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Gute-Praxis-Beispiel des Monats: Multitemperatur-Belieferung

12. Mai 2020

Die Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG beliefert Tankstellenshops, Kioske, Tabakwarenfachgeschäfte, Convenience Stores etc. unter anderem mit Lebensmitteln. Einige davon müssen gekühlt werden. Für unterschiedliche Temperaturbereiche haben jeweils andere Lieferfahrzeuge die Kunden versorgt. Mit einer Umstellung auf Mehrkammerfahrzeuge wurde der logistische Aufwand deutlich vereinfacht.

Wie wurden die Kunden bisher beliefert?

Bisher wurden die Kunden für verschiedene Sortimente mit unterschiedlichen LKW beliefert. Für jeden Kühlbereich war ein anderes Fahrzeug notwendig: Für ungekühlte Lebensmittel (über 7°C), für Frischeprodukte (0-7°C) und für Tiefkühlware (unter -18°C). Jedes Fahrzeug legte nahezu die gleiche Strecke zurück.

Wie funktioniert das Multitemperatur-Fahrzeug?

Um den Lieferprozess effizienter zu gestalten wurden spezielle Mehrkammerfahrzeuge entwickelt, die mit flexibel verstellbaren Temperaturzonen ausgerüstet sind. Dabei kommen bis zu elf quer und längs verschiebbare Wände im Transportraum zum Einsatz. Das ermöglicht eine bedarfsgerechte Anpassung der jeweiligen Transportvolumina. Bei der Einführung des Multitemperatur-Logistikkonzepts, also der Umstellung von der Mehrstopp- auf die Ein-Stopp-Belieferung mit Sortimenten aus verschiedenen Temperaturbereichen, wurden die Touren für insgesamt 61 400 Kunden neu geplant.

Zusätzlich zur Umstellung auf Mehrkammerfahrzeuge sind die LKW mit Telematik-Tools zur Kommunikation in Echtzeit ausgerüstet. Sensoren in den Kühlbereichen des Frachtraums messen kontinuierlich die Temperatur. Die Daten werden dann vom Fahrzeug aus in regelmäßigen Abständen mittels Mobilfunknetz an einen zentralen Server gesendet. Treten unerwünschte Temperaturabweichungen auf, so löst der Server einen Alarm an die Geschäftsstelle und die Kommunikationsgeräte des Fahrers aus. Zudem wird der Vorgang in einem Protokoll automatisch dokumentiert. Mithilfe dieses Systems kann somit frühzeitig auf einen Temperaturabfall reagiert werden.

Was wird gespart?

Pro Jahr werden durch die Umstellung gruppenweit 260 000 Stopps und somit 3,4 Millionen Fahrtkilometer eingespart. Das entspricht einer Vermeidung an Treibhausgasemissionen von ca. 2 000 Tonnen CO2-äq. Gleichzeitig erhöhte sich die Liefermenge. Durch die Telematik-Tools hat sich die Menge an zu entsorgender Lieferware reduziert. Somit werden weitere Ressourcen geschont.

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