Marketingstrategie
Festlegung der Preispolitik
Die Preispolitik des Remanufacturings wird einerseits durch den Kostenaufwand bestimmt, welcher im Rahmen des Aufbereitungsprozesses und Marketings anfällt. Andererseits spielen aber auch die Art des Remanufacturing-Betriebs sowie die Reputation der verkaufenden Partei eine Rolle. Gleichzeitig orientiert sich der Preis für ein aufgearbeitetes Produkt an der jeweils vorhandenen Produktkategorie. Auch spielt die Art des Verbrauchenden eine Rolle, so wird bei der Preisfeststellung z. B. zwischen Industriekund*innen und Endverbrauchenden unterschieden. Ebenso muss bei der Planung von Preisstrategien die Zahlungsbereitschaft der Verbrauchenden, aber ebenso ihre individuelle Produktwahrnehmung berücksichtigt werden. Weitere für die Preispolitik relevante Faktoren sind finanzielle Anreizsysteme wie Steuerersparnisse oder Rabatte.* Rubio, S.; Jiménez-Parra, B.; vicente-molina, M. a. und Govindan, K. (2016): Call for Papers for a Special Volumen on "Marketing So ist es gängige Praxis, die durch das Remanufacturing eingesparten Produktionskosten als Kaufanreiz an die Kundschaft weiterzugeben.* Steuer, J.; Bemeleit, B. und Schmiegel, B. (2022): Circular Economy im Deepdive: Remanufacturing von Automotive-Batteriezellen (online) (abgerufen am: 07.07.2023).
Festlegung der Produktpolitik
Die Produktpolitik gibt vor, wie ein Produkt am Markt positioniert wird. So ist für die Geschäftsstrategie des Remanufacturings vor allem die Produktgestaltung entscheidend. Unsicherheiten seitens der Verbraucher*innen bezüglich Qualität, Leistung und Funktionalität der aufgearbeiteten Produkte können bspw. durch entsprechende Garantiesysteme verringert werden. Für die Produktvermarktung kann hingegen die Entwicklung einer Markenstrategie sinnvoll sein. Ebenso kann die Implementierung von Produkt-Service-Systemen auf B2C-Märkten helfen, die Etablierung aufgearbeiteter Produkte am Markt zu stärken.* Rubio, S.; Jiménez-Parra, B.; vicente-molina, M. a. und Govindan, K. (2016): Call for Papers for a Special Volumen on "Marketing
Festlegung der Vertriebspolitik
Die Vertriebspolitik legt fest, welche Art von Vertriebskanal, sei es direkt oder indirekt, offline oder online, für den Produktvertrieb am besten geeignet ist. So kann es im Rahmen des Remanufacturings bspw. sinnvoll sein, für Original- und aufgearbeitete Produkte den gleichen Vertriebskanal zu wählen. Selbiges gilt für die Logistik. Es kann auch hier sinnvoll sein, Aktivitäten wie Sammlung, Transport, Verpackung und Warenetikettierung für Original- und aufgearbeitete Produkte gemeinsam abzuwickeln.* Rubio, S.; Jiménez-Parra, B.; vicente-molina, M. a. und Govindan, K. (2016): Call for Papers for a Special Volumen on "Marketing
Festlegung der Werbepolitik
Unternehmen legen über die Werbepolitik fest, welche Werbekanäle für die Kommunikation mit Verbraucher*innen genutzt werden. Für die Werbepolitik des Remanufacturings sind insbesondere die Konsummotive der Verbrauchenden, aufgearbeitete Produkte zu kaufen, ausschlaggebend. So kann bspw. die Produktkategorie, die Komplexität des Kaufs oder das (Nicht-)Vorhandensein von Produktalternativen für den Kauf eines aufgearbeiteten Produkts ausschlaggebend sein. Für die Erstellung von Verbraucher*innenprofilen sind außerdem weiterführende Faktoren wie Geschlecht sowie Einkommens- und Bildungsniveau der konsumierenden Zielgruppe in Betracht zu ziehen.* Rubio, S.; Jiménez-Parra, B.; vicente-molina, M. a. und Govindan, K. (2016): Call for Papers for a Special Volumen on "Marketing