Videomagazin – Ressource Deutschland.tv

Mehr über diese und viele weitere spannende Geschichten erfahren Sie in unserem WebVideomagazin. Von der Lebensmittelbranche über die Verwaltung bis hin zur Automatisierung: Kurzfilme aus den unterschiedlichsten Branchen liefern Ihnen Ideen und Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. 

Ressource-Deutschland.TV

Youtube-Kanal Ressource Deutschland

Stromerzeugung aus industrieller Abwärme

200 Milliarden Kilowattstunden Wärmeenergie pro Jahr ­– also etwa der gesamte Energieverbrauch des Bundeslands Hessen – werden als ungenutzte Abwärme von der deutschen Industrie in die Umwelt abgegeben. Im neuen Film des VDI ZRE „Stromerzeugung aus industrieller Abwärme“ zeigen zwei Unternehmen, wie sie aus dieser wertvollen Energie Strom gewinnen und somit einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.

Die BILSTEIN GmbH & CO. KG in Nordrhein-Westfalen bearbeitet Stahlbänder für die Möbel-, Werkzeug- und Automobilindustrie. Damit sich die Stahlbänder später verformen und somit weiterverarbeiten lassen, müssen sie erhitzt und danach wieder abgekühlt werden. Die bei diesem Rekristallisation-Prozess freigesetzte Abwärme wird genutzt, um mit Hilfe einer innovativen ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) Strom zu erzeugen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren reicht bei der ORC-Anlage die vergleichsweise niedrige Temperatur der Abwärme für die Stromerzeugung aus. Durch die effiziente Abwärme-Nutzung spart der Betrieb nicht nur Strom, sondern kann die Wärme auch zum Beheizen von Gebäuden nutzen sowie durch die schnellere Abkühlung seine Produktion beschleunigen.

Die Portland-Zementwerk Gebr. Wiesböck & Co. GmbH in Oberbayern produziert Zement für die Bauindustrie. Dafür werden die benötigten Rohstoffe zusammen mit Zusatzstoffen in einem Drehrohrofen zu Zement-Klinkern gebrannt. Die 400°C heißen, staubhaltigen Abgase aus dem Drehrohrofen werden zum einen genutzt, um die Roh- und Hilfsstoffe für den Brennprozess vorzuwärmen. Zum anderen werden sie in einen speziellen Abhitzekessel geleitet, um Wasserdampf zu gewinnen. Der Dampf betreibt anschließend eine Turbine, die über einen Generator Strom erzeugt. Das Kraftwerk kann somit 30 Prozent des benötigten Stroms selbst produzieren. Das entspricht einer Einsparung von 80.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die beiden Projekte wurden durch das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Videos

Worauf warten Sie noch?

Sie haben bereits Ressourceneffizienz umgesetzt? Melden Sie sich bei uns mit aktuellen Projekten und Ideen. Oder möchten Sie detaillierte Informationen aus unserem Angebot?

Schreiben Sie uns!
Fehler beim Senden Fehler beim Senden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Vielen Dank Ihre Nachricht wurde erfolgreich gesendet. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.