Vermindern von Lagerungsverlusten

Teil 1 >  Ressourceneffizienz, Anwendungsbereich, Grenzen
Teil 2 >  Wege der Umsetzung und Beispiele

Ziel und Funktion

Einordnung der Strategie/Maßnahme
Bezug Produktion
Einflussnehmender Akteur Arbeitsvorbereitung, Einkauf/Beschaffung, Produktion, Vertrieb
Lebensphasen mit relevanten Auswirkungen Rohmaterialherstellung, Produktherstellung, Transport
Lebensweganalyse nicht erforderlich

Lagerungsverluste entstehen, indem im Lager befindliche fertige Produkte, Komponenten oder Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entsorgt werden, ohne dass diese verkauft bzw. in die Produktion eingebracht werden. Die Gründe für derartige Verluste sind vielfältig. Überproduktion, schlechte Planung, kurzfristige Änderungen und zu hohe Sicherheitsbestände führen zu obsoleten Produkten und Bauteilen, die nicht mehr am Markt platzierbar sind. Ein anderer Grund ergibt sich aus normalen Alterungserscheinungen und begrenzter Haltbarkeit der Materialien, die durch ordnungsgemäßes Lagermanagement berücksichtigt werden müssen. Letztlich spielt auch die Art der Lagerung an sich eine Rolle, da diese wesentlich zu einer längeren Haltbarkeit der Materialien und Baugruppen beiträgt [1, S. 48].

Bezug zur Ressourceneffizienz

Verluste durch Lagerung verursachen sinnlose Energie- und Materialaufwände in der Herstellung bzw. Kosten im Einkauf. Darüber hinaus wird zusätzliches Kapital gebunden und die Lagerungsflächen sind nicht anderweitig verwendbar

Anwendungsbereiche und Akteure

Die Minimierung von Lagerungsverlusten kann prinzipiell in jedem Unternehmen mit Lagerflächen eingesetzt werden, bezieht sich in diesem Kontext jedoch eher auf produzierende Unternehmen, die Halbzeuge, Fertigteile sowie Produktionsinputs lagern.

Die in diesem Kontext relevanten Akteure sind insbesondere der Einkauf sowie die Produktion bzw. die Produktionsplanung, da hier festgelegt wird, wie viele Materialien gebraucht und wie viele neu geordert werden. Der Vertrieb ist indirekt beteiligt, da hier die Steuerung der Nachfrage nach fertigen Produkten erfolgt. Ergeben sich im Vertrieb Abweichungen zwischen Soll-Verkaufszahlen und tatsächlicher Nachfrage, müssen fertige Produkte unter Umständen eingelagert werden.

Grenzen

Lagerungsverluste können zwar minimiert, jedoch nie komplett vermieden werden, da viele Parameter der Produktion nur bedingt vorhersagbar sind (z. B. Nachfrageschwankungen, Lieferausfälle). Außerdem bestehen in einigen Fällen vertragliche Randbedingungen, die eine bedarfsgenaue Lagerplanung schwierig gestalten (z. B. Mindestbestellmengen, Rabatte, langfristige Lieferverträge).

Teil 1 >  Ressourceneffizienz, Anwendungsbereich, Grenzen
Teil 2 >  Wege der Umsetzung und Beispiele

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