Komponentensicherung
© VDI ZRE / Carolin Oelsner
Sicherung vermeidet Fehler
Eine Sicherung der Komponenten ist wichtig, um z. B. Zerstörungen oder unsachgemäßes Anbringen von Komponenten zu vermeiden. Dabei kann die Komponentensicherung auch zu einem intuitiv richtigen Montieren beitragen, bspw. wenn durch die Sicherung lediglich die zu montierenden Stellen zugänglich bleiben. Um Fehler bei der Montage zu verhindern, sollten die zu verbindenden Komponenten möglichst rutsch- und verschiebefest sein.
Additive Fertigung im Vorrichtungsbau
Mittlerweile haben sich eine Vielzahl unterschiedlicher additiver Fertigungsverfahren etabliert. Neben Kunststoffen können dabei auch Metalle und Keramiken zum Einsatz kommen. Der Vorteil der additiven Fertigung gegenüber konventionellen Fertigungsverfahren ist die hohe Gestaltungsfreiheit verbunden mit vergleichsweise niedrigem Materialeinsatz. Darüber hinaus sind bei der Herstellung der gewünschten Objekte in der Regel keine zusätzlichen Werkzeuge erforderlich.
Im Bereich der Montagetechnik können additive Fertigungsverfahren beispielsweise dabei helfen, individuelle Vorrichtungen zur Fixierung der zu montierenden Bauteile herzustellen. Sind dafür notwendige Drucker bereits im Betrieb vorhanden, so können neben der schnellen und Materialarmen Herstellung der Vorrichtungen auch Wege bzw. Transporte eingespart werden. Der Einsatz der additiven Fertigung in der Montagetechnik kann sich auch ökonomisch lohnen: Durch Verkürzungen der Vorlaufzeit um 40 bis 90 Prozent und Kosteneinsparungen von 70 bis 90 Prozent können sich erhebliche Potenziale ergeben.* Blum, F. (2021): So revolutioniert 3D-Druck den Werkzeug- und Vorrichtungsbau (online). Produktion.de (abgerufen am 15.12.2023).
Montagehilfen und Vorrichtungen mittels 3D-Druck
Traditionell ist die additive Fertigung von Funktionsteilen, Werkzeugen und Vorrichtungen aufgrund von Einschränkungen in der Festigkeit des Baumaterials und den auftretenden Kräften begrenzt. Innovationen in diesem Bereich führen allerdings dazu, dass die Herstellung von Montagehilfen und Vorrichtungen zukünftig häufiger mithilfe des 3D-Drucks erfolgen kann. Durch die Weiterentwicklung und präzise FFF-(Fused-Filament-Fabrication-)3D-Drucktechnologie in Verbindung mit Endloskohlefasern, Kevlar und Glasfasern können robuste Funktionsteile, Werkzeuge und Vorrichtungen gefertigt werden.
Der Vorteil der additiven Fertigung liegt dabei in der schnellen Reaktionszeit und der Möglichkeit, die Vorrichtung individuell an die spezifische Situation und die Arbeitende oder den Arbeitenden anzupassen. Vorrichtungen werden über Nacht gedruckt, wodurch lange Wartezeiten vermieden und konventionelle Produktionsmaschinen nicht blockiert werden. Die direkte Herstellung am Arbeitsplatz ermöglicht außerdem eine ressourcenschonende Produktion mit kurzen Transportwegen.* Lutz, J. (2016): 3D gedruckte Vorrichtung dient als Montagehilfe in der Fertigung (online). 3druck.com (abgerufen am 04.03.2021).