DUK: Außendämmung der Bewitterung ausgesetzt (Umkehrdach)

Die Ressourceninanspruchnahme bei der Herstellung von Gebäudedämmung variiert zum Teil erheblich zwischen den gängigen, am Markt verfügbaren Materialien. Nachfolgende Tabelle und Grafik zeigen die Ressourceninanspruchnahme der Dämmstoffe, die für die entsprechende Einbausituation geeignet sind. Zur Bestimmung des Primärenergiebedarfs und des Treibhausgaspotenzials bei der Produktherstellung wurde davon ausgegangen, dass ein schlecht gedämmtes Bauteil auf den sehr guten Dämmwert von U = 0,15 W/m²K gedämmt werden soll. Dämmwerte von U ≤ 0,15 W/m²K kommen bei Passivhäusern zum Einsatz. Nach DIN 4108-10 steht für die gewählte Einbausituation nur ein Dämmstoff zur Verfügung, da neben der erhöhten Druckfestigkeit auch die Wetterbeständigkeit gegeben sein muss. Die Ressourceninanspruchnahme ist hoch.

Wird der gesamte Lebensweg einer Gebäudedämmung (also neben der Herstellung auch die Nutzungsphase und die Entsorgung) betrachtet, so ergibt sich eine überaus positive Energiebilanz: Selbst Dämmstoffe, die in der Herstellung vergleichsweise viel Energie benötigen, sparen bis zu einer Dämmschichtdicke von 28 cm bereits im ersten Jahr mehr Heizenergie ein als Energie zur Herstellung benötigt wurde. Daraus folgt, dass ein möglichst hoher Dämmstandard oberste Priorität haben und, wo es technische und ökonomische Restriktionen gibt, erst an zweiter Stelle die Auswahl möglichst ressourceneffizienter Materialien stehen sollte.

Weitere Informationen finden Sie in der Kurzanalyse „Ressourceneffizienz der Dämmstoffe im Hochbau“.

 

> Ressourceneffizienz der Dämmstoffe im Hochbau

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