Einzelstücke automatisch lackieren

Oberflächentechnik
Fertigungstechnik
Herstellung

Auch Produkte, die in Losgröße 1 produziert werden, müssen lackiert werden. Eine Automatisierung lohnt sich bisher erst, wenn ein Lackierroboter für viele baugleiche Teile programmiert werden kann. Daher bleibt oft nur das Lackieren per Hand.

 

Um in der Lackiertechnik mehr Automatisierung und Flexibilität zu schaffen, entwickelten die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) mit dem schwedischen Fraunhofer-Chalmers Centre for Industrial Mathematics FCC eine selbstprogrammierende Lackierzelle, deren Prototyp Ende 2018 fertiggestellt sein soll.

 

Die Konzept besteht aus fünf Schritten: Zunächst wird das zu lackierende Objekt dreidimensional gescannt. Anschließend erfolgt die fluiddynamische Simulation der Lackteilchen-Flugbahnen, um Lack- und Luftmengen zu bestimmen. Das definiert die ideale Bahn für den Roboterarm. Dem eigentlichen Lackierprozess folgt eine Qualitätsprüfung mit Terahertzstrahlen, mit denen auch nasse und farbige Lackschichten vermessen werden können. Gegenüber einer Handlackierung werden bis zu 20 Prozent Lack und Lösemittelemissionen sowie 15 Prozent Energie eingespart. Der Prozess benötigt fünf Prozent weniger Zeit als die gängige Handlackierung.

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