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Tag der Erde: Jeder Bissen zählt – Ressourceneffizienz in der Ernährungswirtschaft

22. April 2021

© VDI ZRE

Jede*r von uns hinterlässt durch den Konsum von Lebensmitteln einen nicht zu vernachlässigenden ökologischen Fußabdruck. Nach einer Schätzung des Umweltbundesamtes (UBA) werden jährlich 1,69 Tonnen CO2-Emissionen pro Kopf durch Ernährung verursacht. Das entspricht einem Anteil von etwa 15 Prozent an den gesamten Treibhausgas-Emissionen. Unter dem Motto „Jeder Bissen zählt“ möchte der Tag der Erde (World Earth Day) am 22. April ein Bewusstsein für eine nachhaltige Ernährung schaffen.

Betrachtung der kompletten Wertschöpfungskette

Von Anbau über Verarbeitung bis hin zu Transport oder Entsorgung der Produkte – für jeden dieser Schritte werden bestimmte Ressourcen verbraucht. Der Einsatz von ressourceneffizienten Produktionsverfahren und die Reduktion von Verpackungen sind dabei beispielshaft zwei Stellschrauben, um Material sowie Energie zu sparen und letztlich auch die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Ressourceneffiziente Produktionsverfahren

Ein Beispiel aus der Praxis ist ein Berliner Start-up, das mit einem energiesparenden Verfahren aussortiertes Obst zu Fruchtpapier verarbeitet. Das Fruchtpapier wird in einem speziell entwickelten Dörrofen hergestellt. Dieser spart durch eine intelligente Abwärmenutzung und Lüftungssteuerung beim Trocknungsprozess 66 Prozent der Energiekosten gegenüber herkömmlichen Anlagen. Weil der Ofen energieeffizient arbeitet, kann das Unternehmen kostendeckend in Deutschland produzieren und verschafft sich somit einen Wettbewerbsvorteil durch Ressourceneffizienz. Weitere Informationen zu dem Verfahren gibt im Video „Gerettetes Obst – Ressourceneffizienz durch Lebensmittelabfallvermeidung“ auf dem YouTube-Kanal des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE).

Einsparen von Verpackungen

Auch bei der Verpackung von Lebensmitteln lässt sich Material einsparen. Wie das gelingen kann, zeigt das VDI ZRE in seinem Film „Weniger ist mehr – Verpackungsmaschinen, die Verpackungsmaterial einsparen“. Vorgestellt wird ein Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, das eine Maschine entwickelt hat, mit der PET-Flaschen nicht wie üblich vollständig in Schrumpffolie eingeschweißt werden. Die Flaschen werden stattdessen mit einer Kunststoffbanderole befestigt und zusammengehalten. Durch dieses Verfahren, das sich auch als Verpackungsalternative für andere lose Ware eignet, kann der Materialverbrauch um 75 Prozent reduziert werden.

Ökonomische Vorteile durch Ressourceneffizienz

Eine ressourceneffiziente Produktion von Lebensmitteln, die Reduktion von Lebensmittelabfällen oder das Einsparen von Verpackungen wirken sich nicht nur positiv auf die Emissionszahlen aus, sondern spart auch Kosten. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz als Kompetenzzentrum des Bundesumweltministeriums bereitet u.a. dieses Wissen für kleine und mittlere Unternehmen – vorrangig aus dem verarbeitenden Gewerbe – auf. Weitere Beispiele aus der Praxis oder entwickelte Instrumente sind auf der Website kostenlos zugänglich.

Abrufbar sind die Filmbeiträge auf dem YouTube-Kanal des VDI ZRE „Ressource Deutschland TV“.

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