Mikroorganismen und strategische Metalle

Kategorie(n): Metall, Abfall- und Abwassertechnik | Lebenswegphase(n): Werkstoffherstellung

Der Einsatz von Mikroorganismen in verfahrenstechnischen Prozessen stellt eine immer häufiger anzutreffende Technologie dar. In Freiberg hat ein Forschungskolleg, das „Biohydrometallurgische Zentrum für strategische Elemente“ (BHMZ), seine Arbeit mit dem Ziel aufgenommen, ebendiese Methode zu forcieren. Der Fokus des zur TU Bergakademie Freiberg gehörenden Instituts liegt auf der Entwicklung von Lösungen für alternative Wege der Gewinnung von Metallen aus armen Erzen, Halden und Recyclingmaterial. In einem aktuellen Vorhaben konzentrieren sich die Forscher auf die Gewinnung von Indium und Germanium mithilfe von Bakterien. Auf diese Weise soll es möglich werden, seltene Elemente vergleichsweise einfach und effizient aus den Erzen zu lösen und einer weiteren Verwertung zugänglich zu machen.

Die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens und die globale Versorgungslage verleihen dem Vorhaben eine besondere Bedeutung. Die Nutzung von Mikroorganismen, die ein selektives Auslaugen der schwer abbaubaren Elemente zulässt, soll zu einem Prozess führen, der den bislang angewandten Methoden überlegen ist. Die Vor-Ort-Anwendbarkeit der Methode, die hohe Effizienz und die bisherigen Erkenntnisse beim Einsatz von Bakterien in der Montanindustrie, lassen auf eine erfolgreiche Erreichung der Forschungsziele hoffen.


Quelle(n):

Chemie.de

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