Lieferanten und Einkauf


Bereits vor dem Eintreffen von Rohstoffen und Halbzeugen in einer Fabrik existieren vielfältige Möglichkeiten, Echtzeitdaten zu erfassen. Entscheidend für eine wertschöpfende Erfassung und anschließende Verarbeitung ist eine vertrauensvoll ausgeprägte Kommunikation mit den Lieferanten.

Echtzeit-Supply-Management

Die Vernetzung von Unternehmen entlang ihrer Lieferketten führt durch die Echtzeitdatenerfassung zu einem immer besseren Supply-Management. Aufgrund der automatisierten Verschleißüberwachung können mithilfe von Predictive Maintenance Anomalien detektiert und selbsttätig in naher Zukunft benötigte Ersatzteile bestellt werden, bevor es zu Problemen kommt. Dies wird durch eine umfassende Sensorik sowie die Auswertung der Daten durch Algorithmen und Künstliche Intelligenz (KI) möglich [5].

Praxisbeispiele und F&E-Projekte

In der LKW-Produktion wird bereits eine Form des Echtzeit-Supply-Managements genutzt. Statt große Ersatzteillager zu betreiben, werden selten benötigte Ersatzteile erst auf On-Demand-Bestellung produziert. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz von 3D-Druckern, die eine individuelle Herstellung unabhängig von großen Margen ermöglichen [5].

Ressourceneffizienzpotenzial

Durch das Echtzeit-Supply-Management können Ersatzteillager verkleinert werden. Dies spart nicht nur Lagerfläche, sondern auch Material, da überflüssige Ersatzteile gar nicht erst produziert werden. Durch die koordinierte Ersatzteilbeschaffung, die aufgrund frühzeitiger Informationen durch Predictive Maintenance möglich wird, können Bestellungen gebündelt und so Ressourcenverbräuche und CO2-Emissionen beim Transport eingespart werden [5].


Vernetzte Kommunikation von Einkauf, Lager und Produktion

Bei der Versorgung der Produktion mit Komponenten, Betriebsmitteln und Verschleißteilen setzen viele Unternehmen auf Kanban-Prozesse für eine verbrauchsorientierte Nachschubsteuerung. Erst der tatsächliche Verbrauch von Materialien oder Gütern löst den Bestellprozess aus. Durch die Vernetzung der gesamten Prozesskette werden so Kapazitätskonflikte aufgezeigt und können durch eine automatisierte Nachbestellung behoben werden [5].

Praxisbeispiele und F&E-Projekte

Ein Pumpenhersteller hat in seiner Produktionshalle eine E-Kanban-Lösung implementiert. Zwei Primärdefizite der zuvor eingesetzten manuellen Lösung könnten somit beseitigt werden:

  • Das händische Einsammeln der Kanban-Karten durch Mitarbeiter machte eine Echtzeit-Transparenz an Bedarf und Beständen unmöglich.

  • Der Verlust einzelner Kanban-Karten führte zu großen zeitlichen Verzögerungen bei der Bearbeitung von Bestellvorgängen.

Mithilfe einer Radio-Frequency-Identification-(RFID-)E-Kanban-Applikation wurden die Regale der Lager mit Lese- und Antennentechnik ausgestattet, sodass diese Daten nun automatisiert in Echtzeit an die Logistik übermittelt und entsprechende Nachbestellungen durch den Einkauf ohne Verzögerung getätigt werden können [16].

Ressourceneffizienzpotenzial

Durch die verbesserte Vernetzung von Einkauf, Lager und Produktion können Effizienzverluste in der Nachschubsteuerung sowie Bestände reduziert werden. Automatisierte Buchungen und erhöhte Transparenz verhindern Engpässe und damit Stillstand oder die reduzierte Auslastung in der Produktion.

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