Logistik

„Cross-Sourcing” zwecks Resilienz der Lieferkette gegenüber geopolitischen Risiken

Die Beschaffungsstrategie des „Cross-Sourcing” hilft, flexibel auf geopolitische Risiken zu reagieren, indem bei Lieferengpässen auf Zweithändler*innen zurückgegriffen werden kann. Gleichzeitig bietet das „Cross-Sourcing” durch die weniger komplexe Basis an Lieferunternehmen ausreichend Kontrolle, sodass die Lieferkette insgesamt stabiler ist.* Sardesai, S.; Schreckenberg, F. und Kippenberger, J. (2023): Transformation von Lieferketten – Änderungen in der Auftragsabwicklung von Unternehmen. Whitepaper. Fraunhofer IML, Dortmund (abgerufen am: 10.07.2023), S. 33.

Steigerung der Resilienz und Nachhaltigkeit von Lieferketten durch „Glocal Sourcing”

Die Beschaffungsstrategie des „Glocal-Sourcing” kombiniert global beschaffte Hauptvolumenströme mit lokal redundanten Lieferunternehmen. Dies steigert nicht nur die Resilienz der Lieferkette, sondern macht die Beschaffung auch nachhaltiger, da in der Regel weniger Sonderfrachten und Eiltransporte vonnöten sind.* Sardesai, S.; Schreckenberg, F. und Kippenberger, J. (2023): Transformation von Lieferketten – Änderungen in der Auftragsabwicklung von Unternehmen. Whitepaper. Fraunhofer IML, Dortmund (abgerufen am: 10.07.2023), S. 33.

Allokationsflexible Beschaffung zur Steigerung der Resilienz

Die dichte Kopplung von Auftragsabwicklung, Bedarfsabsicherung und Produktionsversorgung liefert die Basis für eine optimale Nutzung der vorhandenen Netzwerkfähigkeiten. Die allokationsflexible Gestaltung von Produktion und Beschaffung fördert hierbei zusätzlich die Resilienz der Lieferkette.* Sardesai, S.; Schreckenberg, F. und Kippenberger, J. (2023): Transformation von Lieferketten – Änderungen in der Auftragsabwicklung von Unternehmen. Whitepaper. Fraunhofer IML, Dortmund (abgerufen am: 10.07.2023), S. 33.

Netzwerkaufbau zur Verringerung der logistischen Latenz

Die Einrichtung von Netzwerken, global verbunden und lokal allokationsflexibel gestaltet, führt innerhalb der Lieferkette zu einer Verringerung der logistischen Latenz und damit zu einer Steigerung der Reaktionsfähigkeit.* Sardesai, S.; Schreckenberg, F. und Kippenberger, J. (2023): Transformation von Lieferketten – Änderungen in der Auftragsabwicklung von Unternehmen. Whitepaper. Fraunhofer IML, Dortmund (abgerufen am: 10.07.2023), S. 33. So kann im Rahmen einer Reverse Supply Chain das Schließen strategischer Partnerschaften, insbesondere mit Parteien am Ende der Wertschöpfungskette, dazu beitragen, die Rückführung von Altprodukten in die Lieferkette zu vereinfachen.* Steuer, J.; Bemeleit, B. und Schmiegel, B. (2022): Circular Economy im Deepdive: Remanufacturing von Automotive-Batteriezellen (online) (abgerufen am: 07.07.2023).

Beispiele aus der Forschung und Entwicklung

Kreislauffähigkeit des Elektro-Antriebsstrangs durch intelligente Demontage und Nachverfolgung (ZirkulEA)

  • Schaffung einer wirtschaftlichen Wertschöpfungskette für elektrische Antriebsstränge im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.
  • Das entwickelte Konzept beinhaltet das demontagegerechte Produktdesign, eine adaptive/automatisierte Demontage sowie die Produktnachverfolgbarkeit der demontierten Komponenten.
  • Validierung der Ergebnisse anhand von drei Anwendungsfällen (Ausbau von Komponenten des elektrischen Antriebstrangs aus dem Fahrzeug, Demontage der Batterie bis zur Modulebene, Demontage der E-Achse).

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Ressourceneffiziente Logistikzentren und Transport (GILA)

  • Optimierung von Logistikprozessen hinsichtlich Umweltbelastungen wie THG-Emissionen bei gleichzeitiger Steigerung der Ressourceneffizienz.
  • Entwicklung eines einheitlichen methodischen Vorgehens zur Bewertung der Umweltperformance von Logistikzentren zur Steigerung der Transparenz von innerbetrieblichen Prozessen (Ressourcenverbrauch, THG-Emissionen).
  • Potenzial zur Nachhaltigkeitssteigerung wurde bisher vor allem in den Bereichen Energieverbrauch, Kältemittelaustritt und im Rahmen von Transportverpackungen ermittelt.

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Energieeffizienz in der Logistik (E2Log)

  • Erhöhung der Energieeffizienz von Wertschöpfungsketten durch die systemische Optimierung des Produktionsumfelds.
  • Dynamische Modelle bilden die Basis für die Planung und energetische Optimierung der vorhandenen Produktions- und Logistikprozesse.

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Weiterführende Informationen

Produkt- und prozessunabhängige Strategie: Effiziente Logistik

Die Gestaltung effizienter Logistikprozesse zielt darauf ab, Aufwände der Logistik so weit wie möglich zu reduzieren, ohne die Durchlaufzeit oder Qualität der Produktion zu verringern.

Kurzanalyse Nr. 27: Ressourceneffizienz in Handel und Logistik

Der Handel und die Logistikbranche zählen in Deutschland zu den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen. Beide verbrauchen große Mengen natürlicher Ressourcen, insbesondere Rohstoffe und Energie.