Chancen und Risiken



PSS ist ein innovativer Ansatz für nachhaltiges Wirtschaften und bietet Unternehmen umfassende Chancen und Vorteile. Neben dem Potenzial bergen sie jedoch auch Herausforderungen, welche adressiert werden müssen.

Was sind ökonomische Chancen und Risiken?

  • Erschließung zusätzlicher Absatzmärkte [18, S. 528]
  • Stärkung und Verbesserung der Wettbewerbsposition durch innovative Life-Cycle-orientierte Geschäftsmodelle [18, S. 528] [8, S. 96]
  • Nachhaltige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung der strategischen Position [11, S. 1158]
  • Generierung von ergebnisstarken und stabilen Umsätzen [18, S. 528] und Sicherung eines ertragreichen Wachstums [18, S. 528]
  • Schaffung eines individuellen Mehrwerts für den Kunden sowie (direkt oder indirekt) soziale, ökologische und technologische Mehrwerte [13, S. 239 f.]
  • Vertiefung der Kundenbindung und stärkere Differenzierung [13, S. 240] [19, S. 278 f.]
  • Langfristige Wertschöpfungspartnerschaft mit dem Kunden [20, S. 320] [19, S. 278 f.]
  • Sammlung von Anwendungs-Know-how, Kompetenzen und Fähigkeiten [18, S. 528] [21, S. 85]
  • Reduzierung des wirtschaftlichen Risikos [21, S. 85] und der Lebenszykluskosten [22, S. 190] [9, S. 259]
  • Höherer Betriebs-, Koordinierungs- und Betreuungsaufwand (vor allem funktionales Ergebnis) [9, S. 259]
  • Höhere Verbindlichkeiten und Verantwortung [9, S. 255]
  • Investitions- und Organisationsaufwand für den Umstieg auf PSS (Implementierungsaufwand) [9, S. 259]
  • Fehlende Indikatoren bzw. Parameter zur Evaluation von Leistungs- bzw. Ergebniserfüllung [9, S. 254, 259]
  • Einkauf oder Entwicklung völlig neuer Kompetenzen und Fähigkeiten [21, S. 85]
  • Notwendigkeit neuer Liefer- und Vertriebskanäle und Produktionsverfahren, die mit dem bestehenden Produktverkaufsgeschäft konkurrieren können [21, S. 85]
  • Abschreibung von Kapital [21, S. 85]

Was sind ökologische Chancen und Risiken?

PSS-Geschäftsmodelle haben das Potenzial die Umweltleistung von Unternehmen zu verbessern und die Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit zu bewegen. Vor allem die Synergie von ökonomischen Gewinnen und Umweltvorteilen zeichnet PSS aus. [9] [17] [21]

Große Umweltpotenziale bestehen hier bei nutzungs- und ergebnisorientierten PSS. [11] [21] Außerdem sollen PSS die Verlagerung von Produktion und Verbrauch von der linearen hin zur zirkulären und ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft begünstigen. [23, S. 225] [11, S. 1163] [24, S. 500]

  • Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz und Schaffung von Entkopplungen, d. h. Steigerung des Gewinnniveaus und gleichzeitig Senkung des Ressourcen- und Energieverbrauchs [8, S. 96] [21, S. 76, 88]
  • Längere Produktlebensdauer [21, S. 86] [24, S. 504]
  • Unterstützung von Dematerialisierung und Digitalisierung [11, S. 1158]
  • Reduzierung von Kohlenstoffemissionen [11, S. 1157]
  • Verstärktes Recycling sowie Wiederaufbereitung und Wiederverwendung [24, S. 504]
  • Intensivere bzw. geteilte Nutzung von Investitions- und Konsumgütern [9, S. 258]
  • Gestaltungsfreiheit in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte (Design for Sustainability) [9]
  • Einhaltung von Umweltauflagen [8, S. 96]
  • Dominanz von geschäftlichen Anreizen anstatt Identifizierung von Ressourceneffizienzpotenzialen [21, S. 84]
  • Mögliche „Negativeffekte“ wie Verkürzung der Produktlebensdauer bzw. Zunahme der Umweltbelastungen durch verantwortungsloses Nutzerverhalten [9, S. 259]
  • Notwendigkeit zusätzlicher Kontroll- und Motivationsmechanismen, um eine langfristige Haltbarkeit des Produktes zu gewährleisten [9, S. 248 ff., 259]

Was sind sozialökonomische und technologische Chancen und Risiken?

  • Zugriff auf Service-Daten [25, S. 93] [26, S. 1163 ff.]
  • Stärkung des geistigen Eigentums [11, S. 1158]
  • Verbesserung der Innovationsfähigkeit (v. a. Technologie) [9, S. 252] [26, S. 1165]
  • Anpassung der Organisationsstrukturen [23, S. 227]
  • Erhöhung personeller Kapazitäten [23, S. 228]
  • Erweiterung des „Produktdenkens“ hin zum „Systemdenken“ [23, S. 226]
  • Verbesserung von Corporate Identity, d. h. als „verantwortungsbewusstes und transparentes“ Unternehmen ökologische und soziale Vorteile aufzeigen [8, S. 97]
  • Stärkung bzw. Erweiterung der Verantwortung von Herstellern und Dienstleistern über den gesamten Produktlebenszyklus (z. B. Wiederverwendung oder –aufbereitung) [23, S. 226 f.]
  • Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit/Partnerschaften und Bündelung vielfältiger, fachspezifischer Kernkompetenzen [8, S. 97, 100]
  • Einhaltung von Richtlinien und Gesetzgebung (z.B. Datenschutz, Arbeits- und Umweltvorschriften [8, S. 96]
  • Gefahr durch Kriminalität im digitalen Raum (Cybercrime) [26, S. 1162]
  • Möglicher Anstieg negativer Umwelteinflüsse durch Digitalisierung (z. B. Verbrauch seltener Erden, Emission durch Server und Datenbanken etc.)

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