DUMMY: Chemikalien

Die Herstellung von Chemikalien ist sehr material- und energieintensiv. Der schonende Umgang mit Rohstoffen und Energieressourcen ist daher ein zentrales Element für die Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Chemischen Industrie. Dies kann durch eine zirkuläre und ressourceneffiziente Wirtschaftsweise gelingen, wie z. B. durch Minimierung des Ressourcenverbrauchs durch stoffliche Verwertung und Wiederverwendung von Chemikalien und chemischen Produkten sowie durch den Einsatz nachwachsender und regenerativer natürlicher Ressourcen. Um dies zu erreichen, müssen die zumeist mittelständischen Chemikalienhersteller einige Herausforderungen meistern, die sich u. a. aus ihrem vielfältigen Produktportfolio und komplexen Wertschöpfungsketten ergeben.

Status quo der Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in der chemischen Industrie

Die Herstellung von Chemikalien ist ausgesprochen material- und energieintensiv.* Vgl. Bazanella, A. (2019): Materialien für eine ressourceneffiziente Industrie und Gesellschaft (online). DECHEMA - Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie e. V.; DGM - Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.; GfKORR - Gesellschaft für Korrosionsschutz e.V., Frankfurt a. M., S. 133 (abgerufen am: 18.03.2026) * Vgl. UBA (2026): Branchenabhängiger Energieverbrauch des verarbeitenden Gewerbes (online). Umweltbundesamt (abgerufen am: 18.03.2026) Die Optimierung der Herstellung chemischer Erzeugnisse mit dem Ziel, Material und Energie einzusparen, hat daher eine lange Tradition.

Zwei aktuelle Entwicklungen verstärken diese Motivation zusätzlich:

Neben klassischen Effizienzsteigerungen zeichnet sich in der chemischen Industrie eine weitergehende Entwicklung ab: die Abkehr von einer linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaftsweise – als zentraler Hebel für mehr Ressourcenschonung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Zu den Treibern gehören* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, S. 6 (abgerufen am 10.12.2025) :

  • Zunehmende Nachfrage von Endverbraucher*innen hin zu kreislauforientierten Produkten
  • Steigender Transformationsdruck durch Wettbewerber
  • Kostenschwankungen von Rohstoffen und Energieträgern
  • Nutzung der Kreislaufwirtschaft als Innovationstreiber und Motivator für neue Geschäftsmodelle
  • Wachsende Bedeutung von ESG-Anforderungen (Environment, Social, Governance)
  • regulatorische Rahmenbedingungen durch den EU‑„Green Deal“ sowie weitere EU-weite und nationale Programme (z. B. Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie – NKWS)
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Geeignete R-Strategien für die Chemische Industrie 

Der Wandel von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaftsweise verändert die strategischen Ziele und operativen Ausrichtungen von Chemikalienherstellern grundlegend. Insbesondere KMU stehen dabei vor besonderen Herausforderungen bedingt durch ihr vielfältiges Produktportfolio und komplexe Wertschöpfungsketten.

Da prozesstechnisch hergestellte Chemikalien andere Eigenschaften aufweisen als fertigungstechnisch hergestellte Produkte, eignen sich für die chemische Industrie vor allem drei R-Strategien als Einstieg in die Kreislaufwirtschaft* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, S. 7 (abgerufen am 10.12.2025) :

  • R2 – Reduce: Verbrauchsminimierung von Ressourcen, insbesondere fossile und endliche, in der Produktion und Nutzungsphase
  • R3 – Reuse: Mehrfachverwendung von Wertstoffen und Produkten innerhalb des Lebenszyklus sowie Aufbereitung und Wiedereinsatz von Produktionsreststoffen
  • R8 – Recycling: Rückführung und Rückgewinnung von Wertstoffen nach dem End-of-Life für die Grundstoffherstellung oder direkt für die Produktion chemischer Stoffe.

Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft: Was Unternehmen bereits tun

In einer VDI ZRE-Umfrage (2024) unter 140 Unternehmen der chemischen Industrie (18 % Großunternehmen, 82 % KMU)* * zeigt sich, dass die Branche ist auf dem Weg ist zirkulär und ressourceneffizient zu werden, es jedoch noch erschließbares Potenzial gibt.

Chart zur Ressourceneffizienz von Unternehmen der chemischen Industrie
Einschätzung von Unternehmen der chemischen Industrie zur Potenzial-Ausschöpfung bzgl. Ressourceneffizienz (RE) und Kreislaufwirtschaft (KW) sowie Einschätzung zum Wettbewerbsumfeld (befragt wurden 140 Unternehmen aus der chemischen Industrie)


Recycling – bereits von 83 % der befragten Unternehmen realisiert. An zweiter Stelle steht der Wiedereinsatz von eigenem Produktionsausschuss in Produktionsprozessen (56 %), gefolgt von der Einführung digitaler Lösungen für effizientere und ressourcenschonendere Prozesse (49 %).
 

Chart: : Umsetzungsfortschritt zu Maßnahmen aus der Kreislaufwirtschaft
 

 

Strategien für Zirkularität und Ressourceneffizienz in der Chemieindustrie

Zirkuläres Wirtschaften und Ressourceneffizienz in der Chemieindustrie zielen auf die Schonung von Rohstoffen und das Schließen von Materialkreisläufen. Fünf Strategien stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Transformation der Rohstoffbasis – Abkehr von fossilen hin zu erneuerbaren und sekundären Rohstoffen
  • Zirkuläres Produktdesign – Chemikalien und Produkte von Anfang an auf Wiederverwertbarkeit auslegen
  • Schließen von Stoffkreisläufen – Materialien nach dem Einsatz zurückgewinnen und erneut nutzen
  • Material- und energieeffiziente Produktion – Ressourceneinsatz in der Herstellung systematisch reduzieren
  • Neue Geschäftsmodelle – zirkuläre Ansätze als wirtschaftliche Chance erschließen

Voraussetzung hierfür ist die Entwicklung innovativer Verfahrenstechnologien.* Vgl. Beckman, M. e. a. (2024): Circular Economy – Die Perspektive von chemischer Technik und Biotechnologie (online). DECHEMA - Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie e. V., Frankfurt a. M., S. 17 ff. (abgerufen am: 27.02.2026) Die Steigerung der Anzahl an innovativen Technologien könnte die Innovationskraft der Chemischen Industrie stärken und somit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit.
 

Chemische Produkte als Enabler für kreislauforientiertes Produktdesign

Bereits in der Entwicklung und Formulierung chemischer Produkte entscheidet sich, wie ressourceneffizient, wiederverwendbar und recyclingfähig diese später sein werden. Für die chemische Industrie, die zahlreiche Vorprodukte für die verschiedensten Endanwendungen liefert, trägt diese Verantwortung doppelt: sie trifft nicht nur das eigene Produkt, sondern erstreckt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zum fertigen Endprodukt.* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, Frankfurt a. M., S. 18 (abgerufen am: 30.01.2026)

Kreislauforientiertes Produktdesign zielt darauf ab, (Zwischen-)Produkte von Anfang an so zu gestalten, dass Stoff- und Energieeinsatz bei der Rohstoffgewinnung/-aufbereitung, Produktherstellung und in der Nutzungsphase minimiert ist, eine Kreislaufführung am Lebenswegende möglich ist und nachwachsende, CO2-basierte oder Sekundärrohstoffe bevorzugt eingesetzt werden können. Es gibt zwei Wege wie dies in der Praxis umsetzbar ist:

  • Eine gezielte Gestaltung der (Zwischen-)Produkte: Hierfür wird fundiertes Wissen über Rohstoffe, Anwendungsbereiche, End-of-Life-Szenarien und verfügbare Recyclingtechnologien benötigt. 
  • Ein kreislauforientiertes Design der Herstellung und Weiterverarbeitung der (Zwischen-)Produkte: Durch veränderte Formulierungen oder alternative Rohstoffe lassen sich Stoff- und Energieverbräuche reduzieren, Abfälle minimieren und Produktionsprozesse effizienter gestalten.

