Hier finden Mikroorganismen gute Lebensbedingungen vor, so dass sie sich schnell vermehren können. Ihre Stoffwechselprodukte enthalten unter anderem Säuren und verschiedene Polymere, die metallische Oberflächen angreifen. Der durch diese Biokorrosion verursachte Schaden wird auf 100 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Ein Korrosionsschutz wird bislang meist durch einen ökologisch bedenklichen Anstrich mit Bioziden vorgenommen.

In Forschungsprojekten wurde gezeigt, dass verschiedene Kohlenhydrate in der Lage sind, Metalle vor der Bildung von Biofilmen und damit vor Korrosion zu schützen. Dies geschieht entweder dadurch, dass Mikroorganismen von der Oberfläche verdrängt werden oder der korrosive Angriff ihrer Stoffwechselprodukte unterdrückt wird. Derzeit wird daran geforscht, ein Korrosionsschutzsystem auf der Basis von Cyclodextrin zu optimieren und dessen Langzeitstabilität zu verbessern, dass metallische Oberflächen in wässrigen Milieus langfristig vor Korrosion schützt, ohne dass umweltschädliche Biozide zum Einsatz kommen müssen.


Quelle(n):

Informationsdienst Wissenschaft

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