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Urbane Produktion

08. Dezember 2021

© PantherMedia / pikselstock

Mit einem ganzheitlichen Blick auf die Ökobilanz kann lokale Fertigung in vielen Fällen natürliche Ressourcen sparen – u.a. durch kürzere Wege für Mitarbeitende und Waren. Dies bedeutet mehr Produktion in der Stadt oder deren Umland. Die neue Broschüre „Ressourceneffizienz durch Urbane Produktion – Chancen und Herausforderungen“ des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt innovative Konzepte für Produktion im urbanen Umfeld und Faktoren für ihr Gelingen.

Emissionen und ein großer Flächenbedarf sind Gründe, warum produzierendes Gewerbe oft am Stadtrand oder im ländlichen Raum zu finden ist. Durch das Wachstum vieler Städte stehen Produktionsstätten immer häufiger in Konkurrenz zu anderen Nutzungskonzepten wie Wohnraum und Erholungsflächen. Gleichzeitig steigt der Fachkräftebedarf von Unternehmen und die Binnenwanderung von qualifiziertem Personal in die Städte.

Neue Technologien machen es möglich, Emissionen und den Platzbedarf so zu reduzieren, dass Produktion und urbaner Raum kein Widerspruch sind. Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE sieht das Potential des neuen Trends: „Die besonderen Herausforderungen können dabei helfen, kreative Lösungen und Innovationen voranzutreiben.“ Dafür zeigt die Broschüre des VDI ZRE Möglichkeiten auf und wie sich durch diese Ressourcen einsparen lassen.

Warum urban produzieren?

Kurze Arbeitswege durch die Herstellung und Bearbeitung von materiellen Gütern in dicht besiedelten Gebieten bedeuten ökologische Vorteile und können in Zeiten des Fachkräftemangels zugleich die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. In vielen Fällen werden lokale Ressourcen genutzt und die urbane Produktion in lokale Wertschöpfungsketten eingebettet. Darüber hinaus ist es leichter, Wissenschaft, Gesellschaft und Industrie miteinander zu verknüpfen.

Wirtschaftliche Konzepte

Fabriken im städtischen Raum stehen vor besonderen Herausforderungen – für die es innovative Lösungen gibt. So lässt sich der stark begrenzten Flächenverfügbarkeit mit vertikalen Fabriken begegnen. Durch Sharing-Konzepte kann die Nutzungsphase von Produkten oder Maschinen, dank einer engeren Verflechtung von Unternehmen und deren Umfeld, gesteigert werden. Letztendlich sinken durch die Nähe zu Kundinnen und Kunden die Vertriebskosten. Ziel der Broschüre ist es, Städte und Unternehmen dabei zu unterstützen, die Aspekte der Ressourceneffizienz in der Planung von urbaner Produktion zu berücksichtigen. Gleichzeitig wird Unternehmen aufgezeigt, wie auch zukünftig eine effiziente Produktion im urbanen Umfeld möglich sein kann. Die kostenlose Broschüre wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt und steht zum Download zur Verfügung.

Zur Broschüre

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