Allerdings stoßen diese Ansätze auch an Limitationen: Insbesondere Produkte der Spezialchemie gehen in der Endanwendung oft in komplexe Materialverbünde ein, was das Recycling erheblich erschwert.* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, Frankfurt a. M., S. 19 (abgerufen am: 30.01.2026)

Die chemische Industrie kann darüber hinaus gezielt Produkte entwickeln, die die Recyclingfähigkeit von Endprodukten erhöhen – etwa Kleb- und Dichtstoffe oder Beschichtungen, die Langlebigkeit, Zerlegbarkeit und Reparierbarkeit fördern. Ein Beispiel sind lösbare Klebstoffsysteme für Elektronik oder Bauprodukte, die ein sortenreines Recycling ermöglichen.* Vgl. Pettersson, T. (o. D.): Chemie im Dienste der Kreislaufwirtschaft (online). JOQORA® - Chemieblog (abgerufen am: 19.03.2026)

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Transformation der Rohstoffbasis

Die chemische Industrie ist für die Herstellung von kohlenstoffbasierten Chemikalien und Produkten, die einen großen Anteil innerhalb der chemiebasierten Produktpalette ausmachen, in besonderem Maße von fossilen und primären Rohstoffen abhängig. Daher ist die Substitution von Erdöl und Erdgas mit recyceltem, biobasierten oder CO2-basierten Kohlenstoff ein zentrales Ziel der Kreislaufwirtschaft in der chemischen Industrie.* Vgl. Hübner, K. (2025): Chemie im Kreislauf (online). Max-Planck-Gesellschaft (abgerufen am: 19.03.2026) Typische Beispiele:

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Schließen von Stoffkreisläufen

Die Rückführung von Chemikalien und chemischen Produkten umfasst ihre Wiederaufbereitung (z. B. Abtrennung aus Stoffgemischen, Reinigung von Verunreinigungen), Weiterverarbeitung und Nutzung zur erneuten Rohstoffgewinnung. Grundlage dafür ist ein durchdachtes Chemikalien- und Produktdesign, das bereits in der Entwicklungsphase die spätere End-of-Life-Fähigkeit berücksichtigt. Damit eine Rückführung gelingt, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:

  • Recyclingfähigkeit – Recyclingfähigkeit der zurückzuführenden Stoffströme muss gegeben sein
  • Aufbereitungsinfrastruktur – eine direkt anschließende Verarbeitungsstufe muss vorhanden sein
  • Qualitätsanforderungen – der aufbereitete bzw. zurückgewonnene Stoff muss eine vorgegebene Qualität erreichen

Die notwendigen Aufbereitungs- und Qualitätssicherungsprozesse verursachen zusätzliche Kosten. Diesem Mehraufwand stehen jedoch die Erreichung von Kreislaufwirtschaftszielen und positive Effekte auf die Vermarktungspreise der Chemikalien und Produkte gegenüber.

Material- und energieeffiziente Produktion

Eine ressourceneffiziente Produktion unterstützt dabei nur so viel Material und Energie für das Produktionsziel einzusetzen, wie benötigt wird. Zentrale Ziele sind dabei die Reduktion von Ausschussmengen auf ein Minimum (z. B. durch Vermeiden von Fehlchargen) und die Optimierung des Reaktions- und Prozesssystems zur Minimierung von nicht-nutzbaren Nebenprodukten. Denn je weniger Rest- und Abfallstoffe entstehen, desto weniger stofflicher und energetischer Aufwand muss betrieben werden, diese wieder aufzubereiten und im Kreislauf zu führen.* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, Frankfurt a. M., S. 21 (abgerufen am: 30.01.2026)

Folgende technologischen Ansätze sind typische Hebel für eine Effizienzsteigerung in der chemischen Produktion:* Vgl. Kompetenzzentrum Klimaschutz für energieintensive Industrien (2025): Grundstoffchemische Industrie (online). KEI (abgerufen am: 24.02.2026)

  • Digitalisierung und KI: Vorausschauende Wartung, datenbasierte Prozessoptimierung und KI-gestützte Regelung können den Rohstoffeinsatz, Energieverbrauch, und Ausschuss deutlich senken. Je präziser Prozessparameter digital erfasst werden, desto gezielter lassen sich Optimierungsmaßnahmen entwickeln.
  • Energieeffiziente Reaktions- und Trennverfahren: Prozessintensivierung, optimierte Reaktorkonzepte, energiearme Trenntechniken und Wärmerückgewinnung aus anfallender Prozesswärme mindern unerwünschte Nebenprodukte und Energieverluste. Dies erhöht Ausbeuten und reduziert den Bedarf an nachgeschalteter Reinigung und Kreislaufschließung.

 

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Welche Herausforderungen sind zu meistern?

Die chemische Industrie steht beim Übergang zur zirkulären Wirtschaftsweise und ressourceneffizienter Produktion vor mehreren großen Herausforderungen, für die auf wirtschaftlicher, forschungsinstitutioneller und regulatorischer Ebene Lösungen erarbeitet werden:* Vgl. Hundertmark, S. und Dr. Wieselhuber & Partner GmbH (2022): Leitfaden Einstieg in die Kreislaufwirtschaft in der Chemischen Industrie (online). Chemie³ - die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie, Frankfurt a. M., S. 11, 19 ff., 37, 39 (abgerufen am: 30.01.2026)

  • Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit: Die chemische Industrie muss Chemikalien und chemische Produkte entwickeln, die kreislauffähig sind, also sich gut recyceln lassen oder aus wiederverwertbaren Materialien bestehen. Das erfordert innovationsorientiertes Produktdesign und eine enge Abstimmung von Materialentwicklung und Recyclingprozessen. Eine Herausforderung ist die Diskrepanz zwischen dem Rohstoffbedarf und der Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen, Mengen, Qualität.
  • Prozessbedingte Emissionen und technische Herausforderungen: Industrieprozesse in der Chemie sind häufig mit unvermeidbaren Emissionen verbunden, wie CO2-Ausstoß bei der Grundstoffproduktion. Diese Emissionen in den Kreislauf einzubeziehen oder zu minimieren ist technisch komplex. Weiterhin erschweren Verunreinigungen in Abfallströmen eine vollständige Zirkularität.
  • Wirtschaftlichkeit: Viele Maßnahmen der zirkulären Wirtschaft sind betriebswirtschaftlich noch nicht konkurrenzfähig gegenüber herkömmlichen linearen Produktionsweisen, vor allem wegen hoher Investitionskosten.

Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft in der Chemieindustrie ist in Bewegung. Das VDI ZRE unterstützt Unternehmen auf diesem Weg mit praxisnahen Arbeitsmitteln und konkreten Unterstützungsangeboten.

 

Unterstützungsangebote des ZRE: Inspiration, Praxis und Vernetzung

Ideen und Inspiration für Ihr Unternehmen

Zirkuläres Wirtschaften und Ressourceneffizienz eröffnen Unternehmen konkrete Chancen – wirtschaftlich, ökologisch und strategisch. Best-Practice-Beispiele, fachspezifische Publikationen sowie anschauliche Prozessketten und Visualisierungen machen greifbar, wie zirkuläre Maßnahmen und Ressourceneffizienzstrategien im Unternehmensalltag umgesetzt werden können – und welche Wirkung sie zu entfalten vermögen.

  • Das thüringische Unternehmen Chemiewerk Bad Göritz GmbH benötigt bei der Herstellung von Spezialchemikalien Rohstoffe wie Schwefelsäure- und -oxid sowie Erdgas, welches von externen Lieferanten bezogen wurde. Seit 2022 ist eine Anlage zur Schwefelverbrennung in Betrieb, welche die benötigten Rohstoffe CO2-frei nach Bedarf am Standort erzeugen kann. Kern der Anlage ist die Verbrennung von flüssigem Schwefel, da dieser als Abfallprodukt in Raffinieren und Kraftwerken anfällt und direkt weiterverwendet werden kann. Beim Verbrennungsprozess fällt Schwefeldioxid (SO2) an, der zum einen Teil in einem Abhitzekessel abgekühlt wird und zum anderen in einem Konverter zu Schwefeltrioxid (SO3) oxidiert um im Anschluss zu konzentrierter Schwefelsäure (H2SO4) umgewandelt zu werden.

