Kumulierter Rohstoffaufwand (KRA)
Zeitaufwand
Personalaufwand
Schwierigkeitsgrad
Wozu wird er genutzt?
- Für die Bewertung des Rohstoffaufwands eines Produktsystems über den Lebensweg
- Für die vergleichende Bewertung von Produktvarianten hinsichtlich des Kumulierten Rohstoffaufwands
Wann wird er genutzt?
Bei dem Konzept- und Entwurfsprozess
Wie funktioniert er?
Der Kumulierte Rohstoffaufwand (KRA) wird berechnet aus der Summe aller Rohstoffe mit Ausnahme von Wasser und Luft, die in ein System, z.B. ein Produkt, eingehen, und umfasst sämtliche Lebenswegphasen.
Der Indikator wird in Gewichtseinheiten, z.B. in Tonnen, angegeben. Als Bezugsgröße sollte eine funktionelle Einheit verwendet werden, um den Nutzen möglichst lösungsneutral vergleichen zu können.
Wenn keine Datensätze für den KRA vorliegen, sind diese selbst zu ermitteln. Es empfiehlt sich, folgende Kategorien separat auszuweisen:
- KRA von nicht erneuerbaren Energierohstoffen
- KRA von mineralischen Rohstoffen zur Metallerzeugung
- KRA von anderen mineralischen Rohstoffen (nicht zur Metallerzeugung)
- KRA von biotischen Rohstoffen
* VDI 4800 Blatt 2:2018-03: Verein Deutscher Ingenieure e.V., Ressourceneffizienz – Bewertung des Rohstoffaufwandes. Beuth Verlag GmbH, Berlin.
Für eine Berechnung des Kumulierten Rohstoffaufwands (KRA) in der eigenen Herstellung sind für die Verfahrens- und Prozessschritte Energieverbräuche messtechnisch zu erfassen sowie Materialeinsätze zu bestimmen.
Spezifisch KRA-Werte von eingesetzten Rohstoffen und Energieträgern lassen sich Datensätzen entnehmen, welche die vorgelagerten Prozesse einbeziehen. Diese können aus frei zugänglichen Datenbanken (z.B. Internet-Portal ProBas des Umweltbundesamtes*
Umweltbundesamt (2015): Prozessorientierte Basisdaten für Umweltmanagementsysteme (ProBas) (online). Umweltbundesamt, 12. Februar 2015, (abgerufen am: 14. November 2018).
) oder kommerziellen Datenbanken stammen.