Daten helfen beim Energiesparen

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Big Data in der Produktion kann beim Energiesparen helfen, weil alle Prozesse mitverfolgt und untereinander verglichen werden. Diesen Ansatz verfolgt Siemens mit der Erlangener Division "Energy Management" für das Unternehmen Gestamp Umformtechnik. Damit wurden 2016 im Vergleich zu 2014 in 14 Werken etwa 50 Millionen Kilowattstunden Strom, 14.000 t Kohlendioxid und insgesamt 9 Prozent Energie mit Energiekosten von 8 Millionen Euro eingespart. Kern der Maßnahme ist eine erhebliche Verdichtung der Datenaufnahme von Maschinen, Pressen und Druckluftkompressoren: statt wie üblich viertelstündlich, werden Messwerte für Strom- und Erdgasverbrauch jede Sekunde gespeichert. Die Kosten dafür werden sich je nach Standort in ein bis drei Jahren amortisieren.

 

Im spanischen Heißpresswerk bei Bilbao werden große Autoblechteile umgeformt. Diese werden dazu auf bis zu 900 °C erhitzt, 20 Sekunden lang im Werkzeug gepresst und auf höchstens 200 °C heruntergekühlt. Dazu wurden 70 Messschränke für die Erfassung von jeweils 20 elektrischen und Erdgasbezogenen Parametern installiert. Gespeichert werden alle Daten auf Servern von Siemens, ausgewertet werden sie von Gestamp selbst. Dabei können ähnliche Maschinen und Prozessschritte an verschiedenen Standorten verglichen und optimiert werden. Bei Abweichungen in bestimmten Parametern kann auch indirekt auf den Wartungsbedarf einer Maschine geschlossen werden, feste Wartungsintervalle sind nicht mehr nötig.

    Quelle(n):

  • VDI-Z 159 (2017): Dem Energieverbrauch auf der Spur, April Ausgabe, S. 50-55

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