3D-Druck von Anlagenteilen

Durch den Einsatz von 3D-Drucktechnologien ergibt sich die Möglichkeit, neue Produkte und Services zu entwickeln. Die eingesetzten Materialien im 3D-Druck können dabei von Kunststoffen über Pulver bis hin zu Metallen variieren. Die recht geringe Geschwindigkeit des 3D-Drucks macht diese Technologie jedoch für die Massenfertigung (noch) wenig geeignet.

Der 3D-Druck ist unterdessen im Anlagenbau einsetzbar, vor allem dann, wenn Teile mit komplexer Struktur und geringer Stückzahl hergestellt werden müssen. So lassen sich durch den Wegfall der Planung und Absprache mit Zulieferunternehmen über die Herstellung und den Versand des Produkts Material, Energie und Kosten einsparen. Außerdem ergibt sich hieraus die Möglichkeit, (Rohr-)leitungen innerhalb von Bauteilen verlaufen zu lassen, was bisher mit anderen Fertigungsverfahren nicht umsetzbar war.

Auch der Druck von kurzfristig benötigten Ersatzteilen ist möglich, um die Produktion bis zum Eintreffen des regulären Ersatzteils nicht unterbrechen zu müssen. Bei einer Kooperation mit den Zulieferfirmen kann ggf. sogar gänzlich auf die Lieferung von Ersatzteilen verzichtet werden, wenn die Daten des entsprechenden Teils vom zuliefernden Unternehmen direkt an den 3D-Drucker gesendet werden. So können Zeit und Ressourcengespart werden, da eine andernfalls notwendige Anreise entfällt. Daneben eignet sich die Drucktechnologie auch für die Nachrüstung von Maschinen, da hierbei häufig Haltungen in der Losgröße 1 angefertigt werden müssen. Die Dimensionen der gedruckten Bauteile hängen dabei stark von der Größe und Genauigkeit des Druckers ab. Dies sollte bei der Beschaffung stets bedacht werden. Zudem können sich durch den 3D-Druck eventuelle Nacharbeiten ergeben, die in der Kosten- und Ressourcenkalkulation berücksichtigt werden sollten. Nichtsdestotrotz eignet sich die 3D-Drucktechnologie insbesondere aufgrund ihrer Vielfältigkeit für die Herstellung von Bauteilen in geringer Stückzahl und/oder hoher Komplexität.


Literatur:

Bittermann, H.-J. und Kempf, J. (2016): 3D-Druck-Verfahren revolutionieren ganze Branchen – auch die Prozessindustrie? [online]. PROCESS, 2016 [abgerufen am: 01.02.2021].

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Einschätzung für die Anwendenden

  • Materialeinsparung
    mittel
  • Energieeinsparung
    mittel
  • THG-Einsparung
    mittel
  • Investitionskosten
    mittel
  • Umsetzungsaufwand
    mittel

Die Angaben zu Material-, Energie- und THG-Einsparungen, Investitionskosten sowie Umsetzungsaufwände sind qualitative Abschätzungen auf vergleichender Basis.

Entwicklungsstadium

  • Labor
  • Technikum / Demonstrator
  • Industrielle Praxis

Labor: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird im Labormaßstab entwickelt.
Technikum / Demonstrator: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in einer Technikums- oder Demonstrator-Anlage umgesetzt.
Industrielle Praxis: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in der Produktion oder anderen Anwendungsbereichen eines Industrieunternehmen eingesetzt.