    Mit der bei den Prozessen entstehenden Wärme wird Dampf erzeugt, welcher für den Antrieb des Gebläses für die Verbrennungsluft, zum Betrieb der Adsorptionskälteanlage und mittels einer Turbine zur Stromerzeugung genutzt wird. Der Restdampf wird in das vorhandene Dampfnetz des Werkes eingespeist und der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf vor Ort und dem Betrieb der Anlage verwendet. Das innovative Vorhaben hat in der Chemiebranche Modellcharakter und zeigt, wie an einem Standort aus einem einzigen Rohstoff verschiedene Produkte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltfreundlich hergestellt werden können.

    Die Umweltentlastung macht sich an mehreren Punkten deutlich bemerkbar: es entstehen weder Abwässer noch Abfälle, es werden bis zu 50% des Erdgases eingespart und das Produktionsverfahren spart um die 3400 Tonnen CO2-Emissonen jährlich ein, was einer Minderung von 33% entspricht.

     

    Quellen:

     

    Umweltinnovationsprogramm (2019): Errichtung einer Anlage zur Schwefelverbrennung für die CO2-freie Herstellung von Prozessdampf und die optimale Versorgung mit Rohstoffen (abgerufen am: 08.07.2022), verfügbar unter: www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte/errichtung-einer-anlage-zur-schwefelverbrennung-fuer-die-co2-freie-herstellung-von

     

    Ein Chemikalienhersteller fertigt eine Komponente für die Herstellung von Polycarbonaten. Für die Produktion dieser Komponente wird Phenol als Reaktant in einem Batch-Verfahren eingesetzt. Im Herstellungsverfahren läuft eine mehrstufige Gleichgewichtsreaktion ab. Hierbei wird das Phenol überschüssig eingesetzt. Es wird mehr Phenol hinzugegeben, als tatsächlich umgesetzt wird. Somit bleiben nach dem Verfahren phenolhaltige Rückstände zurück. Durch die Toxizität der Rückstände ist die Entsorgung in einer Kläranlage nicht zulässig und eine chemische Auftrennung der Rückstände wird durch andere gelöste Stoffe behindert.

    Die Entsorgung erfolgt daher bisher über eine kostenintensive Sondermüllverbrennung. Da die Rückstände recycelbar sind, jedoch keine Verfahrenslösungen am Markt verfügbar waren, modifizierte das Unternehmen die bestehende Prozessinfrastruktur, ohne zusätzliche Destillationskolonnen zu installieren.

    Über die umgebauten Verfahren ist es möglich, das Phenol aus dem Abwasser zu trennen und es wieder dem Prozess zuzuführen. Der geschlossene Phenolkreislauf spart jährlich rund 150 t Phenol ein. Zusätzlich entfallen 150 t Abwasser und zwölf Tankzüge, die das zuvor benötigte Phenol geliefert haben. Das entspricht ca. 1000 l Diesel pro Jahr.

     

    Quellen:

     

    Schmidt; Spieth; Bauer und Haubach (2017): 100 Betriebe für Ressourceneffizienz - Band 1 – Praxisbeispiele aus der produzierenden Wirtschaft, Berlin, Heidelberg, Springer-Verlag, ISBN 978-3-662-53366-6, S. 102-105

     

    In der chemischen Industrie werden Lösungsmittel meist in einer so genannten Strippanlage durch Dampfduck aus der flüssigen in die gasförmige Phase überführt, kondensiert und anschließend dem Prozess wieder zugeführt. Dieses Verfahren ist energieintensiv. Mit Unterstützung einer Tochtergesellschaft des TÜV-Nord gelang es einem Unternehmen, seine Effizienz derart zu steigern, dass auf eine umfangreiche Anlagenerweiterung verzichtet werden konnte.

    Die Kondensationswärme der mit Wasserdampf gesättigten Luft (Brüdendämpfe) wird in der optimierten Anlage genutzt, um neuen Dampfdruck für die Stripperanlage zu erzeugen. Dazu werden die Brüdendämpfe über einen Plattenwärmetauscher geführt und kondensiert. Die Wärme wird für die erneute Erzeugung des Dampfdrucks genutzt. So kann das zur Kondensation benötigte Kühlwasser größtenteils eingespart werden und zudem wird keine Förderpumpe mehr benötigt, um das Wasser in Umlauf zu bringen. Hieraus ergeben sich Einsparungen von 60 Prozent für den Strippprozess und die Kühlwassermenge wird um 70 Prozent gesenkt.

     

    Quellen:

     

    Steffen Gülland (2017): Sparen Sie mit Wärmerückgewinnung Betriebskosten. Process (abgerufen am: 07.07.2022), verfügbar unter: www.process.vogel.de/sparen-sie-mit-waermerueckgewinnung-betriebskosten-a-581007/

    Kühltürme haben in der Herstellung chemischer Produkte eine wichtige Funktion. Sie kühlen Wasserdampf, vorher meist als Prozessdampf eingesetzt, herunter und gewinnen dabei über Wärmetauscher-Systeme einen Teil der im Wasserdampf enthaltenen Energie wieder. die an anderer Stelle wieder eingesetzt werden kann.

    Wartung und Instandhaltung sind ein wichtiges Instrument, um die Nutzungsdauer der Kühltürme zu maximieren. Doch wann ist der beste Zeitpunkt für eine Wartung und Instandhaltung?

    Durch eingesetzte Sensoren in den Wärmeübertragern können beispielsweise Verschmutzungen überwacht werden. Durch diese Zustandsüberwachung kann der Zeitpunkt in Echtzeit ermittelt werden, ab dem die Qualitätsvorgaben (z. B. Dampftemperaturen) nicht mehr gegeben sind.

    Um den Leistungsabfall erst nicht geschehen zu lassen diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen wurde eine vorausschauende Wartung auf Basis eines KI-gestützten Systems entwickelt, das potenzielle Ausfälle frühzeitig erkennt und idealerweise verhindert. Das KI-System werden die Messwerte der Sensoren (Fernwartungsmodule) zugeführt. Ein eigens trainiertes Machine-Learning-Modell analysiert zu diesem Zweck Zeitreihendaten der Kühlanlagen und verknüpft diese mit dem Erfahrungswissen des Fachpersonals. Im laufenden Betrieb gleicht das System die ermittelten Referenzverläufe kontinuierlich mit den aktuellen Sensordaten der Fernwartungsmodule ab und erkennt somit schleichende Veränderungen in den Messwerten. Ein vorher festgelegter Abweichungswert ermöglicht den Zeitpunkt des nächsten Wartungstermins vorherzusagen.

     

    Quellen:

     

    GAIH (2025): KI-basierte vorausschauende Wartung an Kühltürmen. BMUKN, (abgerufen am 12.12.2025), verfügbar unter: www.green-ai-hub.de/aktuelles/ki-praxisbeispiele/2023/praxisbeispiel-multi

    Das Projekt ReSensePro (Projektlaufzeit 10/2024-09/2027) zielt auf eine Effizienzsteigerung von chemischen Recyclinganlagen ab. Dies soll durch den Einsatz einer komplexen Sensorik bestehend aus Inline-Gaschromatographie und inline FTIR-Spektroskopie, erreicht werden. Auf Basis der durch inline-Analytik gewonnen Daten ist die Entwicklung und Implementierung einer intelligenten Prozesssteuerung möglich. Dadurch sind folgende drei Verbesserungen möglich: (1) Reduzierung von Ausschuss durch Grenzwertüberwachung, (2) Steigerung der Ölausbeute durch präzisere Temperaturregelung sowie (3) eine optimierte Wärmenutzung im Pyrolyseprozess durch geregelte Beschickung.

    Durch die geplante Effizienzsteigerung von Anlagen für chemisches Recycling mit einem jährlichen Durchsatz von ca. 300 t Kunststoff könnten Einsparungen von 12,17 t CO₂-Äquivalenten sowie 15,9 t Rohöl pro Anlage erzielt werden.

     

    Quellen:

     

    DigiRess (2024): Integration komplexer Sensorik in die Prozesssteuerung (ReSensePro). BMUKN, (abgerufen am 09.12.2025), verfügbar unter: www.digiress.de/projekte/ReSensePro

     

  • Mit einer Solaranlage, einem Blockheizkraftwerk, einer Pelletheizung sowie auf die Stromerzeugung abgestimmten Produktionsprozessen lässt sich CO₂-neutral produzieren.

