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Gute-Praxis-Beispiel: Machine-Sharing in der fertigenden Industrie

20. Oktober 2021

Ein Großteil der Unternehmen der fertigenden Industrie hält Maschinen vor, die sie nur selten bis zur maximalen Kapazitätsgrenze betreiben. Eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung hierfür zu finden – das ist die Mission des 2018 gegründeten Start-ups V-INDUSTRY.



Wie ist die Ausgangssituation?

Innerhalb der fertigenden Industrie kann eine mangelnde Auslastung von Maschinen verschiedenste Ursachen haben: eine stark schwankende Auftragslage, eine zu hohe gegenseitige Abhängigkeit von Geschäftspartnern oder eine bereits vor Erwerb der Maschine erfolgte fehlerhafte Planung. Doch unabhängig von der möglichen Ursache, das Resultat bleibt das Gleiche: wirtschaftlich unrentable Stillstandzeiten aufgrund von ungenutzten Produktionskapazitäten.

Um diese Stillstandzeiten zu minimieren, ist es das erklärte Ziel des baden-württembergischen Unternehmens, das Konzept der Sharing Economy in Form einer digitalen Beschaffung von Bauteilen auch in der industriellen Fertigung zu etablieren.

Wie funktioniert das Konzept?

Die Lösung ist dabei ein hybrides System aus einer Hard- und einer Software-Komponente, das zunächst die Maschinen- und Auslastungsdaten von der physischen Ebene digitalisiert und auf einer Web-Plattform zugänglich macht. Mithilfe der so gesammelten Daten lässt sich anschließend die gesamte Auslastung von Maschinen(parks) ermitteln und die nicht ausgelasteten Kapazitäten können auf einer angeschlossenen Beschaffungsplattform angeboten werden. Die über diese Plattform einkommenden Anfragen zur Bauteilbeschaffung werden dann mithilfe eines intelligenten Matching-Algorithmus über das Netzwerk an geeignete Produktionspartner übermittelt, geprüft und idealerweise in Auftrag gegeben.

Was wird gespart?

Die Einsparungen durch die Vermittlung solcher maßgeschneiderten Aufträge sind auf den ersten Blick rein ökonomischer Natur; immerhin werden verfügbare Produktionskapazitäten an Dritte vermittelt und so unwirtschaftliche Stillstandzeiten von Maschinen(parks) minimiert.

Doch beschränken sich die positiven Effekte nicht ausschließlich auf ökonomische Gesichtspunkte. Schließlich werden durch das Verfügbarmachen ungenutzter Produktionskapazitäten die Nutzungsintensität von Bestandsmaschinen erhöht und dadurch in weiterer Konsequenz – ganz im Sinne einer Sharing Economy – Ressourcen für den Bau von neuen Produktionsanlagen und Maschinenparks eingespart.

Und zu guter Letzt entstehen aufgrund der netzwerkartigen Struktur der Plattform nachhaltige Synergieeffekte zwischen den Produktionspartnern in Form von Expertise- und Wissenstransfers.

Weitere Gute-Praxis-Beispiele finden Sie hier.

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