Effiziente Gebäudeinfrastruktur

Teil 1 >  Ressourceneffizienz, Anwendungsbereich, Grenzen
Teil 2 >  Wege der Umsetzung und Beispiele

Ziel und Funktion

Einordnung der Strategie/Maßnahme
Bezug produkt- und prozessunabhängig
Einflussnehmender Akteur Fabrikplanung, Produktion
Lebensphasen mit relevanten Auswirkungen Produktherstellung
Lebensweganalyse erforderlich (effiziente Gebäudehülle)
bedingt erforderlich (effiziente Gebäudeinfrastruktur)

Ein effizientes Gebäude besteht aus einer effizienten Gebäudehülle, die Energieverluste minimiert, und einer effizienten Gebäudeinfrastruktur, die die Energie möglichst effizient nutzt. Ziel eines effizienten Gebäudes ist es, eine Produktionsumgebung bereitzustellen, die den für die Produktion notwendigen Anforderungen entspricht und dabei vor allem in der Nutzungsphase möglichst wenig Energie benötigt.

Bezug zur Ressourceneffizienz

Eine effiziente Gebäudehülle kann die Energieverluste eines Gebäudes minimieren und den Energiegewinn durch die passive Nutzung erneuerbarer Energien optimieren. Im Zusammenspiel mit einer effizienten Gebäudeinfrastruktur bzw. technischen Gebäudeausrüstung (TGA) können die benötigten Innenraumanforderungen in der Nutzungsphase effizient und mit möglichst wenig Energiebedarf erfüllt werden. Neben der Energie spielt auch die Wassereffizienz in Teilen der TGA in der Nutzungsphase eine Rolle. Der Ressourcenaufwand zur Herstellung der Bauteile/Bautechnik bzw. Gebäudetechnik sollte zusätzlich zum Energie- und Wasserbedarf in der Nutzungsphase berücksichtigt werden.

Anwendungsbereiche und Akteure

Die Effizienz eines Produktionsgebäudes sollte schon in der Planung berücksichtigt werden. Dabei kann durch eine integrale Planung ein möglichst effizientes Zusammenspiel zwischen Gebäudehülle, TGA und Produktion entstehen. Dazu müssen die Anforderungen der Produktion vorab bestimmt werden. Dabei geht es Fragestelleungen wie z. B. um wieviel Grad Celsius darf die Temperatur zwischen Tag und Nacht schwanken oder wieviel Abwärme wird von welcher Anlage abgegeben.

Im Bestand muss die vorhandene TGA auf ihre Effizienz geprüft und aus diesen Ergebnissen können eventuelle Maßnahmen abgeleitet werden. Das effiziente Gebäude hat Einfluss auf die Produktherstellung, da die Gebäudehülle zum einen die Produktionsumgebung bildet, zum anderen die TGA Teil der Produktionsinfrastruktur ist. Um die Qualität des Produktes und eine gute Arbeitsumgebung zu gewährleisten, sollte die Produktion bei Änderungen der Gebäudehülle und der TGA mit einbezogen werden.

Grenzen

Im Neubau können durch eine frühe Konzepterstellung des Gebäudes, in der die Gebäudehülle und die TGA auf die Produktionsprozesse abgestimmt sind, viele Strategien und Maßnahmen zur Optimierung der Ressourceneffizienz integriert werden. In einem Bestand sind zumeist nur geringe Verbesserungspotenziale erschließbar, da die vorhandenen baulichen Strukturen berücksichtigt werden müssen. Zusätzlich kann bei der Umsetzung von Maßnahmen am Bestand die Funktionsfähigkeit der Gebäudehülle für kurze Zeit ausgesetzt oder die Außerbetriebnahme von TGA-Teilbereichen erforderlich sein. Dies kann zu einer Störung der Produktion führen oder einen Produktionsstopp notwendig machen. Der Aufwand für Kosten, Personal und/oder Zeit muss bei der Umsetzung von Maßnahmen ebenso berücksichtigt werden, da dieser je nach Maßnahme unterschiedlich ausfallen kann.

Teil 1 >  Ressourceneffizienz, Anwendungsbereich, Grenzen
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