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    Bei vielen Verfahren der chemischen Industrie, wie in der Pharma- oder Kosmetikchemie, wird ein Batch-Reaktor eingesetzt. Doch auch in großen Anlagen verläuft die Chemie ähnlich wie im Labor: Die Reagenzien fließen in einem Gefäß zusammen, können sich jedoch nicht sofort optimal miteinander vermischen. Somit herrschen im Gefäß unterschiedliche Konzentrationen der einzelnen Stoffe (Konzentrationshotspots) sowie unterschiedliche Temperaturen (Wärmehotspots). Experten sprechen deshalb auch von reduzierter Prozesskontrolle. Wie diese verbessert werden kann, zeigt der VDI ZRE Film

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    Digitale und vollautomatisierte Abläufe steigern die Ressourceneffizienz von Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Der neue Film des VDI ZRE zeigt am Beispiel der Blechwarenfabrik Limburg, wie das funktionieren kann.

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    200 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie pro Jahr – also etwa der gesamte Energieverbrauch des Bundeslands Hessen – werden als ungenutzte Abwärme von der deutschen Industrie in die Umwelt abgegeben. Im neuen Film des VDI ZRE „Stromerzeugung aus industrieller Abwärme“ zeigen zwei Unternehmen, wie sie aus dieser wertvollen Energie Strom gewinnen und somit einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.

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    Hohes Potenzial: Galvanik-Unternehmen, können solarthermische Anlagen nutzen, um ihre Becken auf die notwendige Temperatur zu bringen. Die benötigte Wärmeenergie liegt hier in einem Bereich von unter 100 Grad Celsius. Die Amortisationszeit der Anlagen reduziert sich somit auf wenige Jahre.

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  • Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft schließt den Übergang von einer linearen Wirtschaft zu einer Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) ein mit dem Ziel, Produkte, Produktteile, Materialien und Rohstoffe so lange wie möglich zu nutzen und in Kreisläufen zu führen. Dazu ist die Digitalisierung ein wichtiger Wegbereiter. Die Studie arbeitet Ressourcen-effizienzpotenziale durch digital gestützte zirkuläre Maßnahmen für KMU heraus und wird ergänzt durch einen Leitfaden für industrielle KMU.

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    Die Sauberkeitsanforderungen sowie die damit einhergehenden Restschmutzvorgaben sind im Bereich der industriellen Teilefertigung in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies zwingt Unternehmen, den Reinigungsprozess nicht mehr als gering priorisierten Bestandteil der Fertigungskette zu sehen.

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    Obwohl das Innovationsniveau der chemischen Industrie in Deutschland bereits sehr hoch ist, lassen sich insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen noch Potenziale für Material- und Energieeinsparungen finden. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie.

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    Am 05. Juni 2024 fand im Auftrag des BMUV ein Fachgespräch zum Thema „Ressourceneffizienz in der Praxis – Potenziale und Herausforderungen von Digitalisierungsmaßnahmen“ statt. Die Teilnehmenden diskutierten u. a. über die Möglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Ressourceneffizienz, die sich aus der Digitalisierung ergeben, aber auch über Herausforderungen für KMU, die damit einhergehen.

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    Am 18. April 2024 fand im Auftrag des BMUV ein Fachgespräch zum Thema „Ressourceneffiziente Lieferkette – Chancen und Herausforderungen der Treibhausgasbilanzierung“ statt. Die Teilnehmenden diskutierten angesichts zunehmender Kundenanfragen und sich verschärfenden gesetzlichen Vorgaben unter anderem über die aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der THG-Bilanzierung für Unternehmen.

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    Mittels digitaler Erfassung, Speicherung und Integration von Ressourcendaten lassen sich Material- und Energieverbräuche verfolgen und reduzieren. Denn durch das digitale Vorgehen werden Einsparpotenziale quantifizierbar. Oftmals ist jedoch der Wert dieser Daten für KMU schwer zu erfassen.

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    Das Konzept eines schlanken, ganzheitlichen Produktionssystems, mit dem wesentlichen Ziel, Verschwendung zu vermeiden, ist seit den Neunzigerjahren bekannt. Die Kurzanalyse bringt auf den Punkt, mit welchen Methoden der schlanken Produktion, Unternehmen Material und Energie sparen können.

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    Wertschöpfung neu denken und Ressourcen sparen: Neue Trends führen dazu, dass klassische Geschäftsmodelle weiterentwickelt werden oder ganz neue Wege wirtschaftlichen Handelns entstehen. Die aktuelle Kurzanalyse „Neue Geschäftsmodelle und Ressourceneffizienz“ des VDI ZRE zeigt, wie innovative Wertschöpfung im industriellen Umfeld auch Material und Energie sparen kann. Der Fokus liegt dabei auf KMU aus dem verarbeitenden Gewerbe.

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    Prozessintensivierte Verfahren in der chemischen Industrie bergen ein hohes Ressourceneffizienzpotenzial, da sie dazu beitragen, Materialien und Energie einzusparen. In den 1970er Jahren kam die Idee auf, mittels Prozessintensivierung die Entwicklung bahnbrechender Technologien anzustoßen. Was sich seit damals bis heute getan hat, hat das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) in dieser Kurzanalyse zusammengefasst.

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    Im verarbeitenden Gewerbe bestimmt der effiziente Rohstoffeinsatz maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der produzierten Erzeugnisse. Dieser wird durch die Wahl der Rohstoffquelle und durch materialeffiziente Produktions- und Verarbeitungsverfahren erzielt. Für den Themenbereich „Einsatz biobasierter Materialien im verarbeitenden Gewerbe“ stellt diese Kurzanalyse gezielt Informationen über Vorteile, praxisrelevante Aspekte beim Einsatz sowie Herausforderungen bereit.

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    Der Leitfaden „Strategisch ressourceneffizient. Unternehmensstrategien und -methoden zur Steigerung der Ressourceneffizienz“ ist für KMU konzipiert, die sich trotz begrenzter Kapazitäten den Herausforderungen, die sich bei der Steigerung der Ressourceneffizienz ergeben, stellen möchten und dient als Unterstützung für die Entwicklung einer eigenen Ressourceneffizienzstrategie.

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    Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Arbeitsmitteln, die für Frage- und Problemstellungen existieren und für die Umsetzung von Ressourceneffizienz im Unternehmen angewandt werden können. Der Leitfaden Ressourceneffizienz hilft, Ressourceneffizienzmaßnahmen Schritt für Schritt anzugehen.

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  • Bei chemischen Reaktionsverfahren wird eine beträchtliche Menge an Rohstoffen und Energie eingesetzt. Die Prozessvisualisierung Chemische Reaktionsverfahren umfasst unterschiedliche Themen: Neben der Reaktorauswahl und -auslegung spielen vor allem die Reaktionsführung und -kontrolle, das Mischen, die Katalyse sowie der Wärmeaustausch eine entscheidende Rolle.

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    Mit Hilfe von industriellen biotechnologischen Prozessen ist es möglich, Güter des alltäglichen Lebens ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Die Prozesskette Industrielle biotechnologische Verfahren visualisiert typische Schritte eines biotechnologischen Verfahrens und zeigt Einsparpotenziale für Material und Energie auf.

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    Aufgrund des beträchtlichen Rohstoff- und Energieaufwands sind Trennverfahren von großer wirtschaftlicher Bedeutung in der chemischen Produktion. Optimierungen führen zu höheren Abscheide- und energetischen Wirkungsgraden.

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    Die Prozesskomplexität im Herstellungsprozess beherrschen: Das ist eine der Herausforderungen der chemischen Produktionsverfahren. Die Grafik visualisiert beispielhaft einen chemischen Prozess und zeigt Verbesserungspotenziale für einzelne Schritte im Rahmen der Mess-, Steuer, und Regelungstechnik auf.

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    Die Prozessvisualisierung Herstellung von Feinchemikalien zeigt anhand der einzelnen Produktionsschritte und -elemente systematisch auf, an welchen Punkten im Produktionsprozess Material und Energie gespart werden können

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    Wie können Farben und Lacke steigenden Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig möglichst ressourcensparend hergestellt werden? Die Prozesskette Herstellung von Farben und Lacken zeigt Potenziale entlang des Herstellungsprozesses auf.

