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Neue Studie zu Ressourceneffizienzpotenzialen in der chemischen Industrie

16. Oktober 2014 | Quelle: ZAB, VDI ZRE, demea

Eine neue Studie des VDI Zentrums Ressourceneffizienz hat ergeben, dass in der deutschen Chemieindustrie bei den Kernprozessen und in der Prozessperipherie noch Einsparpotenziale vorhanden sind. Wie diese Einsparpotenziale gehoben werden könnten, zeigt die Studie anhand von Unternehmensbeispielen. Prozessoptimierungen und Investitionen in innovative Technologien wirken sich durch die Senkung des Ressourcenverbrauchs positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieunternehmen aus.

Obwohl das Innovationsniveau der chemischen Industrie in Deutschland bereits sehr hoch ist, lassen sich insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen noch Potenziale für Material- und Energieeinsparungen finden. Dies ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE). Im Einzelfall ergeben sich in der Prozessperipherie Einsparpotenziale von bis zu 30 Prozent.

Optimierungsmöglichkeiten in den Kernprozessen liegen der Untersuchung zufolge u.a. bei der Wiederverwendung von Lösemitteln, dem Recycling, der Prozessintensivierung und der Reinigung von Anlagen oder Bauteilen. Die Prozessperipherie könnte darüber hinaus in einigen Betrieben durch Verbesserungen der Wärmerückgewinnung, der Wärme- und Kälteversorgung, der Druckluftsysteme und der Elektromotoren effektiver gestaltet werden. Durch eine kontinuierliche Erfassung und Auswertung prozessrelevanter Daten ließen sich weiterhin ohne größeren Aufwand Kosteneinsparungen von fünf bis zehn Prozent realisieren, so die Analyse.

Um zu illustrieren, wie sich Ressourceneffizienzpotenziale in der Praxis erschließen lassen, enthält die Studie sieben Fallbeispiele, an denen neben den jeweiligen Effizienzmaßnahmen auch die konkreten Kosteneinsparungen erläutert werden. Die Studie fokussiert auf Bereiche der Chemieindustrie, die mittelständisch geprägt und dabei volkswirtschaftlich besonders bedeutend sind. Die am Ende der Studie formulierten Lösungsansätze zur Realisierung der Ressourceneffizienzpotenziale richten sich nicht nur an die Unternehmen der chemischen Industrie selbst, sondern auch an Politik und Verbände. So empfehlen die Autoren eine Intensivierung der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau bzw. die Nutzung von Bildungsangeboten zum Thema Ressourceneffizienz. Wesentliche Grundlage zur Hebung unerschlossener Kostensparpotenziale ist darüber hinaus die Verbesserung der Datenlage für eine ganzheitliche Betrachtung der Produktionsverfahren anhand geeigneter Kennzahlen.

„Ressourceneffizienz liegt im Eigeninteresse der Unternehmen, um Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, sagt Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer des VDI ZRE. „Um diese Potenziale zu realisieren, sollten die Unternehmen beim Aufbau eines konsequenten Ressourcenmanagements unterstützt werden. Dies beginnt vielerorts schon beim Sammeln aussagekräftiger, verwertbarer Informationen zum Ressourcenverbrauch im eigenen Betrieb, um sich die Kostentreiber vor Augen zu führen und den Blick für Ressourceneffizienz zu schärfen.“

 

Die Studie Analyse von Ressourceneffizienzpotenzialen in KMU der chemischen Industrie kann kostenfrei als Druckexemplar bestellt werden oder steht als PDF-Download zur Verfügung.

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