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11. Sitzung des Industrie-Clubs Ressourceneffizienz bei der ZINQ GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen und Hagen

04. November 2021

© VDI ZRE

Die 11. Sitzung des Industrie-Clubs Ressourceneffizienz fand am 04. November 2021 bei der ZINQ GmbH & Co. KG in Gelsenkirchen und Hagen statt. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema „Zirkularität als Geschäftsmodell“.

Die ZINQ GmbH & Co. KG ist als inhabergeführtes Familienunternehmen seit 1889 auf das Feuerverzinken und Beschichten von Stahl spezialisiert. Mit insgesamt 1.700 Mitarbeitenden an 45 Standorten werden heute pro Jahr rund 650.000 Tonnen Stahl bearbeitet.

Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit stehen in den derzeitigen Prozessen und bei den kontinuierlichen Innovationen des Unternehmens im Fokus. Bei einer Führung durch das ZINQ Futurium (Forschungs- und Entwicklungszentrum) in Gelsenkirchen erfuhren die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sitzung des Industrie-Clubs, wie die ZINQ GmbH & Co. KG das Stückverzinken fortwährend optimiert und die Herausforderungen für die Verzinkung der verschiedensten Stahlvarianten erforscht. Mit dem Verfahren microZINQ® wird technische Leistungsfähigkeit mit Rohstoffeffizienz und -effektivität im Prozess und am Produkt vereint.

„Zirkularität als Geschäftsmodell“ wird von der ZINQ GmbH & Co. KG als wichtiger Beitrag gesehen, um z. B. durch Entzinkung von Stahl zur ressourcenschonenden Wiedergewinnung und -verwendung von Stahl und Zink beizutragen (ReZINQ). Oberstes Ziel soll dabei der „Race to Triple Zero“ sein, also: kein Abfall, kein CO2-Ausstoss, keine Verschmutzung. Dafür werden im Unternehmen im Rahmen von PlanetZINQ Effizienz und Effektivität sowie die Verringerung des Materialverbrauchs und Zirkularität immer zusammengedacht, um zirkuläre Qualität zu erzielen.

In der Dünnschichtverzinkung in Hagen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen beeindruckenden Einblick in den kompletten Ablauf einer Verzinkung von Fahrzeugteilen: vom Aufhängen der grauen, noch unbehandelten Stahlteile an die Hakengestelle bis hin zum Auftauchen der silberglänzenden, verzinkten Stahlteile aus dem warmen Zinkbad. Mit Hilfe spezialisierter Robotik werden die Stahlteile außerdem für den Verzinkungsprozess geprüft sowie vor- und nachbereitet.

In den Diskussionen und beim Austausch eigener Erfahrungen der Industrie-Club-Mitglieder zeigte sich, dass das Thema „Zirkularität als Geschäftsmodell“ einen immer wichtigeren Stellenwert in Unternehmen einnimmt. Zusätzlich angetrieben durch Abbrüche und Verzögerungen in den Lieferketten im Rahmen der COVID19-Pandemie wird das Thema vorangetrieben. Die Diskussionen zeigten außerdem, dass es wichtig ist, eine ganzheitliche Unternehmensstrategie ausgerichtet auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit aufzubauen sowie die Mitarbeitenden bei der Entwicklung und Implementierung neuer Lösungen mitzunehmen und zu fördern.

Der Industrie-Club Ressourceneffizienz

Der Industrie-Club Ressourceneffizienz wird vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz getragen. Er hat derzeit 32 Unternehmensmitglieder und sieben Kooperationspartner. Der Zusammenschluss verfolgt das Konzept der branchenübergreifenden Vernetzung besonders nachhaltiger und ressourceneffizient wirtschaftender Unternehmen. Die Mitglieder können von den Erfahrungen der anderen lernen und gemeinsame Projekte entwickeln.

Die nächste Sitzung des Industrie-Clubs ist am 23. November 2021 als Online-Veranstaltung zum Thema „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (EEW)“ geplant.

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