Gute-Praxis-Beispiel des Monats: Wiedernutzung von Baustoffen

26. Juni 2020

Aus Überbestellungen und dem Rückbau von Bauwerken stehen Baustoffe zur Verfügung, die für andere Bauprojekte (wieder) verwendet werden können. Angebot und Nachfrage bringt die Onlinepattform restado.de zusammen. Dadurch werden weniger Baustoffe entsorgt, es muss weniger produziert sowie transportiert werden und letztendlich wird der CO2-Austoß reduziert. Mit diesem Ansatz war das Unternehmen Finalist im Green Alley Award, dem größten Wettbewerb für grüne Start-ups in Europa.

Viel Abfall

Die Baubranche ist verantwortlich für einen großen Teil des globalen Abfalls, der Ressourcen-Extraktion und ein Viertel der CO2-Emissionen. Der Grund: Baustoffe werden in der Regel nur einmal benutzt – wenn überhaupt – und danach deponiert. 10 – 15 % der neuen Baustoffe auf einer Neubaustelle werden nicht verbaut.

Wiederverwertung statt Waste

Ein großer Teil der Baustoffe kann jedoch wieder genutzt werden. Jedes Jahr werden Baustoffe im Wert von 10 Milliarden Euro entsorgt. Das ist ein großes Potenzial zur Wiederverwertung. Seit mehr als drei Jahren stehen auf restado.de alle Akteure der Baubranche – von Bauherren bis zu Entsorgern – im Austausch. Auf der Plattform geht es in der ersten Linie um die Wiedernutzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Jedoch lassen sich nicht alle Baustoffe direkt auf einer neuen Baustelle einsetzen (z.B. Beton). Daher werden alternativ zu Reuse-Baustoffen auch Recycling-Baustoffe angeboten. Denn bisher landet der größte Teil der Baustoffe aus dem Rückbau auf der Deponie oder wird downcycled. Downcycling heißt in der Bauwirtschaft oft, Bauschutt wird als Füllmaterial verwendet, meist im Straßenbau. Um die Möglichkeiten für das Recycling von Baustoffen zu verbessern, arbeitet das Unternehmen mit Forschungseinrichtungen zusammen.

Was wird gespart?

Seit Gründung der Plattform wurden mehr als 50.000 Baustoffe verkauft. Geht man davon aus, dass diese sonst entsorgt und neu produziert worden wären, wurden somit 1 Millionen Tonnen CO2 eingespart und Ressourcen wie Sand, Kies, Wasser etc. geschont.

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