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    Einige Potenziale für Ressourceneffizienz sind unabhängig von der Branche. Wie sich grundsätzlich Material und Energie sparen lassen, wird bei dieser Prozessvisualisierung anhand einer modellhaften Produktions¬infra¬struktur gezeigt. Es werden dabei Themen aus der Industrie und dem Bauwesen adressiert.

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    In der Prozessvisualisierung Digitalisierung in der Produktion werden die Akteure im Produktlebenszyklus und deren informationstechnische Vernetzung dargestellt. Die Einsparpotenziale an Material und Energie werden anhand der Umsetzung von Digitalisierungs- und Vernetzungsmaßnahmen aufgezeigt.

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Das thüringische Unternehmen Chemiewerk Bad Göritz GmbH benötigt bei der Herstellung von Spezialchemikalien Rohstoffe wie Schwefelsäure- und -oxid sowie Erdgas, welches von externen Lieferanten bezogen wurde. Seit 2022 ist eine Anlage zur Schwefelverbrennung in Betrieb, welche die benötigten Rohstoffe CO2-frei nach Bedarf am Standort erzeugen kann. Kern der Anlage ist die Verbrennung von flüssigem Schwefel, da dieser als Abfallprodukt in Raffinieren und Kraftwerken anfällt und direkt weiterverwendet werden kann. Beim Verbrennungsprozess fällt Schwefeldioxid (SO2) an, der zum einen Teil in einem Abhitzekessel abgekühlt wird und zum anderen in einem Konverter zu Schwefeltrioxid (SO3) oxidiert um im Anschluss zu konzentrierter Schwefelsäure (H2SO4) umgewandelt zu werden.

Mit der bei den Prozessen entstehenden Wärme wird Dampf erzeugt, welcher für den Antrieb des Gebläses für die Verbrennungsluft, zum Betrieb der Adsorptionskälteanlage und mittels einer Turbine zur Stromerzeugung genutzt wird. Der Restdampf wird in das vorhandene Dampfnetz des Werkes eingespeist und der erzeugte Strom wird für den Eigenbedarf vor Ort und dem Betrieb der Anlage verwendet. Das innovative Vorhaben hat in der Chemiebranche Modellcharakter und zeigt, wie an einem Standort aus einem einzigen Rohstoff verschiedene Produkte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltfreundlich hergestellt werden können.

Die Umweltentlastung macht sich an mehreren Punkten deutlich bemerkbar: es entstehen weder Abwässer noch Abfälle, es werden bis zu 50% des Erdgases eingespart und das Produktionsverfahren spart um die 3400 Tonnen CO2-Emissonen jährlich ein, was einer Minderung von 33% entspricht.

 

Quellen:

 

Umweltinnovationsprogramm (2019): Errichtung einer Anlage zur Schwefelverbrennung für die CO2-freie Herstellung von Prozessdampf und die optimale Versorgung mit Rohstoffen (abgerufen am: 08.07.2022), verfügbar unter: www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte/errichtung-einer-anlage-zur-schwefelverbrennung-fuer-die-co2-freie-herstellung-von

 

Ein Chemikalienhersteller fertigt eine Komponente für die Herstellung von Polycarbonaten. Für die Produktion dieser Komponente wird Phenol als Reaktant in einem Batch-Verfahren eingesetzt. Im Herstellungsverfahren läuft eine mehrstufige Gleichgewichtsreaktion ab. Hierbei wird das Phenol überschüssig eingesetzt. Es wird mehr Phenol hinzugegeben, als tatsächlich umgesetzt wird. Somit bleiben nach dem Verfahren phenolhaltige Rückstände zurück. Durch die Toxizität der Rückstände ist die Entsorgung in einer Kläranlage nicht zulässig und eine chemische Auftrennung der Rückstände wird durch andere gelöste Stoffe behindert.

Die Entsorgung erfolgt daher bisher über eine kostenintensive Sondermüllverbrennung. Da die Rückstände recycelbar sind, jedoch keine Verfahrenslösungen am Markt verfügbar waren, modifizierte das Unternehmen die bestehende Prozessinfrastruktur, ohne zusätzliche Destillationskolonnen zu installieren.

Über die umgebauten Verfahren ist es möglich, das Phenol aus dem Abwasser zu trennen und es wieder dem Prozess zuzuführen. Der geschlossene Phenolkreislauf spart jährlich rund 150 t Phenol ein. Zusätzlich entfallen 150 t Abwasser und zwölf Tankzüge, die das zuvor benötigte Phenol geliefert haben. Das entspricht ca. 1000 l Diesel pro Jahr.

 

Quellen:

 

Schmidt; Spieth; Bauer und Haubach (2017): 100 Betriebe für Ressourceneffizienz - Band 1 – Praxisbeispiele aus der produzierenden Wirtschaft, Berlin, Heidelberg, Springer-Verlag, ISBN 978-3-662-53366-6, S. 102-105

 

In der chemischen Industrie werden Lösungsmittel meist in einer so genannten Strippanlage durch Dampfduck aus der flüssigen in die gasförmige Phase überführt, kondensiert und anschließend dem Prozess wieder zugeführt. Dieses Verfahren ist energieintensiv. Mit Unterstützung einer Tochtergesellschaft des TÜV-Nord gelang es einem Unternehmen, seine Effizienz derart zu steigern, dass auf eine umfangreiche Anlagenerweiterung verzichtet werden konnte.

Die Kondensationswärme der mit Wasserdampf gesättigten Luft (Brüdendämpfe) wird in der optimierten Anlage genutzt, um neuen Dampfdruck für die Stripperanlage zu erzeugen. Dazu werden die Brüdendämpfe über einen Plattenwärmetauscher geführt und kondensiert. Die Wärme wird für die erneute Erzeugung des Dampfdrucks genutzt. So kann das zur Kondensation benötigte Kühlwasser größtenteils eingespart werden und zudem wird keine Förderpumpe mehr benötigt, um das Wasser in Umlauf zu bringen. Hieraus ergeben sich Einsparungen von 60 Prozent für den Strippprozess und die Kühlwassermenge wird um 70 Prozent gesenkt.

 

Quellen:

 

Steffen Gülland (2017): Sparen Sie mit Wärmerückgewinnung Betriebskosten. Process (abgerufen am: 07.07.2022), verfügbar unter: www.process.vogel.de/sparen-sie-mit-waermerueckgewinnung-betriebskosten-a-581007/

Kühltürme haben in der Herstellung chemischer Produkte eine wichtige Funktion. Sie kühlen Wasserdampf, vorher meist als Prozessdampf eingesetzt, herunter und gewinnen dabei über Wärmetauscher-Systeme einen Teil der im Wasserdampf enthaltenen Energie wieder. die an anderer Stelle wieder eingesetzt werden kann.

Wartung und Instandhaltung sind ein wichtiges Instrument, um die Nutzungsdauer der Kühltürme zu maximieren. Doch wann ist der beste Zeitpunkt für eine Wartung und Instandhaltung?

Durch eingesetzte Sensoren in den Wärmeübertragern können beispielsweise Verschmutzungen überwacht werden. Durch diese Zustandsüberwachung kann der Zeitpunkt in Echtzeit ermittelt werden, ab dem die Qualitätsvorgaben (z. B. Dampftemperaturen) nicht mehr gegeben sind.

Um den Leistungsabfall erst nicht geschehen zu lassen diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen wurde eine vorausschauende Wartung auf Basis eines KI-gestützten Systems entwickelt, das potenzielle Ausfälle frühzeitig erkennt und idealerweise verhindert. Das KI-System werden die Messwerte der Sensoren (Fernwartungsmodule) zugeführt. Ein eigens trainiertes Machine-Learning-Modell analysiert zu diesem Zweck Zeitreihendaten der Kühlanlagen und verknüpft diese mit dem Erfahrungswissen des Fachpersonals. Im laufenden Betrieb gleicht das System die ermittelten Referenzverläufe kontinuierlich mit den aktuellen Sensordaten der Fernwartungsmodule ab und erkennt somit schleichende Veränderungen in den Messwerten. Ein vorher festgelegter Abweichungswert ermöglicht den Zeitpunkt des nächsten Wartungstermins vorherzusagen.

