Innovative Herstellung von Klebebändern

Kategorie(n): Chemie, Verfahrenstechnik | Lebenswegphase(n): Herstellung

Im Rahmen des Umweltinnovationsprogramm (UIP)-Projektes wurde ein neuartiges Produktionsverfahren für die Herstellung lösemittelhaltiger Klebebänder, sogenannter Acrylat-Klebebänder gefördert. Eine deutliche Verringerung des Energie- und Ressourceneinsatzes wird mit dieser Methodik erreicht.

Die Polymerisation des Klebstoffes erfolgt in organischen Lösungsmitteln. Diese sind nach dem Applizieren der Klebstoffbeschichtung wieder zu entfernen. Bislang war die Herstellung der Klebebänder daher mit einem hohen produktionstechnischem Aufwand verbunden. Energieintensive Trocknungsanlagen sowie Abluftwäscher und Abwasserreinigungsanlagen waren notwendig. Ferner gehen übliche Verfahren mit einem deutlichen Verbrauch an Lösungsmitteln und Prozesswasser einher.
Der in diesem Projekt gewählte Ansatz wird „Acrylat Extrusion“-Verfahren, kurz ACX genannt. Bereits bei der Herstellung des Klebesystems werden durch optimierte Rezepturen bemerkenswerte Einsparungen erzielt. Auf anlagentechnischer Seite werden weitere Innovationen eingeführt. So wird das Lösemittel in einem speziellen Extruder aufkonzentriert und über einen geschlossenen Kreislauf dem Verfahren zurückgeführt. Energieintensive Trocknungs- und Aufbereitungsverfahren entfallen.
Beim Lösemittel werden Einsparungen in einer Größenordnung von 50 % erwartet. Um bis zu 89 % wird die Menge zu entsorgender Lösemittelabfälle verringert. Beim Energiebedarf zeigen sich die Auswirkungen des Projektes in einer Reduzierung der jährlichen CO₂-Emissionen um 2.000 t. Durch den Wegfall der Abluft- und Abwasserbehandlung wird der Einsatz von Wasser im Produktionsprozess umgangen. Die Nutzung von 9.000 m³ Prozesswasser pro Jahr entfällt.


Quelle(n):

Umweltinnovationsprogramm

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