Bewertung

Das Icon symbolisiert den Teilbereich Bewertung des Leitfadens Ressourceneffizienz. Zu sehen ist eine abstrahierte Checkliste.

Bei der Auswahl von Maßnahmen zur Optimierung helfen die Bewertung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit und die zu erreichende Steigerung der Ressourceneffizienz bei der Entscheidungsfindung. Abhängig von der Maßnahme kann eine umfassende Bewertung sehr komplex werden, so dass oft auch vereinfachte Bewertungsmethoden Anwendung finden.

1. Technisch-wirtschaftliche Bewertung

Vorgehensweise

Eine entscheidende Frage bei der Bewertung von Maßnahmen ist die technisch-wirtschaftliche Bewertung. Auch wenn eine Maßnahme technisch machbar ist und eine große Verbesserung der Ressourceneffizienz erzielt werden kann, ist es erforderlich, eine wirtschaftliche Betrachtung der angestrebten Maßnahmen durchzuführen. Eine technisch-wirtschaftliche Bewertung kann sowohl für Produkte als auch für Prozesse durchgeführt werden.

Welche Daten werden benötigt?

Um eine technische Machbarkeit bzw. Bewertung unterschiedlicher Lösungsalternativen durchzuführen, sind Kenntnisse über benötigte Anlagen bei einer Prozessentwicklung, technische Merkmale sowie Anforderungen und Wünsche an eine Konstruktion bzw. Lösungsalternative erforderlich.

Für die Bewertung innovativer Lösungsansätze und Entwicklungsentwürfe sind Kenntnisse über den Stand der Technik in Prozess- und Anlagentechnik sowie über aktuelle Entwicklungen in entsprechenden Technologien hilfreich.

Für eine wirtschaftliche Bewertung sind für Produktentwicklungen Abschätzungen hinsichtlich entstehender Herstellkosten zu treffen. Anfallende Kosten in den weiteren Lebensphasen sollten ebenfalls berücksichtigt und abgeschätzt werden.

Für die Installation neuer Anlagen sind Investitionskosten sowie Kosten in der Betriebs- und Verwertungsphase zu ermitteln. Um Amortisationszeiten zu berechnen, sind laufende Kosten derzeitiger Anlagen und Prozessabläufe festzustellen.


Methoden

 

Arbeitsmittel & Werkzeuge


mehr anzeigen weniger anzeigen

2. Ressourceneffizienzbewertung

Vorgehensweise

Mit Hilfe verschiedener Indikatoren lässt sich die Verbesserung der Ressourceneffizienz bewerten. Beispielsweise können durch Kumulierter Energieaufwand (KEA), Kumulierter Rohstoffaufwand (KRA), Flächeninanspruchnahme oder Treibhausgaspotenziale verschiedene Maßnahmen miteinander verglichen werden. Ein weiterer mitunter wichtiger Punkt kann die Bewertung der Rohstoffkritikalität sein.

Welche Daten werden benötigt?

Für eine Ressourceneffizienzbewertung von Lösungsalternativen sind die Produktzusammensetzung und eingesetzten Ressourcen sowie der benötigte Energieeinsatz über den Lebensweg zu bestimmen. Da Verbrauchswerte in der Nutzungsphase oftmals vom Nutzer abhängen, können dazu meist nur Annahmen bzw. Schätzungen gemacht werden. Für die Bewertung der Verwertungsphase sollten Kenntnisse über mögliche Recyclingtechnologien und Verwertungsverfahren vorhanden sein.

Für die Bestimmung der Indikatoren sind material- und energiespezifische Datensätze für KEA, KRA und Treibhausgaspotenziale notwendig, die Ökobilanzdatenbanken entnommen werden können. Eine öffentliche, frei zugängliche Datenbank ist das Internet-Portal ProBas (Prozessbezogene Basisdaten für Umweltmanagement-Instrumente) des Umweltbundesamtes. Weitere Datensätze können aus kommerziellen Datenbanken entnommen werden.


Methoden

 

Arbeitsmittel & Werkzeuge


 

mehr anzeigen weniger anzeigen

Sie haben bereits Maßnahmen bewertet?

Weiter zur

Klicken Sie sich durch die Inhalte des Leitfadens Ressourceneffizienz