Erstes völlig energieautarkes Mehrfamilienhaus der Welt fertiggestellt

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Bei Zürich ist das – nach Aussage des Bauunternehmers – erste energieautarke Mehrfamilienhaus mit 9 Mietparteien fertiggestellt worden. Die Autarkie ist dabei im technischen Sinne zu verstehen, da das Haus keinen Anschluss an das Stromnetz hat. Vergleichbare Projekte arbeiteten bisher mit einer bilanziellen Betrachtung: die regenerativen Quellen lieferten über das Jahr hinweg mehr Energie als im Haus verbraucht wurde, speisten jedoch im Sommer Überschüsse in das öffentliche Stromnetz ein und bezogen im Winter Strom aus dem Netz.

 

Das ist beim Schweizer Mehrfamilienhaus nicht der Fall. Zu den Fotovoltaikmodulen auf Dach und an der Fassade kommen Energiespeicher im Keller hinzu. Dort befinden sich Tanks für Wasserstoff, der aus einem Elektrolyseur gewonnen wird. Wenn die Sonne nicht scheint, erzeugt eine Brennstoffzelle Strom und Wärme aus diesem gespeicherten Wasserstoff. Dieser Langzeitspeicher soll aber nur an etwa 25 Tagen im Jahr notwendig sein. Eine Batterie als Kurzzeitspeicher und eine zusätzlich installierte Wärmepumpe erzeugen normalerweise Strom und Wärme.

 

Die Baukosten liegen etwa 10 Prozent über denen eines vergleichbaren Mehrfamilienhauses mit konventioneller Technik. Die Bewohner geben aber kein Geld mehr für Strom und Wärme aus, so dass die Gesamtkosten auf ortsüblichem Niveau liegen.

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