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24. Netzwerkkonferenz NeRess

08. Dezember 2020

© VDI ZRE

Es ist wichtig, die Transformation des verarbeitenden Gewerbes durch Digitalisierung, Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz so zu gestalten, dass die Unternehmen gestärkt aus den Zeiten der Pandemie hervorgehen. Branchenexpertinnen und -experten diskutierten im Rahmen der 24. Konferenz des Netzwerkes Ressourceneffizienz (NeRess) am 07. Dezember 2020 online über längerfristige Herausforderungen und Chancen, um die aktuelle Krise zu überwinden.

Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gaben Impulse bzw. diskutierten zu den Kernfragen der Konferenz: Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Krisenfestigkeit von Unternehmen und Maßnahmen zu Ressourceneffizienz und Klimaschutz? Welche Auswirkungen hat die aktuelle Krise auf Investitionen der Unternehmen in betriebliche Nachhaltigkeit? Mehr als 130 Teilnehmende verfolgten den Webstream und stellten Fragen.

Die Krise als Chance nutzen

„Die Bedeutung der Ressourceneffizienz innerhalb der Transformation, gilt es immer wieder zu erkennen und zu nutzen“, betonte Dr. Regina Dube, Abteilungsleiterin Wasserwirtschaft, Ressourcenschutz, Anpassung an den Klimawandel im Bundesumweltministerium, in ihrem Grußwort. Für sie wird es Klimaschutz ohne Ressourceneffizienz nicht geben. Die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle. In seinem Überblick zur aktuellen Situation der Unternehmen erläuterte Dr. Hubertus Bardt: „Die Investition von heute ist die Effizienzsteigerung von morgen." Der Geschäftsführer des Institutes der deutschen Wirtschaft ist der Meinung, dass der Weg aus der Krise dazu genutzt werden kann, um den Umbau der Wirtschaft zu mehr Klimaschutz zu beschleunigen.

Dr. Florian Roth, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, erläuterte in seinem Vortrag anschaulich, wie Erkenntnisse aus der Resilienzforschung Unternehmen in der Krise helfen können. So sind eine hohe Innovations- und Transformationsfähigkeit, ein hohes Maß an Vernetzung sowie die Fähigkeit zur Veränderung von Strukturen und Geschäftsfeldern von besonderer Bedeutung.

Als Unternehmen umweltfreundlich in Zeiten der Pandemie

In der Podiumsdiskussion wurde auf die aktuellen sowie zukünftigen Chancen und Herausforderungen von Unternehmen eingegangen. Im Gespräch waren: Cornelia Lamers, Abteilungsdirektorin Umwelt der KfW Bankengruppe, Anja Vedder, Managing Director der Industrial Analytics IA GmbH, Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse der Bitkom e.V. sowie Andreas Kunsleben, Leiter des Geschäftsfelds Beratung der Effizienz-Agentur NRW. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass der Fokus der Aufmerksamkeit sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft aktuell darauf liegt, die Wirtschaft und die Unternehmen am Leben zu erhalten und das Kerngeschäft durch und gestärkt aus der Krise heraus zu führen. Als Handlungsspielräume für den Transformationsprozess wurden unter anderem Förder- und Beratungsmöglichkeiten aufgeführt.

Abschließend gaben zwei Unternehmen Einblicke in die Praxis: Carsten Sühling, Geschäftsführer des mittelständischen, familiengeführten Maschinenbauunternehmens Spaleck GmbH & Co. KG, erläuterte, wie Unternehmen mit nachhaltigen Innovationen und neuen Geschäftsfeldern gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Von der Mitarbeitereinbindung für mehr Ressourceneffizienz als zentralem Schlüssel für den betrieblichen Zusammenhalt und die Resilienz berichtete Annette Hering, Geschäftsführerin der Hering Bau GmbH & Co. KG.

Wünsche an die Politik

Gefragt sind noch bessere Rahmenbedingungen für Anreize zu Innovationen und Investitionen, die Klimaschutz und Digitalisierung voranbringen. Dazu gehören mehr Förderungen, CO2-Zertifikate und eine stärkere Durchsetzung von geltenden Gesetzen und Auflagen.

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