Roboter ertastet den Müll

Kategorie(n): Abfall- und Abwassertechnik | Lebenswegphase(n): Recycling, Beseitigung

Um in einem Strom von Abfall den Müll nach Material zu sortieren, werden bisher optische Systeme oder schlicht die händische Sortierung angewandt. Der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte Roboterarm RoCycle nutzt eine andere Technik: er nimmt die Objekte mit weichen Greifern vom Förderband und prüft durch Betasten, woraus sie bestehen. Mithilfe von kapazitiven Sensoren in seinen Greifern erfasst er Größe und Steifigkeit von Materialien und kann dadurch zwischen verschiedenen Metall-, Kunststoff- und Papierobjekten unterscheiden.

Diese taktile Bewertung hilft besonders bei verschmutztem Müll wie fettgetränkten Pappen oder mit Polyethylen ausgekleideten Bechern. In den USA berichtet ein Abfallunternehmen, dass es 25 Prozent des angelieferten Mülls wegen dieser Kontaminationen und der schlechten Sortierbarkeit direkt auf Deponien entsorgen muss. Auch in Großbritannien ist die Menge an Haushaltsabfällen, die für das Recycling abgelehnt wurden, zwischen 2011 und 2015 um 84 Prozent gestiegen. RoCycle könnte zum Beispiel in Hochhäusern oder auf Universitätsgeländen eingesetzt werden, um Abfälle vorzusortieren und so die Kontamination zu verringern.


Quelle(n):

Technology Review dt.

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