Gute-Praxis-Beispiel: Klimaneutraler Betonstein

15. Januar 2021

In der Produktion oder auf Baustellen fallen Betonabfälle an. Die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG hat ein Verfahren entwickelt, um diese Abfälle als Rohstoff für Pflastersteine zu nutzen. Mit dem entstandenen klimaneutralen Recycling-Betonstein gewann das Unternehmen 2020 den Rohstoffeffizienzpreis.

Wie war der Weg zum neuen Stein?

In der Regel landeten die Reststücke oder Ausschussware aus der Produktion sowie Pflastersteine von Baustellen auf der Deponie. Dieser bisherige Abfall sollte genutzt und somit der endliche Rohstoff Sand geschont werden. Begonnen wurde mit der Entwicklung des Verfahrens bereits 2014.Von zentraler Bedeutung war dabei die wissenschaftliche Begleitung im Labor. Zusammengearbeitet wurde mit der Bauhaus-Universität Weimar. Kooperiert wurde auch mit der Recycling GmbH Lahnau.

Der aus dem bisherigen Abfall gewonnene Recyclingsplit und -sand wird für die Fertigung von Beton-Pflastersteinen verwendet. Zunächst wurden 5 % beigemischt. Mit zahlreichen Tests wurde ein klimaneutraler Betonstein mit einem Recyclinganteil von 40 % entwickelt – von gleicher Qualität wie ein konventioneller Pflasterstein ohne wieder aufbereitete Rohstoffe.

Was wird gespart?

Im Vergleich zu konventionell hergestellten Pflastersteinen führt die Verwendung des klimaneutralen Betonsteins bei 1.000 qm gepflasterter Fläche zu Einsparungen von 72 t Naturstein und 15 t CO2. Zukünftig soll ein Rücknahmesystem für Altpflaster entstehen.

Weitere Gute-Praxis-Beispiele finden Sie hier.

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