Batterieelektrode aus Eierschalen

Kategorie(n): Werkstoffe, Lebensmittel, Elektrotechnik | Lebenswegphase(n): Werkstoffherstellung, Beseitigung

Schalen von Hühnereiern bestehen aus einem Verbundwerkstoff von Calciumcarbonat (CaCO3) und einer proteinreichen Fasermembran. Sie werden als Naturstoffe in Biokeramik, in Kosmetika, in der Farbstoffindustrie oder als Separator in Superkondensatoren angewandt. Dies aber nur in geringer Menge, denn hauptsächlich werden die Hühnereier selbst in der Lebensmittel-, Pharma- und Fertigungsindustrie verbraucht. Die Schalen werden mehrheitlich als Bioabfall auf Deponien entsorgt.

Am Helmholtz-Institut Ulm (HIU) wurden zusammen mit australischen Kolleginnen und Kollegen erstmals die elektrochemischen Eigenschaften von Hühnereierschalen untersucht, die Lithium durch einen hohen Anteil von Calciumcarbonat gut speichern können. Dazu wurde gewaschenes und getrocknetes, leitfähiges Eierschalenpulver als Elektrode gegen eine metallische Lithium-Anode in einem nichtwässrigen Elektrolyten verwendet. Bei einem Versuch mit über 1 000 Lade- und Entladezyklen behielt die Testzelle eine Kapazität von 92 Prozent. Die weitere Forschungsarbeit soll neben der Verbesserung der Materialeigenschaften das elektrochemische und physikalische Verhalten des Eierschalenpulvers erklären.


Quelle(n):

Vogel Process

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