 

Quellen:

 

GAIH (2025): KI-basierte vorausschauende Wartung an Kühltürmen. BMUKN, (abgerufen am 12.12.2025), verfügbar unter: www.green-ai-hub.de/aktuelles/ki-praxisbeispiele/2023/praxisbeispiel-multi

Das Projekt ReSensePro (Projektlaufzeit 10/2024-09/2027) zielt auf eine Effizienzsteigerung von chemischen Recyclinganlagen ab. Dies soll durch den Einsatz einer komplexen Sensorik bestehend aus Inline-Gaschromatographie und inline FTIR-Spektroskopie, erreicht werden. Auf Basis der durch inline-Analytik gewonnen Daten ist die Entwicklung und Implementierung einer intelligenten Prozesssteuerung möglich. Dadurch sind folgende drei Verbesserungen möglich: (1) Reduzierung von Ausschuss durch Grenzwertüberwachung, (2) Steigerung der Ölausbeute durch präzisere Temperaturregelung sowie (3) eine optimierte Wärmenutzung im Pyrolyseprozess durch geregelte Beschickung.

Durch die geplante Effizienzsteigerung von Anlagen für chemisches Recycling mit einem jährlichen Durchsatz von ca. 300 t Kunststoff könnten Einsparungen von 12,17 t CO₂-Äquivalenten sowie 15,9 t Rohöl pro Anlage erzielt werden.

 

Quellen:

 

DigiRess (2024): Integration komplexer Sensorik in die Prozesssteuerung (ReSensePro). BMUKN, (abgerufen am 09.12.2025), verfügbar unter: www.digiress.de/projekte/ReSensePro

 

Mit einer Solaranlage, einem Blockheizkraftwerk, einer Pelletheizung sowie auf die Stromerzeugung abgestimmten Produktionsprozessen lässt sich CO₂-neutral produzieren.

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Bei vielen Verfahren der chemischen Industrie, wie in der Pharma- oder Kosmetikchemie, wird ein Batch-Reaktor eingesetzt. Doch auch in großen Anlagen verläuft die Chemie ähnlich wie im Labor: Die Reagenzien fließen in einem Gefäß zusammen, können sich jedoch nicht sofort optimal miteinander vermischen. Somit herrschen im Gefäß unterschiedliche Konzentrationen der einzelnen Stoffe (Konzentrationshotspots) sowie unterschiedliche Temperaturen (Wärmehotspots). Experten sprechen deshalb auch von reduzierter Prozesskontrolle. Wie diese verbessert werden kann, zeigt der VDI ZRE Film

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Digitale und vollautomatisierte Abläufe steigern die Ressourceneffizienz von Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Der neue Film des VDI ZRE zeigt am Beispiel der Blechwarenfabrik Limburg, wie das funktionieren kann.

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200 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie pro Jahr – also etwa der gesamte Energieverbrauch des Bundeslands Hessen – werden als ungenutzte Abwärme von der deutschen Industrie in die Umwelt abgegeben. Im neuen Film des VDI ZRE „Stromerzeugung aus industrieller Abwärme“ zeigen zwei Unternehmen, wie sie aus dieser wertvollen Energie Strom gewinnen und somit einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.

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Hohes Potenzial: Galvanik-Unternehmen, können solarthermische Anlagen nutzen, um ihre Becken auf die notwendige Temperatur zu bringen. Die benötigte Wärmeenergie liegt hier in einem Bereich von unter 100 Grad Celsius. Die Amortisationszeit der Anlagen reduziert sich somit auf wenige Jahre.

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Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft schließt den Übergang von einer linearen Wirtschaft zu einer Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) ein mit dem Ziel, Produkte, Produktteile, Materialien und Rohstoffe so lange wie möglich zu nutzen und in Kreisläufen zu führen. Dazu ist die Digitalisierung ein wichtiger Wegbereiter. Die Studie arbeitet Ressourcen-effizienzpotenziale durch digital gestützte zirkuläre Maßnahmen für KMU heraus und wird ergänzt durch einen Leitfaden für industrielle KMU.

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Die Sauberkeitsanforderungen sowie die damit einhergehenden Restschmutzvorgaben sind im Bereich der industriellen Teilefertigung in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies zwingt Unternehmen, den Reinigungsprozess nicht mehr als gering priorisierten Bestandteil der Fertigungskette zu sehen.

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Obwohl das Innovationsniveau der chemischen Industrie in Deutschland bereits sehr hoch ist, lassen sich insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen noch Potenziale für Material- und Energieeinsparungen finden. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie.

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Am 05. Juni 2024 fand im Auftrag des BMUV ein Fachgespräch zum Thema „Ressourceneffizienz in der Praxis – Potenziale und Herausforderungen von Digitalisierungsmaßnahmen“ statt. Die Teilnehmenden diskutierten u. a. über die Möglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Ressourceneffizienz, die sich aus der Digitalisierung ergeben, aber auch über Herausforderungen für KMU, die damit einhergehen.

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Am 18. April 2024 fand im Auftrag des BMUV ein Fachgespräch zum Thema „Ressourceneffiziente Lieferkette – Chancen und Herausforderungen der Treibhausgasbilanzierung“ statt. Die Teilnehmenden diskutierten angesichts zunehmender Kundenanfragen und sich verschärfenden gesetzlichen Vorgaben unter anderem über die aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der THG-Bilanzierung für Unternehmen.

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Mittels digitaler Erfassung, Speicherung und Integration von Ressourcendaten lassen sich Material- und Energieverbräuche verfolgen und reduzieren. Denn durch das digitale Vorgehen werden Einsparpotenziale quantifizierbar. Oftmals ist jedoch der Wert dieser Daten für KMU schwer zu erfassen.

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Das Konzept eines schlanken, ganzheitlichen Produktionssystems, mit dem wesentlichen Ziel, Verschwendung zu vermeiden, ist seit den Neunzigerjahren bekannt. Die Kurzanalyse bringt auf den Punkt, mit welchen Methoden der schlanken Produktion, Unternehmen Material und Energie sparen können.

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Wertschöpfung neu denken und Ressourcen sparen: Neue Trends führen dazu, dass klassische Geschäftsmodelle weiterentwickelt werden oder ganz neue Wege wirtschaftlichen Handelns entstehen. Die aktuelle Kurzanalyse „Neue Geschäftsmodelle und Ressourceneffizienz“ des VDI ZRE zeigt, wie innovative Wertschöpfung im industriellen Umfeld auch Material und Energie sparen kann. Der Fokus liegt dabei auf KMU aus dem verarbeitenden Gewerbe.

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Prozessintensivierte Verfahren in der chemischen Industrie bergen ein hohes Ressourceneffizienzpotenzial, da sie dazu beitragen, Materialien und Energie einzusparen. In den 1970er Jahren kam die Idee auf, mittels Prozessintensivierung die Entwicklung bahnbrechender Technologien anzustoßen. Was sich seit damals bis heute getan hat, hat das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) in dieser Kurzanalyse zusammengefasst.

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Im verarbeitenden Gewerbe bestimmt der effiziente Rohstoffeinsatz maßgeblich die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der produzierten Erzeugnisse. Dieser wird durch die Wahl der Rohstoffquelle und durch materialeffiziente Produktions- und Verarbeitungsverfahren erzielt. Für den Themenbereich „Einsatz biobasierter Materialien im verarbeitenden Gewerbe“ stellt diese Kurzanalyse gezielt Informationen über Vorteile, praxisrelevante Aspekte beim Einsatz sowie Herausforderungen bereit.

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Der Leitfaden „Strategisch ressourceneffizient. Unternehmensstrategien und -methoden zur Steigerung der Ressourceneffizienz“ ist für KMU konzipiert, die sich trotz begrenzter Kapazitäten den Herausforderungen, die sich bei der Steigerung der Ressourceneffizienz ergeben, stellen möchten und dient als Unterstützung für die Entwicklung einer eigenen Ressourceneffizienzstrategie.

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Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Arbeitsmitteln, die für Frage- und Problemstellungen existieren und für die Umsetzung von Ressourceneffizienz im Unternehmen angewandt werden können. Der Leitfaden Ressourceneffizienz hilft, Ressourceneffizienzmaßnahmen Schritt für Schritt anzugehen.

