Optimiertes Verfahren bei der Herstellung von Gummimatten aus Altreifenrecyclat

Fertigungstechnik
Produktentwicklung

Altreifen werden in Deutschland meistens nach ihrer Nutzungsdauer einer thermischen Verwertung beispielsweise in Zementwerken zugeordnet. Das soll sich nun mit einem neuen recyclingverfahren der matteco GmbH ändern. Diese stellen Gummimatten aus Altreifen her und bieten somit eine Alternative zur konventionellen Nutzung der Reifen.

Um diese neuartige Verwertung zu ermöglichen, musste ein neues Verfahren mit neuer Anlagentechnologie entwickelt werden. Diese verwendet feines Gummimehl und presst dieses mit einem geringen Anteil eines Copolyester Schmelzklebers ohne Weichmacher zu neuen Gummimatten. Dabei verbindet der speziell hergestellte Schmelzkleber das Gummimehl ganzflächig und sorgt somit für eine hohe Stabilität und Flexibilität, wodurch Bruchstellen vermieden werden können. Das erstaunliche bei dieser Art von Produktion ist, dass gebrauchte Matten wieder an matteco zurückgegeben werden können. Die zurückgegebenen Matten werden dann gereinigt, zerkleinert und ohne die Zugabe weiterer Bindemittel wieder zur Produktion zugeführt. Somit kann Materialabfall vermieden werden und gleichzeitig können teilweise Produkte, die bisher aus synthetischem Gummi hergestellt wurden, substituiert werden.

Der eindeutige Vorteil dieser Produktion besteht darin, dass die Matten zu 100 % recycelbar sind. Außerdem muss kein umweltschädliches Lösemittel eingesetzt werden, um das Bindemittel zu entfernen. Somit ergibt sich im Vergleich zu einer herkömmlichen Gummimattenproduktion von etwa 540 t pro Jahr eine Einsparung von ca. 2.660 t CO2-Äquivalent.

    Quelle(n):

  • Schmidt, M.; Spieth, H.; Bauer, J.und Haubach, C., Hg. (2017): 100 Betriebe für Ressourceneffizienz - Band 1 - Praxisbeispiele aus der produzierenden Wirtschaft. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, ISBN 978-3-662-53366-6, S. 114 ff.

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