Smarte Pumpen

Exzenterschneckenpumpen werden in der Chemieindustrie wegen ihres stabilen Druckes und Durchsatzes vielfach eingesetzt. Allerdings ist die Wartung der Pumpen nicht immer ganz einfach. Der Aufwand der Wartung hängt dabei neben dem Aufbau der Pumpe auch von der Lage und der Einbindung in den Produktionsfluss ab. Daher ist es wichtig, den aktiven Wartungsbedarf so gering wie möglich zu halten, ohne die Qualität der Produktion zu gefährden.

Eine Möglichkeit, die Wartungsintensität zu senken, ist der Einsatz von Exzenterschneckenpumpen mit separierbarem Stator. Durch die Aufteilung des Stators in demontierbare Teilsegmente kann ein gezielterer Austausch des Stators und Rotors erfolgen, was in einer verlängerten Lebensdauer und reduzierten Wartungszeiten und somit einem geringeren Ressourceneinsatz resultiert. Durch die Aufteilung des Stators in Teilsegmente kann über eine Klemmung an den Enden des Stators der Anpressdruck zwischen Stator und Rotor reguliert werden, was zu niedrigeren Wartungsintervallen, einer höheren Lebensdauer und Energieeffizienz führt.

Die Regulierung des Klemmdrucks kann dabei dezentral durch eine Hydrauliksteuerung erfolgen, wodurch insbesondere schwer zugängliche (Bestands-)Anlagen zielgerichteter gesteuert werden können. Oftmals sind bereits Sensoren verbaut oder wurden nachgerüstet, welche beispielsweise Viskosität, Trockenstoffgehalt, Medien- und Umgebungstemperatur etc. erfassen. Auf die so gewonnenen Daten kann zur optimierten Steuerung der Pumpe zurückgegriffen werden. Da viele der Werte bereits für die Produktionssteuerung notwendig sind, entstehen hierbei in den meisten Fällen keine zusätzlichen Kosten, da die erforderliche Sensorik schon vorhanden ist.

Wird die hydraulische Klemmung nun noch automatisiert angesteuert, kann eine hohe Konstanz bei der Fördermenge erreicht werden. Dies resultiert in einer erhöhten Prozesssicherheit, geringeren Stillstandzeiten durch Nachregulierung und somit einer höheren Auslastung der Anlagen. Durch die Klemmung der Bauteile besteht zudem ein verringerter Werkzeugbedarf bei der Instandsetzung der Pumpe. Der Einsatz einer solchen Technologie ermöglicht neben der dezentralen Steuerung und Anpassung der Pumpen eine Verlängerung der Lebensdauer, eine Verringerung des Wartungsbedarfs- und -aufwands sowie eine Erhöhung der Ressourceneffizienz.


Literatur:

Mänz, T. (2020): Automatisierte Pumpentechnologie als Antwort auf aktuelle Herausforderungen [online]. Chemietechnik, 09.09.2020 [abgerufen am: 01.02.2021].

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Einschätzung für die Anwendenden

  • Materialeinsparung
    hoch
  • Energieeinsparung
    hoch
  • THG-Einsparung
    hoch
  • Investitionskosten
    gering
  • Umsetzungsaufwand
    gering

Die Angaben zu Material-, Energie- und THG-Einsparungen, Investitionskosten sowie Umsetzungsaufwände sind qualitative Abschätzungen auf vergleichender Basis.

Entwicklungsstadium

  • Labor
  • Technikum / Demonstrator
  • Industrielle Praxis

Labor: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird im Labormaßstab entwickelt.
Technikum / Demonstrator: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in einer Technikums- oder Demonstrator-Anlage umgesetzt.
Industrielle Praxis: Die betrachtete Technologie oder Methodik wird in der Produktion oder anderen Anwendungsbereichen eines Industrieunternehmen eingesetzt.