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Bei chemischen Reaktionsverfahren wird eine beträchtliche Menge an Rohstoffen und Energie eingesetzt. Die Prozessvisualisierung Chemische Reaktionsverfahren umfasst unterschiedliche Themen: Neben der Reaktorauswahl und -auslegung spielen vor allem die Reaktionsführung und -kontrolle, das Mischen, die Katalyse sowie der Wärmeaustausch eine entscheidende Rolle.

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Mit Hilfe von industriellen biotechnologischen Prozessen ist es möglich, Güter des alltäglichen Lebens ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Die Prozesskette Industrielle biotechnologische Verfahren visualisiert typische Schritte eines biotechnologischen Verfahrens und zeigt Einsparpotenziale für Material und Energie auf.

Zur Prozessvisualisierung

Aufgrund des beträchtlichen Rohstoff- und Energieaufwands sind Trennverfahren von großer wirtschaftlicher Bedeutung in der chemischen Produktion. Optimierungen führen zu höheren Abscheide- und energetischen Wirkungsgraden.

Zur Prozessvisualisierung

Die Prozesskomplexität im Herstellungsprozess beherrschen: Das ist eine der Herausforderungen der chemischen Produktionsverfahren. Die Grafik visualisiert beispielhaft einen chemischen Prozess und zeigt Verbesserungspotenziale für einzelne Schritte im Rahmen der Mess-, Steuer, und Regelungstechnik auf.

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Die Prozessvisualisierung Herstellung von Feinchemikalien zeigt anhand der einzelnen Produktionsschritte und -elemente systematisch auf, an welchen Punkten im Produktionsprozess Material und Energie gespart werden können

Zur Prozessvisualisierung

Wie können Farben und Lacke steigenden Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig möglichst ressourcensparend hergestellt werden? Die Prozesskette Herstellung von Farben und Lacken zeigt Potenziale entlang des Herstellungsprozesses auf.

Zur Prozessvisualisierung

Einige Potenziale für Ressourceneffizienz sind unabhängig von der Branche. Wie sich grundsätzlich Material und Energie sparen lassen, wird bei dieser Prozessvisualisierung anhand einer modellhaften Produktions¬infra¬struktur gezeigt. Es werden dabei Themen aus der Industrie und dem Bauwesen adressiert.

Zur Prozessvisualisierung

In der Prozessvisualisierung Digitalisierung in der Produktion werden die Akteure im Produktlebenszyklus und deren informationstechnische Vernetzung dargestellt. Die Einsparpotenziale an Material und Energie werden anhand der Umsetzung von Digitalisierungs- und Vernetzungsmaßnahmen aufgezeigt.

Zur Prozessvisualisierung

Zirkuläres Wirtschaften und Ressourceneffizienz angewandt: Unterstützungsangebote für Ihre Praxis

Wissen allein genügt nicht – entscheidend ist die eigenständige Umsetzung im Betrieb. Gezielte Qualifizierungen, Werkzeuge und Tools vermitteln das nötige Handwerkszeug, um zirkuläre Maßnahmen und Ressourceneffizienzstrategien selbst anzugehen und dauerhaft zu verankern. Ganz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe: Die Angebote befähigen Unternehmen dazu, den Wandel aus eigener Kraft voranzutreiben.

  • Mit einem effizienteren Umgang von Rohstoffen können Chemieunternehmen wettbewerbsfähiger werden und die Umwelt schonen. Dieses Webtool zeigt verschiedene Digitalisierungstechnologien und deren Potenziale zur Einsparung von Material und Energie bei chemischen Produktionsverfahren auf – für neue oder bestehende Anlagen. Zudem stellt das Tool neue Technologien für eine ressourcenschonende und somit treibhausgasmindernde Bereitstellung von Stoffen vor.

    Zum Webtool

    Arbeiten Ihre Chemischen Reaktionsverfahren effizient? Machen Sie den Check und lernen Sie Maßnahmen und Methoden kennen, mit denen Sie Ihre Reaktionsverfahren verbessern können.

    Zum Ressourcencheck

    Mit Hilfe von industriellen biotechnologischen Prozessen ist es möglich, Güter des alltäglichen Lebens ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren.

    Zum Ressourcencheck

    Trennverfahren sind sehr vielfältig und es gibt viele Möglichkeiten diese für die Reduktion des Energie- und Materialverbrauchs in Ihren Produktionsprozessen einzusetzen.

    Zum Ressourcencheck

    Die Prozesskomplexität im Herstellungsprozess beherrschen: Das ist eine der Herausforderungen der chemischen Produktionsverfahren.

    Zum Ressourcencheck

    Können Sie bei der Herstellung von Feinchemikalien Energie und Material einsparen? Machen Sie den Ressourcencheck. Lernen Sie zahlreiche Strategien und Maßnahmen kennen, um den Ressourcenverbrauch in Ihrer Produktion zu reduzieren.

    Zum Ressourcencheck

    Nutzen Sie den Ressourcencheck und entdecken Einsparpotenziale für Energie und Material bei der Herstellung von Farben und Lacken. Sie erwartet ein umfangreiches Angebot Strategien und Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz in Ihren Produktionsverfahren.

    Zum Ressourcencheck

    Analysieren Sie das Umfeld Ihrer Fertigung, z. B. Beleuchtung, Klima-/ Wärmetechnik, Druckluft, Bauteilreinigung, Abfall- und Kreislaufführung, und lernen Einsparpotenziale kennen.

    Zum Ressourcencheck

    Nutzen Sie zur Steigerung der Ressourceneffizienz digitale Methoden zur virtuellen Planung und Simulation von Produktionsprozessen oder zur digitalen Produktentwicklung.

    Zum Ressourcencheck

    In sieben Schritten zu Ihrem zirkulären Geschäftsmodell: Der Generator unterstützt Sie sowohl bei der Umgestaltung eines existierenden Geschäftsmodells als auch der Erstellung eines neuen Geschäftsmodells. Beantworten Sie unternehmens- sowie produktspezifische Fragestellungen. Und wählen aus den R-Strategien und zirkulären Geschäftsmodell-Varianten. Im Ergebnis erhalten Sie ein Business Model Canvas, das individuell angepasst werden kann.

    Zum Generator

    Die Module des Kostenrechners bieten eine praxisnahe Einführung in die ressourcenbezogene Kostenrechnung. Sie ermöglichen eine Analyse der Kostenstruktur sowie der Material- und Energieflüsse im Unternehmen und können somit zur Identifizierung von Ressourceneffizienzpotentialen eingesetzt werden.

    Zum Kostenrechner

    Das ESTEM-Berechnungsverfahren dient dazu, die Klimawirksamkeit von Maßnahmen aus dem Bereich der betrieblichen Materialeffizienz abzuschätzen. Es liefert einen Bewertungsmaßstab für den innerbetrieblichen Vergleich von Materialeffizienzmaßnahmen, die Beantragung von Fördermitteln durch Unternehmen und Beratende sowie für die Förderung von entsprechenden Projekten.

    Zum Webtool
  • Potenziale für mehr Kreislaufführung und Ressourceneffizienz lassen sich gezielt identifizieren: In eintägigen, kostenfreien Unternehmensbesuchen schauen Expert*innen des VDI ZRE gemeinsam mit Ihnen auf Ihren Betrieb unter Anwendung erprobter VDI ZRE-Werkzeuge. Wie Planung und Ablauf konkret aussehen, erfahren Sie hier.

    Ressourcenchecks
  • In dieser Weiterbildung erlernen Sie, wie Sie strukturiert vorgehen, um in Prozessen und bei Produkten die Material- und Energieeffizienz zu steigern. Außerdem: Wie können KMU des verarbeitenden Gewerbes bereits mit einfachen, häufig kostenfreien Maßnahmen Ressourcen sparen?

    Zum Kursprogramm

    Die Kernfrage dieses Kurses ist: Wo lassen sich Material und damit Kosten sparen? Wir vermitteln eine neue Sichtweise auf Ihren Materialfluss und geben eine praxisnahe Einführung in die ressourcenbezogene Kostenrechnung – mithilfe der Materialflusskostenrechnung nach DIN EN ISO 14051.

