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Gute-Praxis-Beispiel: Geschlossener Kreislauf für Mauerziegel

15. April 2021

Der bayerische Ziegelhersteller Leipfinger-Bader hat als erstes Werk in Deutschland einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Mauerziegel umgesetzt. Mit dem Verfahren können sowohl der Ziegelschutt als auch der in den Ziegeln enthaltene Dämmstoff wiederverwertet werden.

Wie ist die Ausgangssituation?

In Deutschland werden laut dem Bundesverband der deutschen Ziegelindustrie jährlich etwa 10 Millionen Tonnen Abbruchziegel und ziegelreiche Stoffgemische als Bauschutt entsorgt. Dabei sind Ziegel ein reines Naturprodukt, die auch nach mehr als 100 Jahren Einsatz vollständig recycelt werden können.

Wie funktioniert die Aufbereitung?

Die Abbruchziegel werden in sogenannten Big Bags am Werk angeliefert. Der Ziegelbruch mit Dämmstoffanteil muss nun in seine Bestandteile zerlegt und getrennt werden – die größte Herausforderung im Kreislauf. Die Lösung dafür ist eine integrierte Windsichtanlage in der Recyclinganlage. Diese ist für eine Auslastung von 6 Tonnen Ziegel pro Stunde konzipiert.

Die Baureste werden zunächst vorgebrochen und mit einer Separatorschaufel in den Windkanal der Anlage gebracht. Durch das unterschiedliche Gewicht trennt sich das Dämmmaterial von den Ziegeln. Der keramische Ziegelbruch fällt auf den Boden. Die leichten Dämmstoffpartikel werden nach oben hin abgesaugt.

Wie geht es weiter?

Der Ziegelbruch wird anschließend weiter zerkleinert und als Substrat zur Dachbegrünung oder für den Wegebau verwendet. Der Dämmstoff wird über einen Zyklonabscheider abgetrennt, fein ausgesiebt und kann anschließen wieder als Dämmstoff verwendet werden.

Was trägt zusätzlich zur Ressourceneffizienz bei?

Eine nachhaltige Betriebsführung, beispielsweise durch die Verwendung von Ökostrom und die Nutzung einer eigenen Photovoltaik-Anlage unterstützen den Wertstoffkreislauf. Hierfür würde unter anderem eine 4,3 Hektar große Lehmgrube renaturiert und zu einem Solarpark aufgerüstet. Die Prozesswärme, die beim Reinigungsvorgang entsteht, wird für die weitere Produktion verwendet. Durch die Nutzung einer Abluftreinigungsanlage können zusätzlich 35 Prozent der fossilen Brennstoffe und rund 2500 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.

Weitere Gute-Praxis-Beispiele finden Sie hier.

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