Intelligente Beleuchtung

Licht ist Energie und somit eine wichtige Ressource. Nichtsdestotrotz wird in Unternehmen oftmals mehr beleuchtet, als notwendig wäre – dies entweder, weil vergessen wird, ein Licht auszuschalten, oder aber, weil ein Bereich immer beleuchtet ist. Der Arbeitsplatz einer Arbeitskraft muss ausreichend ausgeleuchtet sein, allerdings kann überall dort auf Beleuchtung verzichtet werden, wo nicht kontinuierlich ein Mensch oder ein Kamerasystem arbeitet. Da eine solche Regelung nur schwierig manuell umsetzbar wäre, sollte hier auf ein intelligentes Lichtmanagement gesetzt werden.

Bei einem intelligenten Lichtmanagement erfolgt die Beleuchtung basierend auf Sensordaten. Vereinfacht könnte dies bedeuten, dass ein Helligkeitssensor am Fenster erfasst, wann das Tageslicht ausreicht, und aktiv die künstliche Beleuchtung ausschaltet. Dieser Ausschaltvorgang kann allerdings auch als Prozess durchgeführt werden, indem das Steuergerät die Beleuchtung kontinuierlich basierend auf den aktuellen Helligkeitsdaten reguliert – und dies möglichst stufenlos, um so eine gleichmäßige Beleuchtung der Produktion zu erreichen. Lichtschranken an den Eingängen oder verteilt in der Produktion können dabei genutzt werden, um zu erfassen, wie viele Personen sich im Raum befinden und wo sich diese aufhalten. Das Lichtmanagement kann dann die Beleuchtung in den nicht genutzten Räumlichkeiten dimmen bzw. ausschalten. Diese automatisierte Beleuchtung kann auf diese Weise Energie einsparen, ohne die Qualität des Arbeitsumfeldes für die Mitarbeitenden zu beeinflussen. Werden LEDs zur Beleuchtung genutzt, kann die Beleuchtung auch für andere Aufgaben verwendet werden. Hierzu gehört, dass sich einige Leuchten farblich verändern, um so anzuzeigen, dass bei einer Anlage ein Handlungsbedarf besteht oder dass Lecks in Leitungen existieren. Hierdurch können die Produktionsleitung und die Fachkräfte schneller reagieren, auch wenn diese mehrere Anlagen gleichzeitig zu überwachen haben.

Durch diese Maßnahmen lassen sich die Stillstandzeiten der Anlagen reduzieren und so die Energieeffizienz erhöhen. Auch bei Notfällen kann die Beleuchtung die Farbe automatisch ändern, um den Verlauf von Fluchtwegen oder die Position von Feuerlöschern anzuzeigen. Um eine möglichst kostengünstige Umsetzung eines intelligenten Lichtmanagements zu erreichen, sollte auch die Position der bestehenden Leuchtmittel überprüft werden.


Literatur:

Dehli, M. (2020): Energieeffizienz in Industrie, Dienstleistung und Gewerbe – Energietechnische Optimierungskonzepte für Unternehmen, Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden, ISBN ISBN 978-3-658-23204-7.

 

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Einschätzung für die Anwendenden

  • Materialeinsparung
    gering
  • Energieeinsparung
    hoch
  • THG-Einsparung
    hoch
  • Investitionskosten
    gering
  • Umsetzungsaufwand
    gering

Die Angaben zu Material-, Energie- und THG-Einsparungen, Investitionskosten sowie Umsetzungsaufwände sind qualitative Abschätzungen auf vergleichender Basis.

Entwicklungsstadium

  • Labor
  • Technikum / Demonstrator
  • Industrielle Praxis

Labor: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird im Labormaßstab entwickelt.
Technikum / Demonstrator: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in einer Technikums- oder Demonstrator-Anlage umgesetzt.
Industrielle Praxis: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in der Produktion oder anderen Anwendungsbereichen eines Industrieunternehmen eingesetzt.

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