    Zum Kursprogramm

    In diesem Kurs erhalten Sie einen Überblick zur Ermittlung von Treibhausgas-Emissionen (Methoden, Berechnungstools, Datenbanken). Sie lernen eine Methodik kennen, mit der Einsparungen von THG-Emissionen aus Materialeffizienzmaßnahmen abgeschätzt werden können.

    Darüber hinaus erlernen Sie den Umgang mit dem zugehörigen ESTEM-Webtool, um Materialeffizienzmaßnahmen innerbetrieblich zu vergleichen oder im Rahmen der Beantragung von Fördermitteln die Einsparungen von Treibhausgas-Emissionen durch das geplante Vorhaben zu quantifizieren.

    Zum Kursprogramm
  • Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft braucht Kapital, etwa für neue Anlagen, Prototypen für zirkuläres Produktdesign, Rücknahmesysteme und neue, innovative Geschäftsmodelle. Das VDI ZRE stellt die spezifischen Charakteristika von Finanzierungen für zirkuläre Vorhaben dar und präsentiert passende Finanzierungsquellen und Ansprechpartner

    Übersicht Finanzierung

    Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten und Ansatzpunke, um Kreislaufführung und Ressourceneffizienz im Unternehmen sowie in der Forschung und Entwicklung umzusetzen. „Förderung und Beratung“ bietet Ihnen einen Überblick; samt Verweisen auf weiterführende Informationen.

    Übersicht Förderung und Beratung

    Auf Bundesebene sowie auf europäischer Ebene werden Maßnahmen gefördert, die eine Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Auf der folgenden Seite werden Förderprogramme vorgestellt, die u. a. Förderschwerpunkte im Bereich Kreislaufwirtschaft thematisieren.

    Zu den Förderprogrammen

Mit einem effizienteren Umgang von Rohstoffen können Chemieunternehmen wettbewerbsfähiger werden und die Umwelt schonen. Dieses Webtool zeigt verschiedene Digitalisierungstechnologien und deren Potenziale zur Einsparung von Material und Energie bei chemischen Produktionsverfahren auf – für neue oder bestehende Anlagen. Zudem stellt das Tool neue Technologien für eine ressourcenschonende und somit treibhausgasmindernde Bereitstellung von Stoffen vor.

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Arbeiten Ihre Chemischen Reaktionsverfahren effizient? Machen Sie den Check und lernen Sie Maßnahmen und Methoden kennen, mit denen Sie Ihre Reaktionsverfahren verbessern können.

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Trennverfahren sind sehr vielfältig und es gibt viele Möglichkeiten diese für die Reduktion des Energie- und Materialverbrauchs in Ihren Produktionsprozessen einzusetzen.

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Können Sie bei der Herstellung von Feinchemikalien Energie und Material einsparen? Machen Sie den Ressourcencheck. Lernen Sie zahlreiche Strategien und Maßnahmen kennen, um den Ressourcenverbrauch in Ihrer Produktion zu reduzieren.

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Darüber hinaus erlernen Sie den Umgang mit dem zugehörigen ESTEM-Webtool, um Materialeffizienzmaßnahmen innerbetrieblich zu vergleichen oder im Rahmen der Beantragung von Fördermitteln die Einsparungen von Treibhausgas-Emissionen durch das geplante Vorhaben zu quantifizieren.

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Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft braucht Kapital, etwa für neue Anlagen, Prototypen für zirkuläres Produktdesign, Rücknahmesysteme und neue, innovative Geschäftsmodelle. Das VDI ZRE stellt die spezifischen Charakteristika von Finanzierungen für zirkuläre Vorhaben dar und präsentiert passende Finanzierungsquellen und Ansprechpartner

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Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten und Ansatzpunke, um Kreislaufführung und Ressourceneffizienz im Unternehmen sowie in der Forschung und Entwicklung umzusetzen. „Förderung und Beratung“ bietet Ihnen einen Überblick; samt Verweisen auf weiterführende Informationen.

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Ins Gespräch kommen: Erfahrungen austauschen und Netzwerken

Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft gelingt nicht in Unternehmenssilos – sie entsteht im Netzwerk. Zielorientierte Austauschformate schaffen Räume, um wertschöpfungsübergreifend zu denken, neue Perspektiven einzunehmen und konkrete Transformationsschritte gemeinsam zu entwickeln. Die Angebote des VDI ZRE befähigen Unternehmen dazu, die Kreislaufwirtschaft nicht nur zu verstehen, sondern sie im Austausch aktiv mitzugestalten – aus eigener Initiative und im Verbund mit anderen.

 

  • Unternehmen können sich jederzeit und kostenfrei an das VDI ZRE wenden – sei es bei konkreten Fachfragen, zur Anfrage von und Teilnahme an Veranstaltungen oder mit dem Wunsch nach gezielter Vernetzung. Als Ansprechpartner rund um die Themen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz unterstützt das VDI ZRE Unternehmen dabei, den richtigen Einstieg zu finden.

     

    Kommen Sie gern auf uns zu:

    📞 Tel.: +49 (0)30 2759506-505

    ✉️ E-Mail: zre-industrie@vdi.de

  • Das VDI ZRE ist regelmäßig mit eigenen Veranstaltungen präsent und bringt Fachwissen aktiv in Fachkonferenzen und Branchenveranstaltungen ein – etwa durch Vorträge, Podiumsbeiträge und fachliche Diskussionen. So entstehen Räume für Austausch, Vernetzung und den Transfer aktuellen Wissens rund um Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz.

     

    Sprechen Sie uns gern für Veranstaltungsanfragen an:

    📞 Tel.: +49 (0)30 2759506-505

    ✉️ E-Mail: zre-info@vdi.de

    Hier geht es zu den aktuellen Veranstaltungen

    Gemeinsam mit regionalen Partnern – darunter Kommunen, IHK, Handwerkskammern und weiteren Netzwerken – bietet das VDI ZRE Veranstaltungen zu Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz an, die sich vor allem an KMU, Handwerksbetriebe und Startups richten. Ziel ist es, lokale Netzwerke zu stärken und die Umsetzung ressourcenschonender Ansätze zu fördern.

     

    Bei Interesse an einer gemeinsamen Veranstaltung oder aktuellen Terminen sprechen Sie uns gern an:

    📞 Tel.: +49 (0)30 2759506-505

    ✉️ E-Mail: zre-info@vdi.de

  • Der Industrie-Club Ressourceneffizienz ist eine bundesweite und branchenübergreifende Unternehmensplattform für kleine und mittlere Unternehmen, die eine Vorreiterrolle in Sachen Ressourceneffizienz einnehmen. Organisator und Initiator ist das VDI ZRE im Auftrag des Bundesumweltministeriums.

    Hier geht es zum Industrie-Club Ressourceneffizienz

    Als Initiative des Bundesumweltministeriums bündelt das Netzwerk Ressourceneffizienz (NeRess) Know-how und Erfahrungen im Themenfeld der Ressourceneffizienz und dient der gegenseitigen Information und Vernetzung.

     

    Sie möchten im Bereich Ressourceneffizienz auf dem Laufenden bleiben? Der vierteljährliche NeRess-Newsletter informiert umfassend über Neuigkeiten, Förderungen, Auszeichnungen und wichtige Termine.

    Melden Sie sich an unter: www.neress.de/netzwerk/newsletter.

    Hier geht es zur NeRess-Website

    Das VDI ZRE unterstützt im Auftrag des Bundesumweltministeriums den Dialogprozess zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) und fördert den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

    Die im Dezember 2024 beschlossene NKWS ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zirkulären Wirtschaft, die Rohstoffe und Produkte möglichst lange nutzt und Materialien im Kreislauf hält. So stärkt sie die Resilienz und Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland.

    Hier geht es zur NKWS-Website

    Grundlage für ressourcenschonendes Handeln ist Wissen: Das Netzwerk „Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz“ (BilRess) unterstützt die Ressourcenwende in Bildungseinrichtungen durch gezielte Wissensangebote.

    Hier geht es zu BilRess

Unternehmen können sich jederzeit und kostenfrei an das VDI ZRE wenden – sei es bei konkreten Fachfragen, zur Anfrage von und Teilnahme an Veranstaltungen oder mit dem Wunsch nach gezielter Vernetzung. Als Ansprechpartner rund um die Themen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz unterstützt das VDI ZRE Unternehmen dabei, den richtigen Einstieg zu finden.

 

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